Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 12.09.2017 - Altweibersommer sieht anders aus

Die Auswertungen vom ersten Septemberdrittel liegen vor und zeigen aktuell einen leicht zu warmen Temperaturüberschuss gegenüber dem langjährigen Mittelwert von rund +0,47 Grad. Das wird sich in den kommenden Tagen aber drastisch verändern können. Denn mit Hilfe eines Tiefdrucksystems zwischen der Nord- und Ostsee wird am Mittwoch nicht nur der erste Herbststurm, sondern auch Rückseitig die Zufuhr kühlerer Luftmassen ermöglicht, was die Temperaturen auf +13 bis +18 Grad zurückgehen lassen kann und bei länger andauerndem Regen sind nach der aktuellen Wettervorhersage für September auch Werte von unter +10 Grad nicht auszuschließen.

Zweite Septemberdekade zu kühl

Im Zeitraum vom 12. bis 20. September gehen die Chancen für einen Altweibersommer mit warmen Temperaturen und einem trockenen Wettercharakter gegen Null. Verantwortlich hierfür ist ein Tiefdruckzentrum über Skandinavien, welches sich nur sehr langsam über Finnland und die Barentssee nach Nordosten verabschiedet. Gleichzeitig aber dehnt sich das Azorenhoch westlich von Mitteleuropa nach Norden aus, was Deutschland, Österreich und die Schweiz in den Einflussbereich eines nördlich ausgerichteten Strömungsmuster bringt.

In Folge daraus ist bis zum 20. September ein wechselhafter und zu Schauern neigender Wettercharakter zu erwarten, bei dem sich die Temperaturen mit +13 bis +18 Grad kaum verändern werden.

Herbstlich im letzten Septemberdrittel

Chancen auf einen stabilen Wettercharakter zeigen sich zum Beginn der letzten Septemberdekade. Das Azorenhoch kann den Hochdruckkeil nach Norden nicht aufrecht erhalten und kippt zum 20. September nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells über Mitteleuropa weg. So besteht im Zeitraum vom 20. bis 23. September die höchste Wahrscheinlichkeit für ein paar trockene Tage. Darüber hinaus wird die Rückkehr zum alten Strömungsmuster simuliert. Das Hochdruckgebiet kann sich nicht über Mitteleuropa behaupten und wird durch eine erhöhte Tiefdruckaktivität verdrängt. So wäre bei einem wechselhaften und relativ kühlen Wettercharakter auch das letzte Septemberdrittel als herbstlich zu bewerten.

Wie aber stehen die Chancen auf den Altweibersommer?

Es gibt sie noch, die Varianten, welche mit der Verlagerung des Hochdrucksystems über Mitteleuropa im gleichen Zeitraum hohen Luftdruck über dem skandinavischen Raum entstehen lassen können. Sollte dies gelingen, so wäre der das ein typischer Wettercharakter, welcher den Kriterien des Altweibersommers gerecht wird.

Schaut man sich die Kontrollläufe an, so wird die zweite Septemberdekade zu kühl berechnet. Die Tageswerte liegen etwa um 2 bis 5 Grad unter dem, was für die Jahreszeit typisch wäre. Im letzten Septemberdrittel zeigt sich eine langsame Erwärmung in den Jahreszeit typischen Bereich, zeigt aber zugleich, dass die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells zu negativ und somit als "kalter Ausreiser" einzuordnen sind. Schaut man sich die Niederschlagsentwicklung im Zeitraum vom 20. bis 27. September an, so zeigt sich sowohl über dem Norden, als auch über dem Süden eine leicht bis mäßig erhöhte Niederschlagsneigung.
Mit anderen Worten: ein Skandinavienhoch ist im letzten Septemberdrittel zum heutigen Stand nicht auszuschließen, aber wenig wahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher ist, als dass sich der herbstliche Wettercharakter weiterhin durchsetzen kann.

Diagramm Temperaturen im September 2017 vom 12.09.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im September 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristprognose für den Herbst und Winter

Es bleibt dabei, der September hat das "Zeug" dazu ein normaler bis leicht zu kühler Monat zu werden. Das ist nach einem zu warmen Sommer gar nicht so ungewöhnlich. So waren die Septembermonate in 2015, 2010, 2008 und 2007 gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu kalt ausgefallen. Dennoch: der September 2016 war einer der viertwärmsten Septembermonate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen von 1881 und so zeigt sich, wie unterschiedlich die Septembermonate ausfallen können.

Das Langfristmodell berechnet in seiner heutigen Wettervorhersage den September 2017 mit einer Abweichung von -2 bis +0,5 Grad gegenüber dem vieljährigen Mittelwert zu kühl bei einer erhöhten Niederschlagserwartung.
Der Oktober 2017 soll demnach mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad normal (im Trend leicht zu warm) und unauffällig im Niederschlagsverhalten ausfallen.
Der November 2017 wird mit einer Differenz von -0,5 bis +1 Grad normal bis leicht zu warm bei einer leicht erhöhten Niederschlagsaktivität simuliert.
Rechnet man alle drei Herbstmonate zusammen, so ist zum heutigen Stand mit einem "normalen" Herbstwetter 2017 zu rechnen.

Die Winterprognose 2017 des Langfristmodells verändert sich kaum. So soll der Dezember 2017 mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad zu warm, der Januar 2018 mit +1 bis +3 Grad deutlich zu warm und der Februar 2018 mit +2 bis +3 Grad (im Trend bis zu +4 Grad) überdurchschnittlich zu warm ausfallen. Dabei zeigen alle drei Wintermonate eine erhöhte Niederschlagsaktivität gegenüber dem Sollwert auf.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 12.09.2017

Kühler Herbst warmer Winter? Warum nicht - und ob die Berechnungen hinsichtlich eines deutlich zu warmen Winters auch so eintreffen werden, wird sich in den kommenden Wochen erst noch zeigen müssen. Das Strömungsmuster ist jedenfalls frühzeitig verändert, so dass ein gleiches Winterwetter wie in den Jahren zuvor wenig wahrscheinlich ist.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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