Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 14.09.2017 - Verändert sich die Großwetterlage?

Der Herbst macht sich breit. So sind heute über den südlichen Landesteilen teils ergiebige Regenfälle zu erwarten, was in manchen Regionen die Unwetterkriterien erfüllen kann (Unwetterwarnungen | Warnlagenbericht). Darüber hinaus ist von Freitag bis einschließlich Dienstag mit einem wechselhaften und zu Schauern neigenden Wettercharakter zu rechnen. Die Temperaturen pendeln sich mit +14 bis +18 Grad ebenfalls in den herbstlichen Bereich ein. Erst zur Wochenmitte zeigt sich mit einem Hoch über den Alpen der Trend zur Wetterbesserung - mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Septemberwetter.

Großwetterlage ist herbstlich

Schaut man sich die Entwicklung der Großwetterlage der kommenden Tage an, so liegt über Skandinavien ein Tiefdruckkomplex, während zeitgleich auf dem Atlantik das Azorenhoch nach Norden in Richtung Island aufkeilt. Würde diese Wetterlage im Winter eintreten, so wäre in den kommenden Tagen mit vielen kräftigen Schneefällen zu rechnen. Im Herbst bedeutet das aber ein Wechselspiel aus Sonne, Wolken und Schauern - wobei die Schauer und Wolken überwiegen.

Großwetterlage versucht sich zu verändern

Das skandinavische Tiefdrucksystem kann sich nicht lange halten und gleichzeitig baut sich im Verlauf der neuen Septemberwoche ein Hochdruckkeil über Mitteleuropa bis nach Skandinavien auf. Die herannahenden Tiefdruckgebiete auf dem Atlantik sorgen über Deutschland, Österreich und der Schweiz für eine südwestlich orientierte Grundströmung, was die Niederschlagsneigung abklingen und die Temperaturen weiter ansteigen lassen kann. Simuliert werden vom amerikanischen Wettermodell bspw. für den 21. September Tageswerte zwischen +20 bis +25 Grad.

Blickt man bis auf den Juni zurück, so fällt auf, dass es immer wieder Ansätze für die Entwicklung einer stabilen Wetterlage gab. Die Tiefdruckdynamik war aber so stark, was den Aufbau eines Hochdrucksystems unterbunden hatte. Ein Auf und Ab bei einem durchwachsenen Wettercharakter war das Ergebnis daraus. Diese Wetterentwicklung wird auch vom amerikanischen Wettermodell heute favorisiert. Die Tiefdruckrinne verläuft von Neufundland über Island, England bis nach Skandinavien, was das Hochdrucksystem in eine passive Rolle zwängt. In Folge daraus ist nach diesen Berechnungen im Zeitraum vom 22. bis 27. September von Süd nach Nord mit einer leicht ansteigenden Niederschlagsneigung zu rechnen und die Temperaturen könnten auf +14 bis +18 Grad zurückgehen (mit etwas Sonnenschein zwischendurch sind auch bis +20 Grad möglich).

Kontrollläufe: Chancen auf eine Veränderung der Großwetterlage bleiben erhalten

Blickt man auf die Berechnungen der Kontrollläufe, so wird schnell klar, dass die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells keinesfalls schon gesetzt und als sicher gelten. Vielmehr wird es sich im Verlauf der kommenden Woche entscheiden, ob sich das Hochdrucksystem durchsetzen kann, oder ob es zu einer "weder Fisch noch Fleisch" Wetterlage kommt, bei der Deutschland zwischen den Fronten liegt. Das Temperaturspektrum liegt im letzten Septemberdrittel mit seinem Mittelwert von meist +17 Grad deutlich höher als im zweiten (+15 Grad) und die Niederschlagsberechnungen sind über dem Norden höher, als über dem Süden einzustufen. Mit anderen Worten zusammengefasst stehen die Chancen auf eine Normalisierung des Wetters in der letzten Septemberdekade hoch.

Diagramm Temperaturen im September 2017 vom 14.09.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im September 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Wie wird das Wetter im Herbst und Winter?

Der September hat das Potential dazu, normal bis leicht zu kühl auszufallen. Betrachtet man die aktuelle Wetterprognose des Langfristmodells für die verbleibenden Herbstmonate Oktober und November, so könnten diese mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert normal bis leicht zu warm ausfallen. Im Niederschlagsverhalten fällt der September etwas zu nass und der Oktober und November weitgehend normal gegenüber den Sollwerten aus. Kumuliert man alle Herbstmonate, so ergibt sich nach diesen Berechnungen zum heutigen Stand ein normales Wetter im Herbst 2017, welcher im Trend leicht zu nass ausfallen kann.

Winter 2017/18

Für die Winterprognose bleibt der Wettertrend des Langfristmodells gegenüber den letzten Wochen nahezu unverändert. So wird der Dezember mit einer Abweichung gegenüber dem vieljährigen Mittelwert von -0,5 bis +2 Grad noch als "kältester" Wintermonat berechnet, denn der Januar und Februar 2018 haben zum heutigen Stand eine Abweichung von +1 bis +3 Grad vorzuweisen. In Summe ergibt sich mit +1 bis +2 Grad zu warmer Temperaturverlauf im Winter. Die Niederschlagsneigung ist über die Wintermonate durchweg als erhöht einzustufen.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 14.09.2017

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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