Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2017/2018 aktueller Wettertrend vom 28.08.2017 - Was folgt dem Temperatursturz Anfang September nach?

In den kommenden Tagen wird es zunächst heiß, bevor mit turbulenten und teils auch unwetterartigen Wetterereignissen die sommerliche Hitze zum Ende August beendet wird. Anfang September setzt sich der teils noch aktive Wettercharakter durch, beruhigt sich dann aber allmählich. Die Temperaturen aber sinken spürbar ab und erreichen am 30. August über Süddeutschland noch örtlich die +30 Grad Marke, wenngleich am 1. September kaum mehr die +20 Grad Linie überschritten wird. Kräftige Regengüsse und Gewitter sind im Zeitraum vom 31. August bis 1. September im Schwerpunkt über dem Südosten von Deutschland zu erwarten.

Viel Niederschlag bis in den September hinein

Schaut man sich die aktuellen Niederschlagsprognosen der Wettermodelle an, so werden bis zum 2. September über dem Nordwesten 20 bis 40 l/m² und etwa südlich der Linie Stuttgart und Dresden 20 bis 60 l/m² und örtlich bis 90 l/m² berechnet. Dazwischen sind mit 1 bis 10 l/m² deutlich weniger Niederschläge zu erwarten.

Es deutet sich aber schon in der aktuellen Wettervorhersage für den September 2017 an: lange halten wird sich wohl auch dieses Mal der tiefe Luftdruck nicht. Nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz zum 4. und 5. September in den Einflussbereich eines schwachgradientigen Hochdruckumfeldes, was die Niederschlagsneigung abklingen und die Temperaturen mit +19 bis +24 Grad auf ein Jahreszeit typisches Niveau ansteigen lassen kann.

Stabiles Hochdrucksystem in den ersten Herbsttagen?

Die Ansätze sind in den Simulationen der Wettermodelle weiterhin zu erkennen, ob daraus aber letztlich eine stabile Wetterlage entstehen kann, hängt auch ganz stark davon ab wie kräftig das Hochdrucksystem in seiner Struktur werden kann. Die gängigste Variante für den Hochdruckaufbau ist derzeit eine Hochdruckbrücke quer über Mitteleuropa bis über das westliche Russland, was die Tiefdruckaktivität im Zeitraum vom 4. bis 8. September weitestgehend von Deutschland fernhalten könnte.

Allerdings verlagert sich das Hochdruckgebiet nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells bis zum 8. September weiter nach Osten, was den Tiefdruckeinfluss vom Atlantik her wieder erhöhen, aber gelichzeitig auch wärmere Luftmassen auf seiner Vorderseite nach Deutschland führen kann. Klassisches Herbstwetter sieht definitiv anders aus und das Resümee aus den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells ist eine Fortsetzung des durchwachsenen Sommerwetter 2017 bei einem Auf und Ab der Temperaturen auf einem anderen Niveau.

Das europäische Wettermodell ist da etwas "konsequenter" und berechnet das Hochdrucksystem nicht in Form einer Hochdruckbrücke quer über Mitteleuropa, sondern simuliert es zum 4. September über Skandinavien, welches sich dort im weiteren Verlauf weiter stabilisieren kann. Das ist nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Herbst meist ein Garant für eine stabile Wetterlage und man wird sehen müssen, wie sich ein mögliches Skandinavienhoch entwickeln oder gar durchsetzen kann.

Kontrollläufe: Hochdrucksystem hat seine Chancen

Ohne Zweifel, der Hochsommer ist mit dem August beendet und wird wohl in diesem Jahr mit Werten von über +30 Grad auch nicht mehr auftreten können. Die Kontrollläufe bestätigen den "Temperatursturz" um 7 bis 11 Grad zum Herbstbeginn auf ein Jahreszeit typisches Niveau. So liegt das Temperaturspektrum mit seinem Mittelwert vom 1. bis 4. September zwischen +17 bis +20 Grad und vom 5. bis 10. September zwischen +19 bis +22 Grad - zum Vergleich: am 30. August liegt der Mittelwert über dem Norden bei +21 Grad und über dem Süden bei +28 Grad.

Interessant aber ob sich ein herbstliches Hochdrucksystem durchsetzen kann oder nicht, ist die Niederschlagsbewertung der Kontrollläufe und auch hier gibt es keine eindeutigen Signale. Zwar wird der Zeitraum vom 4. bis 8. September mit einer sehr schwachen Niederschlagserwartung berechnet, steigt darüber hinaus aber in den leicht erhöhten Bereich an. Mit anderen Worten sieht eine stabile Wetterlage anders aus, die Ansätze sind aber vorhanden und man muss noch abwarten, wie sich das Hoch in den kommenden Tagen entwickeln mag.

Diagramm Temperaturen im September 2017 vom 28.08.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im September 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Wettertrend Herbst 2017

Das eine stabile und langanhaltende Hochdruckperiode im ersten Herbstmonat noch eine Relevanz hat, zeigt das Langfristmodell mit einer weitgehend unauffälligen Niederschlagssimulation gegenüber dem Sollwert, welcher im Oktober 2017 auch leicht negativ (zu trocken) ausfallen kann. Erst im letzten Herbstmonat - dem November - zeigt sich wieder eine ansteigende Niederschlagstendenz.
Bei den Temperaturen zeigt sich der September und auch Oktober über dem Norden von Deutschland mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -1 bis +0,5 Grad im Wettertrend leicht zu kühl, sonst sind mit einer Differenz von -0,5 bis +0,5 Grad eine normale und im Trend mit +1 Grad eine leicht zu warme Temperaturentwicklung möglich. Für November liegt die Abweichung mit -0,5 bis +1 Grad im allgemein leicht positiven Trend.

Wettertrend Winter 2017/2018

Für das Winterwetter berechnet das Langfristmodell von Dezember 2017 bis Februar 2018 mit einer Abweichung von -0,5 bis +2 Grad eine durchgängig zu warme Temperaturentwicklung, wobei der Dezember mit einer Differenz von -0,5 bis +1 Grad noch der "kälteste" Wintermonat sein kann. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich - ebenfalls durchgängig - eine leicht positive Entwicklung (zu nass). Fällt der Winter damit erneut zu warm aus? Die Wahrscheinlichkeiten sind hoch, doch handelt es sich beim Langfristmodell um Berechnungen, welche sich in den kommenden Wochen und Monaten erfahrungsgemäß noch in die eine oder andere Richtung ändern können.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 28.08.2017

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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