Im Verlauf des Wochenendes und auch zum Start in die neue Woche setzt sich über dem Norden und Nordwesten mit positiven Tageswerten die Milderung weiter durch, während es über dem Süden tagsüber bei leichten und Nachts bei strengem Dauerfrost bleiben kann. Nebelfelder können das bis dahin meist sonnige Wetter über dem Süden ab Sonntag eintrüben - ab den mittleren Lagen bleibt es aber die meiste Zeit über sonnig. Über dem Norden und Osten ist es hingegen häufiger stark bewölkt und gelegentlich ist mit etwas Sprühregen oder Schneegriesel mit örtlicher Glättebildung zu rechnen (s. Wettervorhersage Januar).

Die Wettermodelle berechnet von Dienstag bis zum Freitag eine langsame Verlagerung des Hochdrucksystems von Deutschland weiter nach Osten, was dort im Verbund mit einem Tiefdrucksystem über dem westlichen Russland kalte Luftmassen über das östliche Europa führt. Deutschland, Österreich und die Schweiz verbleiben auf der westlichen Seite des Hochdrucksystems, was langsam mildere Luftmassen heranführt. Die Milderung schreitet von Dienstag bis zum Freitag somit zögerlich nach Osten voran, was im Wochenverlauf über dem Westen zu Temperaturen von +0/+7 Grad und über dem Osten von -3/+1 Grad führen kann - insbesondere in den Nächten ist weiterhin mit Frost zu rechnen. Niederschläge sind etwa westlich der Linie Hamburg - Dresden bis zum Freitag kaum möglich und östlich davon nur gelegentlich und mit 0,2-2 l/m² ist auch dort nicht viel an Niederschlag zu erwarten.

Vom 27./31. Januar schiebt sich von Südwesten her ein Hochdruckkeil des Azorenhochs weiter über die Mittelmeerregion bis über das östliche Europa, was die Grundströmung über Deutschland auf südwestliche Richtungen drehen lassen kann. In Folge dessen ist vom 27./31. Januar auch über Ostdeutschland mit einer Milderung zu rechnen. Wie mild kann es werden? Berechnet werden zum heutigen Stand Werte, welche am 31. Januar zwischen +5/+10 Grad über dem Westen und +1/+4 Grad über dem Osten liegen können.

In der Niederschlagserwartung stimmen beide Wettermodelle darin überein, dass die Niederschlagsneigung ab dem 28. Januar von Westen her zunehmen kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen somit zum Ende des Januar zwischen den Fronten der atlantischen Frontalzone und dem Hochdruckblock über dem östlichen Europa, bzw. westlichen Russland. Mit einer überwiegend südlichen Anströmung der Luftmassen wären in diesem Fall winterliche Wetterentwicklungen weniger wahrscheinlich.

Deutlicher zeigt sich die Milderung in den Kontrollläufen bspw. am 31. Januar mit einem Temperaturspektrum von -8/+12 Grad bei einem Mittelwert von +1 Grad über dem Osten, +5 Grad über dem Norden und Süden und bis +8 Grad über dem Westen. Betrachtet man den aktuellen Temperaturmittelwert, so liegt dieser mit einer Abweichung von -1,33 Grad unter dem langjährigen Mittelwert und könnte nach den aktuellen Berechnungen bis zum Monatsende noch eine Abweichung von -0,8/-0,3 Grad im zu kalten Bereich haben. Mit anderen Worten hat der Januar 2017 durchaus eine hohe Wahrscheinlichkeit zu kalt auszufallen. Ob die Milderung sich auch im Februar durchsetzen wird und welchen Einfluss das Minor-/Major-Warming in Stratosphärenhöhe darauf haben kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Februar 2017. Gegen 20:45 Uhr erfolgt heute Abend an dieser Stelle ein kurzes Update der Winterprognose.

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