Wetter Winter 2017 - Wetterprognose vom 17. Februar, Aktualisierung 20:46 Uhr

Ein Hochdrucksystem verlagert sich bis zum 24. Februar vom kanadischen Raum in Richtung Polregion und sorgt für einen Rücktransport des aktiven Kältepols von der Barentssee/Karasee in Richtung Grönland und Kanada. In Folge dessen nimmt die Tiefdruckaktivität aufgrund der Temperaturgegensätze auf dem Atlantik zu, so dass ein Tiefdrucksystem nach dem anderen in Richtung Mitteleuropa entsendet werden kann.

So wird der Zeitraum vom 20./25. Februar von den Wettermodellen als eine aktiv-dynamische Wetterphase berechnet, bei der Starkwindereignisse durchaus wahrscheinlich sind. Zudem können im Zeitraum vom 24./26. Februar auf der Rückseite eines nach Osten abziehenden Tiefdrucksystems in der Höhe kältere Luftmassen nach Deutschland geführt werden, was Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer teils bis in tiefere Lagen ermöglicht, wobei die kurzzeitige Ausbildung einer Schneedecke oberhalb etwa 500-700 Meter nicht auszuschließen ist. Mit "richtigen" Winterwetter hat das aber weniger etwas gemeinsam, da bereits zum 27./28. Februar ein Hochdrucksystem nachrückt und sich über dem östlichen Europa positionieren kann. In Folge daraus gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz in ein südwestlich orientiertes Strömungsmuster, welches wieder mildere Luftmassen heranführen kann.

Langweilig wird es aus Wettersicht im letzten Februar-Drittel wohl nicht werden und es sieht so aus, als ob der Winter nochmal alles an Wetter von Sturm, über Regen und Schnee bis hin zu Gewittern aufbieten könnte. Das typische Auf und Ab (milde Vorderseite, kühle Rückseite) zeigt sich auch mehrheitlich in den Kontrollläufen. Aber nicht nur das, sondern auch die Niederschlagsentwicklung kann als mäßig hoch eingestuft werden. Schaut man die Niederschlagsberechnung an, so werden bis Ende Februar verbreitet 15-30 l/m² simuliert, wobei über dem Norden auf 30-45 l/m² und in entsprechenden Staulagen bis 50 l/m² berechnet werden, während über entsprechenden Lee-Gebieten (Regenschattenseite) mit 7-15 l/m² deutlich weniger an Niederschlag möglich sein kann. Das wird aber wohl nicht ausreichen, um das bisherige Niederschlagsdefizit im Februar auszugleichen.

Welches Wetter wäre Anfang März möglich? Die Kontrollläufe sind heute Abend insgesamt in ihren Berechnungen etwas kälter geworden. So liegen Verhältnisse von zu kalt (< 0) / normal (+1/+6) / zu warm (>+7) am 1. März bei 10/20/70 und am 4. März bei 20/60/20. Anders formuliert geht der Temperaturtrend Anfang März klar in Richtung Jahreszeit-typische Werte bei einer leicht erhöhten Niederschlagsneigung.
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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,31 +0,84 -0,24 694 l/m² - etwas zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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