Es zeigte sich schon in den letzten Tagen, dass es die atlantische Frontalzone nicht all zu leicht haben wird, sich gegen das "Hochdruckbollwerk" über dem Osten durchzusetzen. Wenige hundert Kilometer können hierbei entscheidend sein, ob viel Regen oder trockenes Hochdruckwetter vorherrschend sein kann. Heute Nachmittag und auch heute Abend berechnet das amerikanische Wettermodell mehrere Anläufe der atlantischen Frontalzone, bevor diese ab dem 4./5. Februar sich letztlich vollständig gegen das Hochdrucksystem durchsetzen und für die dringend benötigten Niederschläge sorgen kann. Die Simulierten Niederschlagssummen bis einschließlich 4. Februar liegen in den abendlichen Berechnungen zumeist zwischen 1-5 l/m² - viel ist das nicht und gegenüber heute Nachmittag eine Reduzierung.

Aber auch das europäische Wettermodell berechnet die atlantische Frontalzone weiter westlich, so dass deren Frontensysteme allenfalls bis nach England und dem westlichen Skandinavien vorstoßen können. Deutschland wird demnach nur von den Tiefdrucksystem gestreift werden können.

Zwar berechnen beide Wettermodelle noch eine weitgehend trockene Variante bis zum 4. Februar, die Kontrollläufe ziehen da aber nicht mit und berechnen mehrheitlich eine höhere Niederschlagsneigung. Insofern sind in den kommenden Stunden und Tagen noch Veränderungen zu erwarten. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, da Deutschland, Österreich und die Schweiz zwischen den Fronten liegen und wenige hundert Kilometer Positionsverschiebung entscheidend sein können.

Der Niederschlag, bzw. die Position wird aber keinen wesentlichen Einfluss auf die Milderung haben. Denn durch dem Umstand, dass Deutschland zwischen einem Tiefdrucksystem über dem Westen und einem Hochdrucksystem über dem Osten liegt, kommt die Grundströmung aus südlichen Richtungen und führt mildere Luftmassen heran. Vergleicht man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-2) / normal (-1/+4) / zu warm (>+5) gegenüber heute Nachmittag, so liegen diese am 5. Februar bei 0/5/95 (heute Mittag: 0/5/95) und am 10. Februar bei 5/5/90 (heute Mittag: 0/20/80) und weisen nur minimale Veränderungen auf solch einen langen Zeitraum auf. Spielräume gibt es aber noch. So wird bspw. das Aleutenhoch vom amerikanischen Wettermodell mit einer modifizierten Achse berechnet, was den Kaltluftzustrom in Richtung Kanada/Grönland im ersten Februar-Drittel noch abschwächen könnte. Im Fazit und in der Zusammenfassung des heutigen Tages bleiben die winterlichen Aussichten im ersten Februar-Drittel aber äußerst gering.

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