Der Wettercharakter der kommenden Tage bleibt bis einschließlich Dienstag wechselhaft und mit einer regen Schauerneigung ist zu rechnen, welche über dem Süden und Westen höher als über dem Norden und Osten einzustufen ist. Ab Mittwoch setzt sich über Deutschland ein Zwischenhoch durch und sorgt bis einschließlich Freitag für eine abklingende Niederschlagsaktivität bei einer zunehmenden Sonnenscheindauer. Die Temperaturen liegen anfangs noch zwischen +14 bis +18 Grad und können bis zum Freitag auf +15 bis +20 Grad und örtlich bis +22 Grad ansteigen.

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Entscheidend: Wo positioniert sich das Hoch?

Sowohl das amerikanische, als auch europäische Wettermodell berechnet zum letzten Septemberdrittel eine Veränderung der Großwetterlage. Die Tiefdruckaktivität verlagert sich von Skandinavien weiter nach Westen in Richtung England und Island, während sich zeitgleich über dem Bereich von Skandinavien und dem westlichen Russland ein Hochdrucksystem aufbauen kann. In Folge daraus können sich drei unterschiedliche Wettervarianten ergeben.

  • In der ersten Variante positioniert sich das Hoch direkt über Skandinavien und baut nach Süden eine Hochdruckverbindung zum Mittelmeerhoch auf. Das blockiert die atlantische Frontalzone auf dem Atlantik und lässt die Tiefdrucksysteme nach Süden in Richtung der Azoren abtropfen. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden im letzten Septemberdrittel weitgehend in den Einflussbereich einer warmen und südlich ausgerichteten Grundströmung gelangen, wobei die Niederschlagsneigung als schwach bis leicht erhöht bewertet werden kann.
  • Eine zweite Variante ergibt sich ebenfalls mit einem Hoch über Skandinavien, allerdings mit dem Unterschied, als dass sich eine Hochdruckachse bis zur Mittelmeerregion ausbilden kann. Das Hoch liegt quasi autark über dem skandinavischen Raum. Das bietet der atlantischen Frontalzone mehr Spielraum sich nach Osten auszudehnen und das Hoch zu unterwandern. In Folge daraus würde Deutschland, Österreich und die Schweiz zeitweilig von Tiefdrucksystemen beeinflusst werden können, während die Temperaturen im mäßig warmen bis in dem für die Jahreszeit typischen Bereich belassen kann.
  • Die dritte Option ergibt sich mit einem Tiefdruckkomplex über England und einer Hochdruckzone, welche sich von den Azoren quer über Mitteleuropa bis über das westliche Russland erstrecken kann. Eine klassische Südwestwetterlage könnte sich hieraus entwickeln, bei der der Wettercharakter als wechselhaft und die Temperaturen Jahreszeit typisch zu bewerten wären.

Kontrollläufe bestätigen Aufwärtstrend

Die Sensation hält sich in Grenzen. So liegt das aktuelle Temperaturspektrum mit einer Abweichung von 1 bis 5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert im zu kühlen Bereich. Ab dem 21. September normalisiert sich das Temperaturspektrum und liegt mit seinem Mittelwert zwischen +17 bis +19 Grad (aktuell: +14 bis +15 Grad). Die Niederschlagsberechnung zeigt in der letzten Septemberdekade nur schwache Signale. Mit anderen Worten ist hin und wieder mit etwas Niederschlag bei Jahreszeit typischen Temperaturen zu rechnen.

Diagramm Temperaturen im September 2017 vom 16.09.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im September 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetterausblick auf den Herbst und Winter 2017/18

Der Wettertrend für den Herbst ist nach der aktuellen Wetterprognose des Langfristmodells relativ klar. Der September hat eine hohe Wahrscheinlichkeit normal, mit der Tendenz leicht zu kühl auszufallen. Der Oktober und der November wird mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal bis leicht zu warm ausfallen. Unterm "Strich" ist nach diesen Berechnungen mit einem normalen Wetter im Herbst 2017 zu rechnen.

Für die Wintermonate von Dezember bis einschließlich Februar bleibt das Langfristmodell seiner Linie treu und berechnet eine Abweichung der Temperaturen in einem Spektrum von -0,5 bis +3 Grad im zu warmen Bereich. Einzig der Dezember 2017 könnte zum heutigen Stand mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad als "kältester" Wintermonat der Saison durchgehen.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 16.09.2017

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