Die Großwetterlage wird sich in den kommenden Tagen verändern und für einen wechselhaften und auch kühleren Wettercharakter sorgen. Der Grund ist die zunehmende Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, welche das Skandinavienhoch weiter nach Osten zurückdrängt und somit mehr Einfluss auf das Wetter über Deutschland nehmen kann. Letztlich gelingt aber der Durchbruch der Frontalzone über Deutschland nicht und bereits zum Mittwoch setzt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ein Hochdruckkeil durch. Sind die Temperaturen Anfangs noch relativ warm, so kühlen sie sich bis zum Dienstag auf +12 bis +17 Grad ab und können gegenüber dem Jahreszeit typischen Wert im etwas zu kühlen Bereich liegen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Oktoberwetter 2017.

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Skandinavienhoch ohne Chance

Geht es nach den Simulationen beider Wettermodelle, so ist die kommende Wetterentwicklung relativ eindeutig. Das Skandinavienhoch ist bis zum 2. Oktober weitgehend abgebaut und die atlantische Frontalzone erreicht Schweden und Finnland. Gleichzeitig aber versucht das Azorenhoch eine Hochdruckverbindung zum Kontinentalhoch über dem westlichen Russland aufzubauen. Das gelingt aber auch mehr schlecht als recht. Die Folge daraus ist ein Mischmasch der Wettersysteme.

Die aktive Tiefdruckrinne verläuft zwischen Neufundland, Island, England und Skandinavien, während das Azorenhoch sich von den Azoren über weite Teile von Mitteleuropa und der Mittelmeerregion erstrecken kann. Deutschland liegt nach diesen Berechnungen zwischen den Systemen, was zeitweilig mal das Hochdrucksystem (4./6. Oktober; 8./12. Oktober) und mal das Tiefdrucksystem (1./4. Oktober; 7./8. Oktober) das Wetter über Deutschland dominieren lässt. Mit anderen Worten ist zum Beginn des Oktobers mit einer hohen Niederschlagsneigung zu rechnen, welche im weiteren Verlauf nachlässt und bei wechselnder Bewölkung häufiger auch mal die Sonne zum Vorschein kommen kann.

Wechselhaft mit einem Auf und Ab der Temperaturen

Die Kontrollsysteme der Wettermodelle bestätigen eine Wetterentwicklung, welche durch ein Auf und Ab der Temperaturen im ersten Oktober Drittel geprägt ist. Wechselhaft, aber nicht regnerisch, herbstlich kühl, zeitweilig aber auch warm. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums bspw. am 5. Oktober zwischen +15 bis +17 Grad, am 10. Oktober zwischen +14 bis +15 Grad und am 14. Oktober zwischen +14 bis +16 Grad. Das entspricht weitgehend den Jahreszeit typischen Temperaturen, wenngleich die Tendenz für zu warme Werte deutlich niedriger als für kühlere Temperaturen zu bewerten ist.

Aber - und das sei an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt - ist das eine Momentaufnahme welche zwar sehr wahrscheinlich, aber noch nicht gesetzt ist. Denn verschieben sich die Positionen der Wettersysteme um wenige hundert Kilometer, so ist auch ein deutlich herbstlicher Wettercharakter, oder aber auch noch ein goldener Oktober möglich. So einfach ist die kommende Wetterentwicklung also (noch) nicht.

Diagramm Temperaturen im Oktober 2017 vom 29.09.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im Oktober 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Wettertrend Herbst

Der Blick auf die verbleibenden Herbsttage zeigt nach der aktuellen Wetterprognose des Langfristmodells für den Oktober kaum Auffälligkeiten in der Temperaturentwicklung. So liegt die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit -0,5 bis +0,5 Grad im normalen Bereich und hat im Trend mit einer Differenz von bis +1 Grad eine leicht zu warme Entwicklung vorzuweisen. In der Niederschlagsentwicklung wird der Oktober gegenüber seinem Sollwert aber als deutlich zu nass eingestuft, was einen goldenen Oktober weiterhin wenig wahrscheinlich macht.

Der letzte Herbstmonat November wird mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad ebenfalls überwiegend normal mit den Trend leicht zu warm auszufallen simuliert. Und auch im November zeigt sich eine erhöhte Niederschlagserwartung.

Der September 2017 wird mit einer Abweichung der Temperaturen von -0,6 bis -0,4 Grad etwas zu kühl ausfallen und kumuliert man diese Werte mit den Berechnungen des Langfristmodells, so sind unterm Strich und zum heutigen Stand normale Temperaturwerte bei einer erhöhten Niederschlagsaktivität im Herbst 2017 zu erwarten.

Witterungsprognose Winter

Für den ersten Wintermonat Dezember berechnet das Langfristmodell wohl eine Wetterumstellung. Aus der zu nassen Niederschlagsentwicklung der Herbstmonate folgt eine zu trockene Periode im Dezember, so dass die Niederschlagsentwicklung negativ ausfallen kann. Das wiederum spricht für vermehrten Hochdruck, welcher im Dezember mit den kürzer werdenden Tagen für eine Abkühlung sorgen könnte. So ist und bleibt nach der Wetterprognose des Langfristmodells der Dezember 2017 mit einer Abweichung der Temperaturen gegenüber dem vieljährigen Mittelwert von -0,5 bis +2 Grad der "kälteste" Wintermonat.

Denn der Januar und auch der Februar 2018 werden mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad im zu warmen Bereich simuliert, wobei die Niederschlagsaktivität im Januar leicht erhöht und im Februar unauffällig berechnet wird.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 29.09.2017

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