An dieser Stelle möchten wir und kurz bei allen Zuschriften bedanken, welche wir Aufgrund unserer letzten Wetterprognose zum Winter 2017/18 erhalten haben. Wie schon von uns vermutet, stellten sich die Meldungen der Presse über einen bevorstehenden "Jahrhundertwinter" als falsch heraus. Falsche Zitate, falsche Experten und falsche Rückschlüsse. So schnell kann das gehen.

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Aber zurück zum Wetter. Die Aussichten für die kommenden Tage können sich durchaus sehen lassen. So dominiert ein Hochdrucksystem über Skandinavien das Wettergeschehen über Deutschland mit Einschränkungen. Denn dem Hochdrucksystem gelingt der Aufbau einer Hochdruckbrücke in Richtung Mittelmeerraum nicht und treibt Wolkenfelder eines schwachen Tiefdrucksystems von Polen über Deutschland hinweg, so dass von Samstag bis einschließlich Dienstag es bei einem Mix aus Sonne und Wolken immer wieder zu Niederschlägen kommen kann. Die Temperaturen bleiben mit +17 bis +23 Grad im warmen Bereich. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage für September 2017.

Wetter Oktober: Wetterumstellung zum zweiten Herbstmonat

Wieder und wieder berechnen die Wettermodelle die gleiche Wetterentwicklung zum Start in den Oktober 2017. Das Hochdrucksystem kann sich nicht auf Dauer über Skandinavien behaupten und weicht nach Osten in Richtung Russland aus. Das ermöglicht der atlantischen Frontalzone mehr Spielraum, sich bis nach Mitteleuropa auszudehnen und sich möglicherweise im Zeitraum vom 3. bis 6. Oktober über Mitteleuropa durchzusetzen.

Sollte sich die Wetterentwicklung so durchsetzen können, wie von den Wettermodellen simuliert, so wäre der goldene Oktober - zumindest im ersten Oktoberdrittel weniger wahrscheinlich. Vielmehr wäre mit vielen Wolken und teils länger andauernden Niederschlagsphasen zu rechnen. Die Temperaturen allerdings werden in dem für die Jahreszeit typischen Bereich berechnet. Das bestätigen auch die Kontrollläufe von heute Nachmittag.

Diagramm Temperaturen im Oktober 2017 vom 21.09.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im Oktober 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetterprognose Herbst 2017

Der September hat aktuell eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von rund -0,8 Grad im zu kalten Bereich vorzuweisen. Das sollte sich aber in den kommenden Tagen langsam wieder normalisieren, so dass am Ende des ersten Herbstmonats ein normaler September herauskommen könnte.

Der Oktober startet verhalten, vom Temperaturspektrum her aber ist das erste Oktoberdrittel als normal einzustufen. Die aktuelle Wetterprognose des Langfristmodells bestätigt heute eine weitgehend normale Temperaturentwicklung im Oktober, welche mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad auch leicht zu warm ausfallen kann. Für den November gibt es kaum Veränderungen gegenüber den letzten Wochen und die Abweichung liegt mit -0,5 bis +1 Grad tendenziell weiterhin im leicht zu warmen Bereich.

In der Niederschlagserwartung werden der Oktober und November unauffällig gegenüber dem langjährigen Sollwert berechnet. So bleibt es in der Zusammenfassung dabei: ein normales Herbstwetter mit einem leicht zu warmen Temperaturtrend ist zu erwarten.

Wettertrend Winter 2017/18

Wie eingangs schon erwähnt werden in den Medien sicherlich wieder die altbekannten Schlagwörter wie "Jahrhundert- oder Bibberwinter" kursieren, auch wenn der Winter ganz normal ausfallen sollte. Wir gehen von einem etwas zu warmen Winter aus, welcher aber in keinem Vergleich mehr zu den vorangegangen Wintern stehen wird. So wird es Kalt- und auch Warmphasen geben, wobei die Kälte eher dem Januar 2018 und die Warmphasen häufiger im Dezember und auch Februar auftreten können. Im Dezember 2017 kann der erste Schnee zu erwarten sein und auch im Februar ist häufiger mal mit Schneeflocken zu rechnen, während der hohe Luftdruck im Januar dominant sein kann.

Das Langfristmodell berechnet in seiner heutigen Wettervorhersage für den Winter 2017/18 einen etwas zu warmen Dezember (Abweichung +0,5 bis +2 Grad) gefolgt von jeweils zwei zu warmen Wintermonaten Januar und Februar 2018 mit einer Abweichung von je +1 bis +3 Grad, wobei die +3 Grad für den Januar berechnet wird. In der Niederschlagsberechnung zeigen sich die Wintermonate von Dezember bis einschließlich Februar 2018 allesamt leicht zu nass. Mit anderen Worten geht das Langfristmodell von einem deutlich zu warmen Wetter in der Wintersaison 2017/18 aus. Man darf gespannt sein, wie sich das in den kommenden Wochen entwickeln wird.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 21.09.2017

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