Ein Tiefdruckausläufer nach dem anderen sorgen in den ersten Oktobertagen für einen Wetterwechsel und zurückgehenden Temperaturen, welche am Dienstag - am 3. Oktober - wohl nur noch +10 bis +15 Grad erreichen können. Dazu kommt es vor allem am Samstag und Montag zu zeitweilig auch länger andauernden Regenfällen und der Wind frischt bis zum Dienstag unangenehm und über exponierten Lagen in Böen stark bis mäßig auf. Fast ideales Wetter um am 3. Oktober zum Drachen steigen lassen! Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage für den Oktober 2017.

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Unsichere Wetterentwicklung mit eindeutigem Trend

Die atlantische Frontalzone schafft bis zum 3. Oktober den Sprung in Richtung Skandinavien und "gewinnt" damit das Duell gegen das Skandinavienhoch, welches sich zunächst einmal nach Osten zurückzieht. So ist vom 4. bis 6. Oktober mit einem wechselhaften Wettercharakter und weiteren Niederschlägen zu rechnen. Da Deutschland nun aber auf die Rückseite des Tiefdrucksystems gelangt, können aus nordwestlichen Richtungen kühle Luftmassen einfließen und die Temperaturen auf Tageshöchstwerte zwischen +10 bis +15 Grad abkühlen lassen und die Nächte können mit +3 bis +10 Grad wieder frischer ausfallen.

Im Zeitraum vom 5. bis 11. Oktober schiebt sich nach den Berechnungen des amerikanischen und europäischen Wettermodells das Azorenhoch in Richtung Nordosten und es könnte der Aufbau einer Hochdruckbrücke zum Kontinentalhoch gelingen. Nach einem wechselhaften und kühlen Start in den Oktober würde ein relativ trockener und normal temperierter Zeitraum nachfolgen können. Von einem goldenen Oktober mit absolut stabilen Wetterverhältnissen ist man aber in den Berechnungen noch weit entfernt.

Hochdruckdominanz?

In den Kontrollsimulationen der Wettermodelle wird im Zeitraum vom 1. bis 5. Oktober eine deutlich erhöhte Niederschlagsaktivität berechnet. Ob sich im anschließenden Zeitraum ein Hochdrucksystem durchsetzen kann, bleibt abzuwarten, die Niederschlagserwartung ist vom 6. bis 14. Oktober als leicht bis mäßig erhöht zu bewerten, was auf einen leicht unbeständigen Wettercharakter schließen lässt.
Die Temperaturen normalisieren sich Anfang Oktober von einem deutlich zu hohen Niveau Ende September und können vom 3. bis 6. Oktober auch unter dem langjährigen Mittelwert im zu kühlen Bereich liegen. Anschließend sind aber auch keine übermäßig warmen Werte zu erwarten, was einen "goldenen Oktober" in der ersten Oktoberhälfte zum heutigen Stand wenig wahrscheinlich macht. Deutlicher zeigt sich das im nachfolgenden Diagramm der Verhältnisse der Kontrollläufe.

Diagramm Temperaturen im Oktober 2017 vom 28.09.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im Oktober 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetter Herbst und Winter 2017: Wettertrend des Langfristmodells

Für den weiteren Wetterverlauf im Oktober berechnet das Langfristmodell einen Fortbestand der gegenüber dem langjährigen Mittelwert normalen Temperaturen. So liegt die Abweichung mit -0,5 bis +0,5 Grad überwiegend im normalen Bereich und kann in der Tendenz mit bis +1 Grad auch leicht zu warm ausfallen. In der Niederschlagsbilanz berechnet das Langfristmodell aber einen deutlich zu nassen Oktober, was die Wahrscheinlichkeit auf einen "goldenen Oktober" weiterhin schmälert.

Für den November 2017 wird gegenüber dem vieljährigen Mittelwert eine Differenz von -0,5 bis +1 Grad im normalen bis leicht zu warmen Bereich berechnet und auch im November zeigt sich der Wettercharakter zum heutigen Stand mit einer erhöhten Niederschlagsaktivität durchwachsen und wechselhaft. In Summe könnte mit einem normalen bis leicht zu kühlen September und weitgehend normalem Oktober und November ein ebenso normales Herbstwetter 2017 daraus folgen.

Für den Winter 2017/18 berechnet das Langfristmodell im Dezember über dem Norden eine Temperaturabweichung von -0,5 bis +0,5 Grad und über dem Süden von +0,5 bis +2 Grad, wobei die +2 Grad mehr über der Alpenregion berechnet wird. Mit anderen Worten ist ein über dem Norden durchaus normaler und über dem Süden ein zu warmer Dezember zu erwarten. In der Niederschlagsbilanz zeigt sich der Dezember 2017 gegenüber dem Sollwert etwas zu trocken, was auf eine Hochdruckdominanz im ersten Wintermonat schließen lässt.

Für den Januar 2018 bleiben die Berechnungen nahezu unverändert. So liegt die Abweichung mit +1 bis +2 Grad im deutlich zu warmen Bereich und auch in der Niederschlagssimulation ist zum derzeitigen Stand ein zu nasser Januar zu erwarten.

Ebenfalls zu warm wird mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad der Februar 2018 simuliert, wobei die Niederschlagsaktivität gegenüber dem Sollwert unauffällig bleibt. Fasst man die Wintermonate zusammen, so zeigt sich mit einer Abweichung von rund +1 Grad ein etwas zu warmer Winter 2017/18. Ob das so kommt bleibt abzuwarten - mehr dazu in den kommenden Tagen.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 28.09.2017

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