Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose vom 4. Januar

Vollwetter, mit Sturm, Regen, Schnee, Schneeregen, Graupel, Sonne und Gewitter, ist in den kommenden Stunden zu erwarten. Dabei steigen die Temperaturen über dem Norden auf meist positive Werte an, während über dem Süden mit -2/+2 Grad vor allem ab den mittleren Lagen mit Dauerfrost zu rechnen ist. In den Nächten von Donnerstag bis Samstag sorgt eine nordöstliche Grundströmung für teils eisige Temperaturen von -18/-8 Grad über dem Süden von Deutschland - örtlich können die Tiefstwerte in der Nacht bei aufklaren, über Schnee und Senken auch auf bis zu -25 Grad absinken. Tagsüber ist verbreitet mit Dauerfrost zwischen -10/0 Grad zu rechnen (Temperaturprognose). Wie viel Schnee ist zu erwarten? Berechnet wird bis einschließlich Samstag etwa nördlich der Linie Köln - Berlin nur ein gelegentliches anzuckern der Landschaft mit 0-1 cm, südlich davon sind in tieferen Lagen 0,2-4 cm, in mittleren Lagen 2-10 cm und ab den höheren Lagen 10-30 cm, örtlich bis 50 cm zu erwarten, wobei die Schneedecke über den Alpen mit 30-120 cm weiter anwachsen kann (Details s. Wetter Januar 2017 | Schneeprognose).

Apropos Schnee - aktuell zeigen die Schneehöhen über den Gebieten südlich der Mittelgebirge teils bis in tiefere Lagen einige cm an Schnee, während nördlich davon kaum eine Schneedecke vorhanden ist. Im Zusammenspiel mit aufklarenden Nächten, der Zufuhr kälterer Luftmassen und dem Schnee können dann in den kommenden Tagen die sehr kalten Temperaturen von teils unter -20 Grad über Süddeutschland erreicht werden - entsprechend "milder" bleibt es hingegen über den Gebieten ohne Schnee.

Wie ist der Stand der Milderung - kommt die nun? Ja, eine Milderung kommt im Zeitraum vom 8./12. Januar - aber anders, als in den letzten Tagen noch berechnet. Warum? Das amerikanische Wettermodell berechnete in seinem Hauptlauf jeweils eine durchgreifende Milderung auch über dem Süden bis auf mittlere Lagen zwischen 400-800 Meter. Allerdings zogen die sog. Kontrollläufe nicht mit und zeigten, dass der Hauptlauf jeweils ein warmer "Ausreißer" war. Seit heute Nacht wird nun auch der Hauptlauf wieder etwas kühler berechnet, was die winterlichen Verhältnisse über den mittleren Lagen von Süddeutschland verlängern könnte. Nichtsdestotrotz schwächt sich der Frost ab und zeigt bereits am Sonntag mit +1/+4 Grad über dem Norden positive Werte, welche bis zum 12. Januar auf +5/+10 Grad ansteigen können. Und über dem Süden? Auch hier können die Werte ab dem 9. Januar mit -2/+2 Grad etwa südlich der Mainlinie in den leicht positiven Bereich ansteigen - Dauerfrost ist aber weiterhin oberhalb etwa 400-600 Meter zu erwarten. Die Höchstwerte können dann am 12. Januar mit +1/+5 Grad erreicht werden. Insofern bestätigt sich die langsame Milderung über den südlichen Regionen, aber gegenüber den letzten Tagen in abgeschwächter Form und voraussichtlich nur von kurzer Dauer.

Der Grund für die weniger starke Milderung ist eine westlichere Position des Hochdrucksystems, so dass im Zeitraum vom 9./13. Januar die Grundströmung aus nordwestlichen Richtungen erfolgen und somit die Milderung herbeiführen kann. Im weiteren Verlauf berechnet das amerikanische Wettermodell vom 13./17. Januar das Hochdrucksystem auf dem Atlantik zwischen den Azoren und Island/Grönland in einer blockierenden Position gegenüber den Tiefdrucksystemen, so dass im Verbund mit tiefem Luftdruck über Skandinavien und dem östlichen Europa das Zirkulationsmuster in meridionaler Ausprägung erhalten bleiben kann. Mit anderen Worten bleiben die Optionen auf einen weiteren Vorstoß des Winters in Richtung Deutschland, Österreich und der Schweiz vom 13./18. Januar erhalten.

Das europäische Wettermodell stützt die Milderung im Zeitraum vom 9./13. Januar, wobei auch hier die durchgreifende Milderung über Süddeutschland bis in mittlere Lagen hinauf in Frage gestellt werden kann. Deutlicher zeigt sich das in den Kontrollläufen, welche am 12. Januar Werte zwischen -6/+9 Grad (Mittelwert:+0/+1 Grad über dem Süden und Osten und +3/+4 Grad über dem Norden und Westen) und am 17. Januar zwischen -7/+7 Grad (Mittelwert: -2/-1 Grad über dem Süden und Osten und -0/+1 Grad über dem Norden und Westen) liegen können. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-2) / normal (-1/+4) / zu warm (>+5) liegen gegenüber gestern Abend am 13. Januar bei 25/60/15 (gestern Abend: 35/55/10) und am 18. Januar bei 60/35/5 (gestern Abend: 40/50/10). Welche Möglichkeiten noch gegeben sind, wie sich der Polarwirbel entwickeln kann und was die Simulationen des europäischen und amerikanischen Wettermodells heute Nachmittag, bzw. heute Abend für Wetterentwicklungen berechnen, klären wir in zwei Aktualisierungen jeweils um 16:00 und 21:00 Uhr in unserer Rubrik zum Wetter Winter 2016/17.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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