Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose vom 3. Dezember

Bis einschließlich Mittwoch bleiben die gemäßigt milden Temperaturen erhalten. Häufig scheint nach Nebelauflösung die Sonne, bevor zum Dienstag und Mittwoch auch Wolkenfelder aufziehen können, es bleibt aber - mal abgesehen von etwas Sprühregen über dem Nordosten - verbreitet trocken und sonnig. Am Donnerstag kann es über der Nordhälfte von Deutschland zunehmend unbeständiger und mit Wind aus südwestlichen Richtungen auch milder werden (s. Wettervorhersage Dezember 2016).

Im Zeitraum vom 8./12. Dezember stimmen die Wettermodelle mit ihren Simulationen weitergehend darüber überein, wie sich die Großwetterlage entwickeln kann. So verlagert sich das Hochdrucksystem bis zum 9. Dezember über das östliche Europa, hält aber eine Hochdruckbrücke über die Mittelmeerregion bis nach Afrika reichend aufrecht. So verläuft die Hochdrucksachse von Südwest nach Nordost und gleichzeitig nähern sich vom Atlantik her weitere Tiefdruckausläufer. Im Verbund der Wettersysteme kommt es zu einer relativ milden Südwestanströmung der Luftmassen über Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Folge daraus können bei einem zunehmend wechselhaften Wettercharakter die Tageswerte auf +7/+12 Grad ansteigen und die Nächte können frostfrei bleiben. Mit anderen Worten: ein Wintereinbruch ist bis zum 10./11. Dezember so gut wie ausgeschlossen.

Und darüber hinaus - wann kommt der Winter? Das amerikanische Wettermodell berechnet bis zum 19. Dezember einen anhaltenden Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland, was auf dem Atlantik - aufgrund der Temperaturunterschiede - weitere Tiefdrucksysteme entstehen lässt, welche in Richtung Mitteleuropa ziehen. Aus Sicht der Winterfans wäre im schlimmsten Fall eine milde Südwestwetterlage und im besten Fall eine aktiv-dynamische Westwetterlage zu erwarten. Allerdings lässt der Hauptlauf keine winterlichen Optionen zu.

Etwas anders sind die Berechnungen des europäischen Wettermodells bei dessen Berechnungen zum 11./12. Dezember ein Störimpuls in Form eines Hochdrucksystems über dem europäischen Nordmeer entsteht und somit zum 12./13. Dezember auch eine nasskalte Wetterlage über Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht ausschließt.

Die Kontrollläufe stützen den milden Temperaturverlauf bis einschließlich 12. Dezember mehrheitlich. Darüber hinaus differenzieren sich die Höhentemperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe zwischen -10/+10 Grad und weisen eine zunehmende Unsicherheit der Wetterentwicklung im Zeitraum vom 12./19. Dezember aus (zum Vergleich: für eine Wettervorhersage ist eine Differenz von 2/4 Grad und für eine Wetterprognose von 2/6 Grad wünschenswert). Der Entwicklungstrend der Höhentemperaturen ist einheitlich und nähert sich mit seinem Mittelwert in 1.500 Meter Höhe zum 17./19. Dezember der 0 Grad Marke. Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), so liegen diese am 13. Dezember bei 5/55/40 und am 18. Dezember bei 30/45/25 und bestätigt auch heute den zurückgehenden Temperaturtrend der letzten Tage im Verlauf des zweiten Dezember-Drittels. Varianten, welche einen nachhaltigen Wintereinbruch bis in tiefere Lagen ermöglichen könnten, haben am 18. Dezember nach den Kontrollläufen eine Wahrscheinlichkeit von 15 Prozent. Somit ist zum heutigen Stand im Verlauf des zweiten Dezember-Drittels eine in tieferen Lagen nasskalte Temperaturentwicklung am wahrscheinlichsten. Die Niederschlagserwartung ist vom 8./12. Dezember mäßig und im weiteren Verlauf leicht erhöht. Heute Abend erfolgt gegen 20:45 Uhr an dieser Stelle eine Aktualisierung der Wetterprognose Winter 2016/17.
Update Wetter Winter 2016/17:
Heute Nachmittag berechnete das amerikanische Wettermodell vom 11./14. Dezember ein westliches und ab dem 15. Dezember ein sich meridionalisierendes Zirkulationsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord) und auch heute Abend ist eine kältere Variante ab dem 15. Dezember in den Simulationen des Wettermodells zu finden. Das Ablaufschema ist dabei immer das Gleiche. Zunächst dominiert eine milde bis sehr milde Südwestwetterlage mit zeitweiligen Niederschlägen das Wetter im Zeitraum vom 8./12. Dezember. Vom 12./15. Dezember gelingt es der atlantischen Frontalzone sich bis über Skandinavien durchzusetzen, während zur gleichen Zeit das Hochdrucksystem sich mehr und mehr zwischen den Azoren und England positionieren kann. In Folge daraus kann eine unbeständige, mäßig milde und windige Westwindzirkulation entstehen. Im weiteren Verlauf wird die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland und Skandinavien durch das Hochdrucksystem unterbunden, das Skandinavientief verlagert sich weiter nach Osten über die Barentssee, bzw. dem westlichen Russland, so dass im Verbund der Systeme zueinander der Kaltluftstrom in Richtung Mitteleuropa vom 15./19. Dezember in Gang gesetzt werden könnte.

Die Kontrollläufe berechneten bereits in den letzten Tagen einen sich langsam normalisierenden Temperaturtrend im Verlauf des zweiten Dezember-Drittels, was sich auch heute erneut bestätigte. So liegt das Temperaturspektrum am 13. Dezember zwischen -4/+12 Grad (Mittelwert: +7 Grad über dem Westen, sonst zwischen +5/+6 Grad) und am 18. Dezember zwischen -6/+10 Grad (Mittelwert: +2/+3 Grad über dem Süden und Osten und +4/+5 Grad über dem Westen und Norden).

Der AO-Index bestätigt heute erneut einen vom negativem Bereich kommend neutralen bis leicht positiven Verlauf im zweiten Dezember-Drittel, was weiterhin als langsame Stabilisierung des bis dato instabilen Polarwirbels gewertet werden kann. Der NAO-Index schwankt zwischen negativ bis neutral, zeigt aber mit seinem negativen Bereich auch die Ausdehnung eines Hochdrucksystems über den Bereich Island/Grönland, was aktuell ganz gut zu der Simulation des amerikanischen Wettermodells passt. Zusammenfassend bestätigt sich zum heutigen Stand ein zunehmend nasskalter Temperaturverlauf im zweiten Dezember-Drittel, bei dem winterliche Optionen nicht auszuschließen sind.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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