Die kommenden Tage bis einschließlich Mittwoch verlaufen über dem Süden ruhig, teils mit Sonnenschein, teils aber auch mit zähen Nebel- und Hochnebelfeldern bei Temperaturen, welche überwiegend mit -5/0 Grad im Dauerfrostbereich liegen und in den Nächten auf -12/-7 Grad absinken können. Anders die Situation über dem Gebieten nördlich der Mittelgebirge, wo häufiger starke Bewölkung vorzufinden ist und aus der es ab und an auch leichten Niederschlag - zumeist in Form von Nieselregen, seltener in Form von gefr. Sprühregen oder Schneegriesel- geben kann. Die Temperaturen steigen entlang der Küste tagsüber meist auf +0/+5 Grad, sinken aber in Richtung der Mittelgebirge auf -3/+2 Grad ab, wobei es über dem Westen wärmer als über dem Osten sein kann (s. Wettervorhersage Januar).

Betrachtet man die Großwetterlage am Mittwoch, so erstreckt sich vom nordwestlichen Afrika über Mitteleuropa bis über die Barentssee ein Hochdrucksystem, welches auf seinem östlichen Gradienten kalte Luftmassen nach Süden und auf der westlichen Hochdruckseite milde Luftmassen nach Norden transportiert. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen dabei zwischen den Fronten, was den gradientenschwachen und zu Nebel und Hochnebel neigenden Wettercharakter erklärt.

Im Zeitraum vom 26./31. Januar wird das Hochdrucksystem zunehmend nach Süden und Osten abgedrängt, was Deutschland, Österreich und die Schweiz vermehrt in den Einflussbereich der atlantischen Frontalzone bringt, welche auf ihrer Vorderseite milde Luftmassen aus südwestlichen Richtungen heranführen kann. So ist demnach noch bis zum 29. Januar eine Hochdruckdominanz über Deutschland mit einer geringen Niederschlagswahrscheinlichkeit auszumachen, die Temperaturen steigen stetig an und könnten bis zum 29. Januar über dem Westen Temperaturen zwischen +4/+9 Grad und +0/+4 Grad über dem Osten erreichen. Im Zeitraum vom 29./31. Januar berechnen beide Wettermodelle dann den Durchbruch der atlantischen Frontalzone über Mitteleuropa und beendet die Hochdruckdominanz mit milden Temperaturen, vermehrten Niederschlägen und zunehmenden Wind aus südwestlichen, teils westlichen Richtungen.

Das ist gegenüber den letzten Tagen nichts neues und bestätigt heute den Trend zur Milderung in den letzten Januar-Tagen. Noch deutlicher zeigt sich die Milderung anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-2) / normal (-1/+4) / zu warm (>+5), welche am 31. Januar bei 5/5/90 liegen. Die aktuelle Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert der bereits vergangenen Januar-Tage liegt aktuell bei -1,38 Grad und sollte bis Ende Januar auf eine Abweichung von -0,8/-0,4 Grad ansteigen und letzten Endes doch leicht zu kalt ausfallen können. Der Dezember hatte ein Temperaturüberschuss von +2,1 Grad. Damit der Winter 2016/17 also noch "normal" ausfallen kann, sollte der Februar 2017 ebenfalls leicht zu kalt ausfallen. Wie die Wahrscheinlichkeiten hierzu stehen, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Februar 2017 und gegen 20:45 Uhr erfolgt heute Abend an dieser Stelle ein kurzes Update der Winterprognose.

Anzeige

 

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!