Das amerikanische Wettermodell berechnete bereits heute Nachmittag einen Aufstieg des Hochdrucksystems von Mitteleuropa in Richtung Skandinavien zum 24./25. Januar und wiederholte die Berechnung heute Abend und gleicht sich damit der Simulation des europäischen Wettermodells an. In Folge dessen kann kalte Luft über Finnland/Barentssee über das östliche Europa nach Süden abgeleitet werden. Deutschland, Österreich und die Schweiz verbleiben dabei auf der "milden" Westseite des Hochdrucksystems. 1.000 - 2.000 Kilometer machen den Unterschied ob winterlicher Dauerfrost oder Werte zwischen +4/+8 Grad - an sich beim Wetter keine Entfernung - aber eben entscheidend.

Mit anderen Worten bestätigen die Wettermodelle heute Abend die langsame Auflösung der Hochdruckdominanz bis Ende Januar mit nachfolgendem Übergriff der atlantischen Frontalzone in Richtung Mitteleuropa, was letztlich eine Milderung bis in höhere Lagen zur Folge haben und bis Anfang Februar anhaltend sein kann. Winterliche Verhältnisse spielen nach dem 24./25. Januar nach dem Wettermodellen zunächst einmal keine Rolle mehr.

Umso spannender bleibt die Berechnung des mittlerweile sehr kräftigen Minor-Warmings, welches in seiner Struktur sehr dem letzten Minor-Warming mit Übergang Major-Warming vom Januar 2013 ähnelt (Januar 2016). Aber zu diesem Zustand ist es noch ein weiter Weg und wird die Milderung nicht verhindern und frühestens - wenn überhaupt - erst im ersten Februar-Drittel maßgeblich beim Wetter wirksam werden können.

Der AO- und auch NAO-Index werden zunehmend positiv berechnet, was die zonale Zirkulationsstruktur unterstützt und den Hochdruckabbau über Mitteleuropa mit nachfolgender Milderung bis Ende Januar stützt. Kontrollläufe liegen mit ihrem Durchschnittswert vom 26./31. Januar etwa um +4/+7 Grad über dem langjährigen Mittelwert und gleichen sich erst Anfang Februar dem Jahreszeit-typischen Wert wieder an.

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