Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2016/2017 - Wettertrend vom 27. Januar

Die Wetterprognose für Anfang Februar bleibt mild bei einer schwachen Niederschlagsneigung. So zeigt sich - wie bereits in den letzten Tagen - das Hochdrucksystem zunächst zäher als angenommen und beeinflusst das Wetter über Deutschland wohl auch noch in den ersten Februar-Tagen, wobei die Temperaturen stetig ansteigen. So wurden bereits heute schon über dem Westen Werte zwischen +4/+10 Grad registriert und die Milderung wird sich auch Anfang Februar wohl noch weiter nach Osten durchsetzen können.

So stehen sich Anfang Februar zwei Wettersysteme gegenüber: die Frontalzone auf dem Atlantik und das Hochdrucksystem über dem Osten. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen somit zwischen den Fronten, was mit der südlichen Anströmung mildere Luftmassen heranführen kann - über dem Westen etwas mehr, als über dem Osten. Ob und wie viel aber an Niederschlag zu erwarten ist, hängt ganz davon ab, wie sich die Systeme zueinander im Detail positionieren werden - nach den Berechnungen von heute Nachmittag zeigt sich bis zum 3. Februar eine sog. Patt-Situation und erst darüber hinaus zeigt das Vorankommen der atlantischen Frontalzone in Richtung Osten Fortschritte, so dass die Niederschlagsneigung im Zeitraum vom 4./10. Februar eine grundsätzlich ansteigende Tendenz aufweist.

Wird es noch milder werden, oder ist ein Ende der Milderung in Sicht?

Weder noch, das Niveau bleibt nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells auf einem gleichbleibenden Stand. Betrachtet man die Kontrollläufe und deren Mittelwert, so liegt dieser am 4. Februar bei +9 Grad über dem Westen, +6/+7 Grad über dem Norden und Süden und +3 Grad über dem Osten und am 10. Februar bei +4 Grad über dem Osten, sonst bei rund +7 Grad. Und schaut man sich die Entwicklung der Höhentemperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe an, so schwankt das mittlere Niveau zwischen +3 Grad Anfang Februar bis 0 Grad zum Ende des ersten Februar-Drittels. Mit anderen Worten fällt das erste Februar-Drittel gegenüber dem langjährigen Mittelwert wohl zu mild aus, zeigt aber zum Ende des ersten Februar-Drittels eine langsam kühler werdende Tendenz.

Was macht das Warming in Stratosphärenhöhe und wie entwickelt sich der Polarwirbel?

Strömungsmuster Polarwirbel
Das Warming in Stratosphärenhöhe erreicht morgen mit bis +12/+14 Grad sein vorläufigen Höhepunkt wo normalerweise Temperaturen zwischen -80/-70 Grad vorherrschen und ist aktuell als ein sehr kräftiges Minor-Warming zu bezeichnen. Blickt man auf die Berechnung der zonalen Winde in der 10 hPa Fläche entlang des 65. Breitengrades, so wird heute - wenn auch schwach und nur kurzzeitig - eine Strömungsumkehr von West-Ost auf Ost-West berechnet. Die Windgeschwindigkeit betrug vor ein paar Tagen in Stratosphärenhöhe noch +210 km/h und liegt aktuell bei rund +90 km/h und kehrt sich Anfang Februar für kurze Zeit mit -18 km/h in die negative Richtung. Somit wären die Kriterien für ein Major-Warming erfüllt…wenn da nicht die rasche Wiederherstellung und die Position des Kerns über dem sibirischen Raum wäre.
Strömungsmuster Polarwirbel
Anders formuliert: Potential ist da, vor allem in den Simulationen und man wird nun abwarten müssen, wie stark das Warming morgen, bzw. übermorgen tatsächlich ausfallen wird. In der Simulation folgen darüber hinaus noch weitere Warmings nach, erreichen aber mit +8/+10 Grad nicht mehr den Höchstwert von morgen. Schaut man sich den Polarwirbel an, so liegt der aktive Teil zum 5./6. Februar über dem östlichen Kanada und Grönland, während sich von den Aleuten her das Hochdrucksystem bis nach Sibirien vorarbeiten kann. In Folge stützt das die milde Temperaturentwicklung über Mitteleuropa, da die Tiefdruckproduktion auf dem Atlantik bei Neufundland auf "Hochtouren" läuft und ein Tiefdrucksystem nach dem anderen nach Mitteleuropa entsenden kann. Das zeigt, dass selbst mit einem möglichen Major-Warming keinesfalls Winterwetter über Mitteleuropa einstellen muss. Es erhöht lediglich die Wahrscheinlichkeiten für einen Polarwirbelsplit und verläuft dieser von den Aleuten aus bis nach Sibirien, so nützt das den Winterfreunden über Mitteleuropa wenig.

Wie stehen die Chancen auf Winter?

Die Chancen auf winterliche Verhältnisse bis in tiefere Lagen hinab bleiben auch heute in den Simulationen der Wettermodelle im ersten Februar-Drittel schlecht. Abwarten muss man die Intensität und die Auswirkungen des Warmings - hier gibt es noch Spielräume für eine andere Entwicklung der Hochdruckachse durch den Polarwirbel. Wie schnell sich das ändern kann, zeigte das letzte Major-Warming im Januar 2013. Die Wettermodelle simulierten - ganz ähnlich wie jetzt - eine lange Zeit deutlich zu milde Varianten für den Januar, als Anfang Januar sich das Major-Warming durchsetze und in der Polarregion eine andere Achsausrichtung des Hochdrucksystems zur Folge hatte. Binnen weniger Tage schwenkten die Simulation von mild auf Winter um (s. 25. Dezember 2013 | Prognose 2. Januar 2013 | Prognose 11. Januar). Anders wie damals werden heute der NAO- und der AO-Index nicht negativ berechnet und sollte die Entwicklung tatsächlich für Major-Warming reichen, so würden Auswirkungen sich frühestens zum 5./7. Februar bemerkbar machen können. Zusammenfassend: milde Aussichten mit möglichen Überraschungseffekt vom Polarwirbel ausgehend. Man wird sehen müssen, ob das Variantenspektrum der Simulationen der Wettermodelle in den kommenden Tagen wieder zunehmen kann. Die nächste Aktualisierung zum Wetter Winter erfolgt heute Abend gegen 20:45 Uhr.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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