Das amerikanische Wettermodell berechnete heute Nachmittag und auch heute Abend Varianten, welche zum aktuellen Stand drei wesentliche Wetterentwicklungen im letzten Februar-Drittel zulassen könnten. Allen drei Varianten gemein ist, dass eine Veränderung der Großwetterlage bevorsteht - ob diese aber nachhaltig sein wird, bleibt abzuwarten.

In der ersten Variante zeigt sich das Hochdrucksystem über den Azoren in einer flachen Position und erstreckt sich von den Azoren bis über die Mittelmeerregion. Zur gleichen Zeit setzt sich über dem skandinavischen Raum die atlantische Frontalzone durch und positioniert sich dort mit seinem "Zentraltief". Nachfolgend verläuft die dazugehörige Tiefdruckrinne von Neufundland über Island bis nach Skandinavien. Das Strömungsmuster entspricht der einer Westwetterlage und "dank" der flachen Ausrichtung des Hochdrucksystems erhöht sich das Potential für Starkwindereignisse im Zeitraum vom 18./25. Februar.

Ob es aber letztlich dazu kommen mag, hängt entscheidend von der Hochdruckposition ab. Liegt der Hochdruckkeil des Azorenhochs in Richtung Mittelmeer nur etwas nördlicher, so kann das gesamte System in eine Südwestwetterlage übergehen, bei der sich das Hochdrucksystem über, bzw. in Richtung Mitteleuropa positioniert. Statt mäßig mild, unbeständig und windig, wäre es in dieser Variante bei einer schwachen Niederschlagsneigung mild bis warm bei insgesamt windarmen Wetterverhältnissen.

Die dritte Variante ist ganz typisch für einen Wetterumschwung. Zunächst einmal "rauscht" die Westwindzirkulation über Mitteleuropa hinweg. Dabei "wagt" sich die atlantische Frontalzone zu weit nach Osten vor, so dass dem Azorenhoch die Möglichkeit geboten wird, sich in Richtung Island/Grönland nach Norden auszudehnen. Das Strömungsmuster meridionalisiert nach Frontendurchgang und auf der Rückseite können sich entsprechend kühlere Wetterbedingungen einstellen. Die Wahrscheinlichkeiten auf Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer teils bis in tiefere Lagen wäre in dieser Variante noch am höchsten einzustufen. Nicht selten kippt aber der Hochdruckkeil des Azorenhochs rasch nach Osten weg und eröffnet von neuem das Spiel um eine westlich orientierte Großwetterlage.

Abwechslungsreich wären also alle drei Varianten, was sich auch an der Niederschlagsprognose der Kontrollläufe bestätigt. So ist im Zeitraum vom 18./28. Februar mit einer leicht erhöhten bis mäßigen Niederschlagserwartung zu rechnen. Schaut man auf die Simulation der Gesamtniederschlagsmenge, so zeigt sich im letzten Februar-Drittel eine leichte Entspannung der bisher deutlich zu trockenen Witterung - berechnet werden Niederschlagssummen welche im Bereich zwischen 20-40 l/m², örtlich bis 40-80 l/m² liegen können. Ob dadurch das bis dato erreiche Niederschlagsdefizit ausgeglichen werden kann, bleibt allerdings fraglich.

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