Wetter Winter 2016/2017 - Wettervorhersage vom 21. Januar

Die kommenden Tage bis einschließlich Mittwoch verlaufen über dem Süden ruhig, teils mit Sonnenschein, teils aber auch mit zähen Nebel- und Hochnebelfeldern bei Temperaturen, welche überwiegend mit -5/0 Grad im Dauerfrostbereich liegen und in den Nächten auf -12/-7 Grad absinken können. Anders die Situation über dem Gebieten nördlich der Mittelgebirge, wo häufiger starke Bewölkung vorzufinden ist und aus der es ab und an auch leichten Niederschlag - zumeist in Form von Nieselregen, seltener in Form von gefr. Sprühregen oder Schneegriesel- geben kann. Die Temperaturen steigen entlang der Küste tagsüber meist auf +0/+5 Grad, sinken aber in Richtung der Mittelgebirge auf -3/+2 Grad ab, wobei es über dem Westen wärmer als über dem Osten sein kann (s. Wettervorhersage Januar).

Betrachtet man die Großwetterlage am Mittwoch, so erstreckt sich vom nordwestlichen Afrika über Mitteleuropa bis über die Barentssee ein Hochdrucksystem, welches auf seinem östlichen Gradienten kalte Luftmassen nach Süden und auf der westlichen Hochdruckseite milde Luftmassen nach Norden transportiert. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen dabei zwischen den Fronten, was den gradientenschwachen und zu Nebel und Hochnebel neigenden Wettercharakter erklärt.

Im Zeitraum vom 26./31. Januar wird das Hochdrucksystem zunehmend nach Süden und Osten abgedrängt, was Deutschland, Österreich und die Schweiz vermehrt in den Einflussbereich der atlantischen Frontalzone bringt, welche auf ihrer Vorderseite milde Luftmassen aus südwestlichen Richtungen heranführen kann. So ist demnach noch bis zum 29. Januar eine Hochdruckdominanz über Deutschland mit einer geringen Niederschlagswahrscheinlichkeit auszumachen, die Temperaturen steigen stetig an und könnten bis zum 29. Januar über dem Westen Temperaturen zwischen +4/+9 Grad und +0/+4 Grad über dem Osten erreichen. Im Zeitraum vom 29./31. Januar berechnen beide Wettermodelle dann den Durchbruch der atlantischen Frontalzone über Mitteleuropa und beendet die Hochdruckdominanz mit milden Temperaturen, vermehrten Niederschlägen und zunehmenden Wind aus südwestlichen, teils westlichen Richtungen.

Das ist gegenüber den letzten Tagen nichts neues und bestätigt heute den Trend zur Milderung in den letzten Januar-Tagen. Noch deutlicher zeigt sich die Milderung anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-2) / normal (-1/+4) / zu warm (>+5), welche am 31. Januar bei 5/5/90 liegen. Die aktuelle Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert der bereits vergangenen Januar-Tage liegt aktuell bei -1,38 Grad und sollte bis Ende Januar auf eine Abweichung von -0,8/-0,4 Grad ansteigen und letzten Endes doch leicht zu kalt ausfallen können. Der Dezember hatte ein Temperaturüberschuss von +2,1 Grad. Damit der Winter 2016/17 also noch "normal" ausfallen kann, sollte der Februar 2017 ebenfalls leicht zu kalt ausfallen. Wie die Wahrscheinlichkeiten hierzu stehen, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Februar 2017 und gegen 20:45 Uhr erfolgt heute Abend an dieser Stelle ein kurzes Update der Winterprognose.
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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +9,83 +0,85 -0,25 743 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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