In den Simulationen von heute Abend zeigen sich die Wettermodelle in ihrer Entwicklung wieder einheitlicher und berechnen - wie bereits in den Tagen zuvor - Ende Januar und Anfang Februar eine auf südwestliche bis westliche Richtungen drehende Wetterlage. Dabei wird das bis dato dominierende Hochdrucksystem abgebaut und spielt im Verlauf des ersten Februar-Drittels kaum mehr eine Rolle.

Die Kontrollläufe stützen den milder und unbeständiger werdenden Temperaturtrend im Verlauf des ersten Februar-Drittels. Deutlich zeigt sich der Trend anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-2) / normal (-1/+4) / zu warm (>+5), welche am 3. Februar bei 15/10/75 und am 9. Februar bei 5/15/80 liegen und noch einmal unterstreichen, wie wenig Chancen derzeit winterliche Varianten haben, sich im ersten Februar-Drittel durchzusetzen. Eher sind Temperaturen von bis zu +14 Grad wahrscheinlicher als Temperaturen von -5 Grad.

Aber das Wetter ist bekannt dafür sich manchmal auch sprunghaft zu verändern. Interessant bleibt die Berechnung des europäischen Wettermodells vom Polarwirbel. Hier kann sich im Ansatz zum 2./3. Februar von den Aleuten über die Bering See bis nach Grönland ein Hochdruckgebilde aufbauen, was zumindest den Spielraum für andere Entwicklungsvarianten noch offen hält. Anders das amerikanische Wettermodell, welches weiterhin den aktiven Teil des Polarwirbels über Kanada und Grönland simuliert und damit so gut wie kein Spielraum für andere Entwicklungen eröffnet. Interessant ist auch, dass der AO-Index nun zunehmend im ersten Februar-Drittel im negativen Bereich berechnet wird. Gut möglich also, dass sich in den kommenden Simulationen der Wettermodelle noch andere Varianten zeigen können. Zum Stand von heute Abend deutet aber Anfang vieles auf eine Milderung bis in höhere Lagen hin.

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