Das amerikanische Wettermodell bestätigte in seinen Berechnungen von heute Nachmittag und auch heute Abend die Simulation vom Morgen. Das Hochdrucksystems über Skandinavien dominiert das Wetter im Zeitraum vom 6./12. Februar über Deutschland mit höherer Wahrscheinlichkeit. Dabei werden zunächst über dem Nordosten und zum 9. Februar auch über dem Südwesten kältere Luftmassen herangeführt, welche im Zeitraum vom 6./12. Februar etwa östlich der Linie Hamburg - Dresden für Dauerfrost sorgen können, während es westlich davon mit +0/+4 Grad und über dem Südwesten bis +6 Grad milder bleiben kann.

Etwas Schneefall ist vor allem über den Gebieten etwa nördlich der Mittelgebirge möglich, während über Süddeutschland die Schneefallgrenze meist zwischen 500-800 Meter herum schwanken kann. Viel an Niederschlag ist im Zeitraum vom 6./12. Februar aber nicht zu erwarten. Wenn Schnee fallen und auch liegen bleiben sollte, so wäre bis zum 11./12. Februar über dem Norden und Nordosten mit einer Schneedecke von 0,5-4 cm zu rechnen.

Im Zeitraum darüber hinaus berechnet das amerikanische Wettermodell eine erneute "Patt-Situation" der Wettefornten. Das Hochdrucksystem kommt aufgrund eines kräftigen Tiefdrucksystems bei Island nicht weiter nach Westen voran. Stattdessen drängt das Tiefdrucksystem das Hoch weiter nach Osten zurück, was Deutschland, Österreich und die Schweiz zwischen die Fronten beider Wettersysteme bringt. In Folge dessen könnte die Anströmung der Luftmassen vom 12./16. Februar aus südlichen Richtungen erfolgen. Der "Brückenschlag" des Skandinavienhochs zum Azorenhoch, wie er noch heute Nachmittag berechnet wurde, wird heute Abend zu einem späteren Zeitpunkt in einer anderen Konstellation simuliert. Das Kontinentalhoch versucht es ein zweites Mal sich im Zeitraum vom 16./19. Februar in Richtung Skandinavien durchzusetzen und dieses Mal gelingt - zumindest in der Simulation - auch der Brückenschlag zum Azorenhoch, so dass der Winter im letzten Februar-Drittel noch immer nicht zu den Akten gelegt werden kann.

Der AO-Index wird zunehmend einheitlich negativ berechnet und erreicht seinen Minimalwert voraussichtlich zum Beginn des zweiten Februar-Drittels. Das Minimum der Berechnung liegt in etwa in dem Bereich, wie sie im Oktober, bzw. auch im November 2016 vorherrschend waren. Der NAO-Index bleibt indes weitgehend im positiven Bereich, was die oben beschriebene Wetterlage im zweiten Februar-Drittel auch aus dieser Sicht plausibel macht. Vergleicht man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-2) / normal (-1/+4) / zu warm (>+5) gegenüber heute Nachmittag, so liegen diese am 14. Februar bei 30/30/40 (heute Nachmittag: 40/35/25) und am 19. Februar bei 30/45/25 (heute Nachmittag: 25/45/30). Das schwankt noch hin und her und zeigt wie sehr die Wetterentwicklung im zweiten Februar-Drittel von der Präsenz des Hochdrucksystems abhängig sein könnte.

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