Ein Hochdrucksystem sorgt in den kommenden Tagen für eine östliche Grundströmung, welche bis zum Mittwoch auf südliche Richtungen drehen kann. So werden relativ kühle Kontinentalluftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz geführt werden können, was die Tagestemperaturen kaum mehr über die +5 Grad Marke ansteigen lassen kann. Hält sich für längere Zeit Nebel oder Hochnebel, so können die Temperaturen auch im leichten Dauerfrostbereich verbleiben. In den Nächten ist mit -7/0 Grad generell mit leichten bis mäßigen Nachtfrost zu rechnen. Evtl. wäre am Dienstag über dem Nordosten auch leichter Schneefall nicht auszuschließen, sonst bleibt es aber bei einem überwiegend trockenen Wettercharakter (Details s. Wetter Dezember 2016).

Das amerikanische Wettermodell scheint sich nach den Tagen der Unsicherheit nun gefestigt zu haben und bleibt seiner Wettervorhersage der letzten Tage treu und bringt wieder etwas mehr an Stabilität in seine Wettervorhersagen. So erstreckt sich vom 8./11. Dezember ein Hochdrucksystem vom nördlichen Afrika über weite Teile der Mittelmeerregion bis über Osteuropa in einer von Südwest nach Nordost verlaufenden Hochdruckachse. Gleichzeitig nähern sich vom Atlantik Tiefdrucksysteme der atlantischen Frontalzone Skandinavien, so dass im Verbund beider Wettersysteme zueinander das Zirkulationsmuster über Deutschland, Österreich und der Schweiz auf südwestliche Richtungen drehen kann. In Folge daraus wird es im Zeitraum vom 8./11. Dezember mit Tageshöchstwerten zwischen +7/+12 Grad spürbar milder werden können. Da sich der Hochdruckeinfluss über Deutschland weiter abschwächt, ist in diesem Zeitraum auch mit der Zunahme von Niederschlagsaktivitäten zu rechnen.

Das europäische Wettermodell berechnet eine ganz ähnliche Variante, so dass eine milde Temperaturphase im Zeitraum vom 8./11. Dezember mit einer ansteigenden Niederschlagsneigung sehr wahrscheinlich geworden ist.

Vom 12./16. Dezember berechnet das amerikanische Wettermodell zwei mögliche Varianten. Zugrunde liegt zunächst einmal der Versuch der atlantischen Frontalzone sich über Skandinavien zu positionieren und das Zirkulationsmuster auf westliche Richtungen zu drehen. Sollte das gelingen, so wäre mit einer wechselhaften, unbeständig milden und windigen Großwetterlage zu rechnen, bei der Starkwindereignisse nicht auszuschließen wären. In der zweiten Variante bildet sich vom Polarwirbel aus am südlichen Rand der Barentssee/Karasee ein Hochdrucksystem und "tropft" - wie gewöhnlich sonst für Tiefdrucksysteme üblich - nach Süden über Osteuropa ab. Somit könnte die atlantische Frontalzone blockiert werden und kann das Strömungsmuster zunächst einmal nicht auf westliche Richtungen drehen. Welche Wetteroptionen sich daraus für Deutschland, Österreich und die Schweiz ergeben können, hängt von der letztlichen Position/Zugbahn des Hochdrucksystems ab. Nach den aktuellen Berechnungen liegt Deutschland aber auf der milden/warmen Rückseite des Hochdrucksystems. In Summe also wenig winterliche Wetteraussichten bis zum 16. Dezember.

Die Kontrollläufe stützen den milden Temperaturverlauf vom 8./11. Dezember mehrheitlich und im weiteren Verlauf lässt sich bis zum 16. Dezember ein sich normalisierender Temperaturtrend erkennen. So liegt das Temperaturspektrum am 11. Dezember zwischen +4/+12 Grad (Mittelwert: +7/+8 Grad) und am 16. Dezember zwischen -2/+10 Grad (Mittelwert: +3/+4 Grad über dem Süden und Osten und +4/+5 Grad über dem Norden und Westen). Wenig winterliches, wenngleich sich das Spektrum im Verlauf des zweiten Dezember-Drittels in Richtung der Normaltemperaturen annähernd kann. Gegen 17:00 Uhr erfolgt ein weiterer Witterungstrend zur Vorweihnachtszeit und beschäftigt sich erneut mit der Frage, wie die Chancen auf weiße Weihnachten 2016 stehen und gegen 20:45 Uhr erfolgt an dieser Stelle ein kurzes Update der Wetterprognose Winter 2016/17.
Update Wetter Winter 2016/17:
Im Zeitraum vom 8./12. Dezember veränderten die Wettermodelle in ihren Simulationen vom Tage nur wenig und bestätigten eine milde Südwestwetterlage in diesem Zeitraum über Deutschland, Österreich und der Schweiz, bei der die Temperaturen sich durchaus im Bereich zwischen +7/+12 Grad bewegen können.

Darüber hinaus berechnet das amerikanische Wettermodell heute Abend vom 12./15. Dezember den Übergang von Südwest auf West, wobei kalte Luftmassen sich über den Bereich zwischen Grönland, dem europäischen Nordmeer, Skandinavien bis zur Karasee ausbreiten können. In Folge daraus sind zwei Entwicklungsszenarien im Zeitraum vom 14./17. Dezember gegeben. Zum einen eine mäßig milde aktiv-dynamische Westwetterlage (+4/+8 Grad), oder eine nasskalte Nordwestwetterlage, bei der die Tageswerte im Bereich zwischen +0/+5 Grad liegen können.

Die Kontrollläufe bestätigen weiterhin einen sich normalisierenden Temperaturtrend im Verlauf des zweiten Dezember-Drittels und vergleicht man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) gegenüber heute Mittag, so liegen diese am 12. Dezember bei 5/40/55 (heute Mittag: 5/45/50) und am 17. Dezember bei 30/45/25 (heute Mittag: 25/40/35).

AO- und NAO-Index können sich nach den aktuellen Berechnungen im Verlauf des zweiten Dezember-Drittels im neutralen bis positiven Bereich festigen, was eine Stabilisierung des bis dato instabilen Polarwirbels durchaus in Aussicht stellen kann.

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