In den kommenden Tagen ist bis einschließlich Montag mit milden Temperaturen und ab Freitag auch mit nahezu frostfreien Nächten zu rechnen - lediglich in Talsenken und bei Aufklaren ist örtlich noch Nachtfrost möglich. Niederschlag ist auch zu erwarten, dieser beschränkt sich jedoch zumeist auf die Gebiete nördlich der Linie Köln - Berlin, während über Süddeutschland häufiger auch mal die Sonne zum Vorschein kommen kann (Details s. Wettervorhersage Dezember).

Der Zeitraum über den Montag hinaus zeigte sich in den Simulationen der Wettermodelle in den letzten Tagen spannend, da eine milde Südwest- bis Südwestwetterlage durch ein Hochdrucksystem über dem Bereich zwischen England, Skandinavien und Deutschland verhindert werden könnte. Das Hochdrucksystem wird auch in den heutigen Simulationen der Wettermodelle über diesen Gebieten berechnet, jedoch - wie es sich im gestrigen Tagesverlauf schon angedeutet hat - weiter östlicher positioniert.

Was hat die aktuell berechnete Hochdruckposition für Wetterentwicklungen vom 12./17. Dezember zur Folge? Geht es nach der Berechnung des amerikanischen Wettermodells, so kommt es zur Ausbildung eines Hochdruckkeils zwischen den Azoren und Deutschland, bei der Deutschland, Österreich und die Schweiz im gradientenschwachen Umfeld des Hochdrucksystems liegen können. So neigt das Wetter zu einem neblig-trüben, bzw. hochnebelartig bewölkten Charakter, wo es die Sonne zunehmend schwerer haben kann, sich durchzusetzen. Je nach Sonnenscheindauer ist mit Tageswerten zwischen +4/+8 Grad, bzw. -2/+5 Grad zu rechnen.

Etwas anders ist die Berechnung des europäischen Wettermodells, welches das Hochdrucksystem am 14./15. Dezember über Osteuropa deutlich weiter östlich positioniert und keine Verbindung zum Azorenhoch aufbauen kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz geraten dadurch auf den westlichen Hochdruckgradienten, was mit Hilfe der Tiefdrucksysteme über dem Atlantik die Zirkulation auf südliche Richtungen drehen lassen kann. Auch nach dieser Simulation wäre tagsüber mit milden +4/+8 Grad zu rechnen bei einer von Westen her zunehmenden Niederschlagsneigung.

Das Hochdrucksystem kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit - ob es aber kalt, mäßig mild oder warm wird, hängt von der Hochdruckposition an sich ab. Die Kontrollläufe berechnen mehrheitlich eine schwache Niederschlagsneigung im Zeitraum vom 12./17. Dezember, was auf die Hochdruckdominanz schließen lässt. Das Temperaturspektrum liegt am 13. Dezember zwischen -3/+9 Grad (Mittelwert: +6 Grad über dem Westen, +5 Grad über dem Norden und +3/+4 Grad über dem Süden und Osten) und am 17. Dezember zwischen -5/+7 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad über dem Norden und Westen und +2/+3 Grad über dem Süden und Osten). Allein die Temperaturspanne der Tagestemperaturen zwischen Dauerfrost und milden Werten bis +7 Grad zeigt, wie sehr es auf die Hochdruckposition und die Möglichkeit von Nebelausbildung ankommen wird. Mit einem Wintereinbruch hat das aber so gar nichts gemeinsam - vielmehr ist so ein Hochdrucksystem eine eher "unspannende" und für Meteorologen langweilige Angelegenheit.

Schaut man sich Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) an, so liegen diese am 13. Dezember bei 20/35/45 und am 17. Dezember bei 20/40/40 und zeigen im Trend für den Zeitraum vom 13./17. Dezember eine höhere Wahrscheinlichkeit für normale bis zu warme Temperaturen. Ob sich in der Vorweihnachtszeit etwas verändern und welche Auswirkungen das selbst auf Weihnachten haben kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Weihnachten 2016. Gegen 20:45 Uhr erfolgt an dieser Stelle mit einem kurzen Update eine Zusammenfassung des Tages mit den aktuellen Entwicklungen der Wettermodelle vom Abend.
Update Wetter Winter 2016/17:
Beide Wettermodelle simulieren eine annähernd gleiche Wetterentwicklung im zweiten Dezember-Drittel. Ein Hochdrucksystem dominiert den Wettercharakter im Zeitraum vom 12./16. Dezember. Die Tageswerte können - je nach Sonnenscheindauer - zwischen +2/+7 Grad, bzw. bei Dauernebel zwischen -3/+2 Grad liegen. Es sind nach den Kontrollläufen auch noch kältere Varianten möglich. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums am 12. Dezember zwischen +6/+7 Grad über dem Norden und Westen und +4/+5 Grad über dem Süden und Osten und am 16. Dezember zwischen +1/+2 Grad über dem Süden und Osten und +3/+4 Grad über dem Norden und Westen. Insgesamt wenig winterlich.

Was seit gestern konstant berechnet wird, ist ein wechselhafter, unbeständiger und nasskalter Ausklang des zweiten Dezember-Drittels mit einer Trogoption zum Beginn des letzten Dezember-Drittels über Deutschland, Österreich und der Schweiz. So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe am 23. Dezember zwischen -12/+8 Grad bei einem Mittelwert von -1 Grad über dem Süden und Osten und +1/+2 Grad über dem Norden und Westen.

Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), liegen am 18. Dezember bei 25/55/20 und am 23. Dezember bei 55/35/10 - weiße, oder zumindest kalte Weihnachten 2016 gar nicht mehr so abwegig? Man wird noch abwarten müssen!

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