Ein Hochdrucksystem verlagert sich bis zum 24. Februar vom kanadischen Raum in Richtung Polregion und sorgt für einen Rücktransport des aktiven Kältepols von der Barentssee/Karasee in Richtung Grönland und Kanada. In Folge dessen nimmt die Tiefdruckaktivität aufgrund der Temperaturgegensätze auf dem Atlantik zu, so dass ein Tiefdrucksystem nach dem anderen in Richtung Mitteleuropa entsendet werden kann.

So wird der Zeitraum vom 20./25. Februar von den Wettermodellen als eine aktiv-dynamische Wetterphase berechnet, bei der Starkwindereignisse durchaus wahrscheinlich sind. Zudem können im Zeitraum vom 24./26. Februar auf der Rückseite eines nach Osten abziehenden Tiefdrucksystems in der Höhe kältere Luftmassen nach Deutschland geführt werden, was Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer teils bis in tiefere Lagen ermöglicht, wobei die kurzzeitige Ausbildung einer Schneedecke oberhalb etwa 500-700 Meter nicht auszuschließen ist. Mit "richtigen" Winterwetter hat das aber weniger etwas gemeinsam, da bereits zum 27./28. Februar ein Hochdrucksystem nachrückt und sich über dem östlichen Europa positionieren kann. In Folge daraus gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz in ein südwestlich orientiertes Strömungsmuster, welches wieder mildere Luftmassen heranführen kann.

Langweilig wird es aus Wettersicht im letzten Februar-Drittel wohl nicht werden und es sieht so aus, als ob der Winter nochmal alles an Wetter von Sturm, über Regen und Schnee bis hin zu Gewittern aufbieten könnte. Das typische Auf und Ab (milde Vorderseite, kühle Rückseite) zeigt sich auch mehrheitlich in den Kontrollläufen. Aber nicht nur das, sondern auch die Niederschlagsentwicklung kann als mäßig hoch eingestuft werden. Schaut man die Niederschlagsberechnung an, so werden bis Ende Februar verbreitet 15-30 l/m² simuliert, wobei über dem Norden auf 30-45 l/m² und in entsprechenden Staulagen bis 50 l/m² berechnet werden, während über entsprechenden Lee-Gebieten (Regenschattenseite) mit 7-15 l/m² deutlich weniger an Niederschlag möglich sein kann. Das wird aber wohl nicht ausreichen, um das bisherige Niederschlagsdefizit im Februar auszugleichen.

Welches Wetter wäre Anfang März möglich? Die Kontrollläufe sind heute Abend insgesamt in ihren Berechnungen etwas kälter geworden. So liegen Verhältnisse von zu kalt (< 0) / normal (+1/+6) / zu warm (>+7) am 1. März bei 10/20/70 und am 4. März bei 20/60/20. Anders formuliert geht der Temperaturtrend Anfang März klar in Richtung Jahreszeit-typische Werte bei einer leicht erhöhten Niederschlagsneigung.

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