Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose vom 11. Januar, Aktualisierung 20:48 Uhr

Das amerikanische Wettermodell berechnete heute Nachmittag eine nördlichere Position des Hochdrucksystems, so dass über Deutschland meist Temperaturen in Höhe von ca. 1.500 Meter von -14/-8 Grad herangeführt werden können. In tieferen Lagen hätte das Tiefstwerte zwischen -10/-4 Grad und über Schnee und bei Aufklaren von -8/-18 Grad und tagsüber von -10/-2 Grad zur Folge. Die Kontrollläufe von heute Nachmittag bestätigten mehrheitlich gegenüber heute Morgen einen kälteren Temperaturtrend im Zeitraum vom 14./24. Januar. Bestätigt wurde aber gleichfalls eine ansteigende Temperaturtendenz im Zeitraum vom 20./26. Januar.

Heute Abend berechnet das amerikanische Wettermodell kaum mehr eine Veränderung der Entwicklung der Großwetterlage - Hochdrucksystem setzt sich mit einer lang gedehnten Hochdruckbrücke vom westlichen Russland bis über England und Frankreich fest und rührt sich vom 16./24. Januar kaum von der Stelle. Deutschland, Österreich und die Schweiz verbleiben dadurch in einer ruhigen, meist trockenen Nordostströmung, bei der tagsüber immer wieder ein paar Schneeflocken möglich sind. Die Tiefstwerte liegen in der Nacht meist zwischen -15/-7 Grad (über Schnee und bei klarem Himmel auch darunter) und tagsüber können Werte zwischen -10/-4 Grad erwartet werden - eine insgesamt hochwinterliche Wetterlage.

Das europäische Wettermodell simuliert eine ganz ähnliche Entwicklung, nur mit dem Unterschied, dass die Hochdruckbrücke nördlicher über Skandinavien verläuft und Deutschland, Österreich und die Schweiz vermehrt in den Einflussbereich der feuchten Luftmassen eines Mittelmeertief gelangen könnten (Mehr Schnee über Süddeutschland möglich). Zum 20. Januar verlagert das Hochdrucksystem seine Position von Skandinavien nach Island/Grönland - bis dahin ist der komplette Kältepol über dem östlichen Kanada/Grönland abgebaut, während über der Barentssee/Karasee der aktive Kältewirbel sich befindet. Zwar gehen die Simulationen des europäischen Wettermodells noch nicht so weit in die Zukunft, aber mit einer Verlagerung des Hochdrucksystems mit Kern über Island und dem Tiefdrucksystem über dem nördlichen Skandinavien wäre noch ganz andere winterliche Konstellationen möglich/zu erwarten. Mit anderen Worten ist im Ansatz ein nachhaltig gestörtes Zirkulationsmuster zu erkennen.

Der Polarwirbel zeigt sich zum 19. Januar mit aktiven Kältewirbel über der Karasee und Alaska zentralisierend mit Optionen auf Abbau der Kaltluftzuführung über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland. Das könnte ein Indikator auf eine länger anhaltende gestörte Zirkulation sein, bei der der sog. Westdrift bis in das letzte Januar-Drittel hinein kaum eine Rolle spielen könnte. Noch einmal kurz zum europäischen Wettermodell und dessen Berechnung des Polarwirbels zum 20. Januar. Hoher Luftdruck erstreckt sich nach diesen Berechnungen vom sibirischen Raum über den Nordpol bis nach Grönland und geht anschließend in das Hochdrucksystem von Island bis über Kasachstan reichend über (Grafik). Mit anderen Worten ein Hochdruckband rund um den Polarwirbel direkt über die Nordpolregion. Diese Simulation wird sich sicherlich noch ändern, sieht man aber nicht alle Tage und bleibt in den kommenden Tagen unter besonderer Beobachtung. Der AO- und NAO-Index weisen einen neutralen Trendverlauf aus.

Das Langfristmodell berechnet in seiner aktuellen Wettervorhersage Winter 2017 den Januar mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert über dem Süden mit -1/-0,5 Grad zu kalt, die Mitte mit -0,5/+0,5 Grad normal und den Norden mit +0,5/+1 Grad leicht zu mild. Der Februar 2017 wird mit einer Abweichung von +0,5/+1 Grad verbreitet leicht zu mild und über dem Norden mit +1/+2 Grad etwas zu warm simuliert. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich der Januar 2017 deutlich zu nass und der Februar deutlich zu trocken gegenüber dem jeweiligen Sollwert.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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