Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose vom 16. Januar

Die kommenden Tage werden vor allem über der Südhälfte Deutschlands mit mäßigen Dauerfrost tagsüber und strengem Frost in den Nächten tiefwinterlich. Zudem gibt es am heutigen Montag und auch Dienstag vereinzelt noch ein paar Schneefälle südlich der Linie Dresden - Stuttgart, sonst nehmen im Verlauf der Woche die sonnigen Lücken zu und es bleibt verbreitet trocken - mit Ausnahme der Küstenregionen, wo es am Mittwoch und Donnerstag geringfügigen Niederschlag geben kann. Etwas "milder" bleibt es mit -5/0 Grad etwa nördlich der Mittelgebirge, wobei über dem äußersten Westen und entlang der Küste auch leicht positive Tageswerte erreicht werden können (s. Wettervorhersage Januar).

Die Wetterentwicklung kann sich kurzfristig am Donnerstag und Freitag noch ändern, da die Wettermodelle weiterhin unterschiedliche Varianten berechnen. So könnte es auch sein, dass das Niederschlagsband sich am Donnerstag auch bis entlang der Mittelgebirge ausweiten und nördlich der Mittelgebirge für zeitweilige Schneefälle, Eisregen, gefr. Regen, Schneeregen oder nach Norden und Nordwesten einfach nur für Regen sorgen kann.

Wie macht der Winter weiter - setzt sich die Milderung durch? Das amerikanische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 19./23. Januar eine langsame Ostwärtsverlagerung des Hochdruckkeils , was die Grundströmung über Deutschland, Österreich und der Schweiz von östliche auf südöstliche und später auf südliche Richtungen drehen lassen kann. Da dies aber im sog. gradientenschwachen Umfeld geschieht, wird mit Hilfe der Schneedecke und dem Aufklaren in den Nächten die Kälte in tieferen Lagen vor Ort "produziert". Das hat mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum 23. Januar weiterhin verbreitet Dauerfrost zur Folge, welcher sich mit leichten Plusgraden über dem Westen und Norden auch abschwächen kann - in den Nächten ist weiterhin mit mäßigen bis strengem Nachtfrost zu rechnen. Im Zeitraum vom 23./31. Januar kann sich ein Hochdruckkeil des Azorenhochs über die Alpen bis zum Kontinentalhoch über Russland aufbauen. In Folge daraus gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz in eine aus Südwesten kommende Grundströmung, bei der gleichzeitig der Tiefdruckeinfluss von Westen her zunehmen kann. Mit anderen Worten: es wird milder bei einer höheren Niederschlagserwartung. So könnten nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells die Tageshöchstwerte bspw. am 28. Januar über dem Norden zwischen +7/+12 Grad und über dem Süden zwischen +3/+8 Grad liegen. Die Schneefallgrenze kann demnach auf bis zu 2.500 Meter ansteigen, was Tauwetter bis in höhere Lagen zur Folge haben kann. Anders formuliert wird die verbreitet vorhandene Schneedecke vor allem in tieferen und mittleren Lagen ab de 24. Januar rasch abtauen können.

Ganz ähnlich sind die Berechnungen des europäischen Wettermodells, jedoch liegt der Kern des Hochrucksystems vom 19./23. Januar mehr über Deutschland, bzw. Mitteleuropa, was zu einer klassischen Inversionswetterlage führen kann: oben mild und unten kalt. Im Zeitraum vom 23./26. Januar dreht die Grundströmung dann auf Südwest, später auf West, was zunächst zu einer spürbaren Milderung bis in höhere Lagen und zum 26. Januar nasskalte Temperaturwerte zur Folge haben kann.

Wie wahrscheinlich die Milderung im letzten Januar-Drittel geworden ist, zeigen die Kontrollläufe mit einem Temperaturspektrum bspw. am 25. Januar von -6/+10 Grad (Mittelwert: +3 Grad über dem Norden und Westen, +2 Grad über dem Süden und +1 Grad über dem Osten) und am 31. Januar von -2/+12 Grad (Mittelwert: +6 Grad über dem Norden und Westen, +5 Grad über dem Süden und +3 Grad über dem Osten). Eine Schneedecke könnte unter diesen Bedingungen bis zum 31. Januar unterhalb etwa 800-1.000 Meter vollständig abgetaut sein.

Noch etwas deutlicher zeigt sich die Milderung anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-2) / normal (-1/+4) / zu warm (>+5), welche im Vergleich zu gestern am 25. Januar bei 15/50/35 (gestern: 45/45/15) und am 31. Januar bei 5/35/60 (gestern: 15/25/60) liegen. Winterliche Varianten sind bis Ende Januar kaum mehr vertreten.

Woran liegt das und was könnte sich noch verändern? Im Zeitraum vom 21./25. Januar bildet sich ein markantes Hochdrucksystem entlang der Ostküste der USA bis nach Kanada aus und sorgt entlang seiner östlichen Gradienten für den Zustrom sehr kalter Luftmassen in Richtung Neufundland, was dort die Tiefdruckproduktion anregt und die Hochdruckdominanz über Mitteleuropa langsam "ausräumt". Das geschieht üblicherweise zunächst mit einem südwestlichen Zirkulationsmuster, welches im weiteren Verlauf in ein westlich orientiertes Strömungsmuster übergehen kann. Da hierfür aber Zeit benötigt wird, ist eine Milderung von mindestens 6 bis 7 Tagen als plausiblen Wert anzusetzen. Da bedeutet, dass sich erst Ende Januar/Anfang Februar wieder winterliche Varianten untermischen könnten.

Was macht das Major-Warming? Es entwickelt sich zunächst zum 23./24. Januar in Form eine mäßigen bis kräftigen Minor-Warming und zum 30. Januar zum Major-Warming mit Ansatz zum 31. Januar für ein Final-Warming. Bedingung für einen nachhaltigen Einfluss auf die unteren Luftschichten ist die deutliche Verlangsamung der zonalen Winde entlang des 65. Breitengrades, bzw. dessen Umkehr von West-Ost auf Ost-West. Aktuell liegt die Windgeschwindigkeit bei +172 km/h und wird bis zum 30. Januar bei +43 km/h berechnet. Eine deutliche Verlangsamung ja, aber (noch) keine Umkehr der Strömungsrichtung. Insofern bleibt eine Schwächung des Polarwirbels zum heutigen Stand wahrscheinlicher, als dass sich daraus ein Polarwirbelsplit ergeben kann. Warum ist diese Entwicklung erwähnenswert? Unter bestimmten Voraussetzungen könnte der Winter Ende Januar / Anfang Februar rasch nach Mitteleuropa zurückkehren und das Wetter Februar nachhaltig beeinflussen. Setzt sich das Phänomen nicht durch, bleibt es mit höherer Wahrscheinlichkeit auch Anfang Februar noch mild. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:45 Uhr an dieser Stelle.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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