Mit Hilfe eines Hochdrucksystems, welches sich in den kommenden Tagen über Deutschland verlagert, zeigt sich zum kommenden Wochenende der "Goldene Oktober". Aber auch zum Start in die neue Woche hält sich das Hochdrucksystem noch und sorgt über Deutschland, Österreich und der Schweiz für einen trockenen und warmen Wettercharakter. Die Temperaturen können teils auf spätsommerliche Werte zwischen +19 bis +24 Grad und örtlich gar über die +25 Grad Marke hinaus ansteigen. Mehr Details in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter im Oktober.

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Wie lange hält sich das warme Herbstwetter?

Durch das Zusammenspiel von hohem Luftdruck über Mitteleuropa und dem östlichen Europa, sowie einer dynamischen Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik werden die warmen Luftmassen aus südlichen Richtungen über die Alpen nach Deutschland geführt. Nach den gängigsten Simulationen der Wettermodelle wird sich daran bis zum 18. Oktober auch nur wenig verändern. Erst im Zeitraum um den 18. Oktober berechnet das amerikanische Wettermodell ein stetes Voranschreiten der atlantischen Frontalzone in Richtung Europa und sorgt vom 19. bis 26. Oktober für einen Richtungswechsel der Großwetterlage. Dabei gelingt es einem Tiefdruckgebiet zum 20. Oktober Deutschland zu überqueren, die nachfolgende Tiefdruckrinne sorgt aber wieder für ein relativ warmes, aber auch wechselhaftes Wetter.

Das europäische Wettermodell berechnet bis zum 21. Oktober eine ganz ähnliche Entwicklung der Großwetterlage. Zunächst ist bis zum 18. Oktober sehr warmes Herbstwetter zu erwarten, welches ab dem 18./19. Oktober in ein wechselhaftes und mäßig warmes Wetter umschlägt. Das Tiefdrucksystem liegt nach diesen Berechnungen zum 21. Oktober mit seinem Zentrum zwischen England und Skandinavien und die Tiefdruckachse verläuft zwischen den Azoren und Finnland, was Deutschland, Österreich und die Schweiz auf die gemäßigt warme Südwestseite des Tiefdrucksystems bringt. Mit anderen Worten: warm und trocken bis zum 18. Oktober, dann wechselhaft bei etwas zurückgehenden Temperaturen.

Außergewöhnlich warme Herbstmitte

Mitte Oktober ist gleichzeitig auch die Halbzeit des Herbstes erreicht. Die Zufuhr sehr warmer Luftmassen wird auch von den Kontrollläufen unterstützt, was die Eintreffwahrscheinlichkeit deutlich erhöht. Interessant ist aber die Simulation des Mittelwertes des Temperaturspektrums, welches etwa um 4 bis 7 Grad im Schnitt über den Werten des langjährigen Mittelwertes in deutlich zu warmen Bereich liegen. Erst mit Beginn des letzten Oktoberdrittels normalisieren sich die Werte bei einer gleichzeitig ansteigenden Niederschlagswahrscheinlichkeit wieder. Eine Fortsetzung der "Hitzewelle" aus dem zweiten Oktoberdrittel ist aber zum heutigen Stand nicht zu erwarten.

Diagramm Temperaturen im Oktober 2017 vom 11.10.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im Oktober 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell korrigiert etwas - Herbst leicht zu warm

Angesichts der deutlich zu warmen Temperaturen der kommenden Tage, korrigiert das Langfristmodell seine heutige Wetterprognose für die verbleibenden Herbsttage. So wird sowohl der Oktober als auch November mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad leicht zu warm berechnet. Vor dem Hintergrund, dass der September 2017 um -0,6 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu kalt ausgefallen ist, ist im Herbst ein leicht zu warmen Temperaturtrend zu erwarten. In der Niederschlagsberechnung zeigt sich tendenziell ein leicht zu nasser Oktober, wobei auch hier noch Korrekturen in den kommenden Tagen möglich sind. Der November wird weiterhin unauffällig gegenüber seinem Sollwert berechnet.

Langfristmodell: Wetterprognose Winter 2017/18

Die leichte Korrektur für den Dezember wurde heute bestätigt. So soll zum heutigen Stand der Dezember nach dem Wettertrend des Langfristmodells mit -0,5 bis +1 Grad normal bis leicht zu warm ausfallen. Für den Januar und Februar 2018 berechnet das Langfristmodell - wie seit Wochen - eine Abweichung von +1 bis +2 Grad im zu warmen Bereich.
In der Niederschlagsprognose fällt auf, dass Europa im Dezember weitgehend neutral, im Januar und Februar aber über der Mittelmeerregion zu trocken berechnet wird. Im Februar verlagert sich die Trockenheit nach den aktuellen Berechnungen weiter über das östliche Mittelmeer. Gleichzeitig wird der Norden und die Mitte von Europa im Januar deutlich zu nass und im Februar normal bis leicht zu nass simuliert. Wenn man eine Schlussfolgerung daraus ziehen möchte, so wäre im Januar mit einer Westwetterlage ein Hochwinter wenig wahrscheinlich, gefolgt von einer Südwestwetterlage im Februar, welche Winterwetter bis in tiefere Lagen ebenfalls wenig wahrscheinlich macht.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 11.10.2017

Das Langfristmodell hält recht "hartnäckig" an einen zu milden Verlauf des Wetter Winter fest, wenngleich die Randfaktoren für den Winter noch andere Möglichkeiten offerieren. Mehr dazu im blauen "Kasten" rechts, welcher bei Smartphones ganz unten zu finden ist.

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