Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2016/17 - Wetterprognose vom 17. November

Als unbeständig bleibt der Wettercharakter in weiten Teilen von Deutschland bis einschließlich Sonntag zu bezeichnen. Am Sonntag ist zudem über dem Westen und Nordwesten in Böen auch mit stürmischen Winden zu rechnen, welche sich nach Osten abschwächen können. Verantwortlich hierfür ist ein Tiefdrucksystem zwischen England, Deutschland und Skandinavien, welches auf seiner Vorderseite nachfolgend wärmere Luftmassen nach Deutschland führen kann (Details s. Wetter November).

Beim Blick auf die Großwetterlage wird schnell klar, dass die kommende Woche relativ mild bis warm ausfallen kann. Warum? Der Grund sind zwei Hochdrucksysteme und ein Tiefdruckgebiet. So verteilen sich die Hochdrucksysteme über dem westlichen Russland/östliches Europa und das zweite über den Azoren. Zwischen beiden Hochdrucksystemen entsteht eine Lücke, in welche Tiefdruckgebiete aus nordwestlichen Richtungen bis an Mitteleuropa herankommen können - aber eben nicht weiter. So kommt zwischen dem Tief und dem Hoch östlich von Deutschland eine warme Südanströmung der Luftmassen zustande, welche die Temperaturen bis zum 23./24. November auf +8/+13 Grad, örtlich auch bis +15 Grad ansteigen lassen kann. Die Niederschlagsneigung ist in diesem Zeitraum über dem Westen und Nordwesten leicht erhöht, sonst aber eher schwach ausgeprägt, so dass nach Nebelauflösung häufiger die Sonne zum Vorschein kommen kann.

Darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell im Zeitraum vom 25./27. November ein Tiefdrucksystem mit Zentrum über Portugal und Spanien, während zeitgleich sich nördlich davon eine Hochdruckbrücke vom westlichen Russland, über Skandinavien und Island bis nach Grönland ausbilden kann. In Folge dessen wird das Tiefdrucksystem über dem Süden abgeschnürt, verliert an Energie und verlagert sich bis zum 28. November über die Mittelmeerregion. Weiter nördlich wird bis zum 28. November die Hochdruckverbindung abgebaut und es kann im Bereich zwischen Island und den Azoren ein eigenständiges Hochdrucksystem entstehen, während östlich davon sich über dem skandinavischen Raum ein weiteres Tiefdrucksystem positionieren kann. Somit können im Verbund beider Systeme kühle Luftmassen arktischen Ursprungs über Skandinavien bis nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden und bis Ende November für verbreitet nasskalte Temperaturwerte und Schneeoptionen ab den mittleren Lagen (>400 Meter) sorgen.

Anders die Berechnungen des europäischen Wettermodells. Nach dieser Simulation liegt die Hochdruckbrücke im Bereich zwischen den Azoren und England etwas weiter im Südwesten und verlagert sich bis zum 28. November über den Bereich zwischen Grönland und den Azoren. Zur gleichen Zeit kann sich über dem europäischen Nordmeer ein weiteres Tiefdrucksystem positionieren. So könnte Deutschland, Österreich und die Schweiz bis zum 28. November im Bereich der mäßig milden Luftmassen verbleiben und erst im Anschluss daran wäre bis Ende November mit leicht zurück gehenden Temperaturen zu rechnen.

Die Kontrollläufe stützen den für die Jahreszeit etwa um 4/8 Grad zu warmen Temperaturtrend im Zeitraum vom 21./26. November mehrheitlich. Im nachfolgenden Zeitraum bestätigt sich bis Ende November eine sich gegenüber dem langjährigen Mittelwert normalisierende Temperaturtendenz. So liegt das Temperaturspektrum am 24. November zwischen +5/+14 Grad (Mittelwert: +6 Grad über dem Norden und Osten und +9/11 Grad über dem Süden und Westen) und am 30. November zwischen -2/+10 Grad (Mittelwert: +4/+6). Betrachtet man den Mittelwert, so sind nasskalte und wenig winterliche Temperaturwerte Ende November zum heutigen Stand die wahrscheinlichste Wetterentwicklung.

Allerdings sei an dieser Stelle erwähnt, dass die aktuelle Wetterentwicklung bis Ende November als unsicher zu bezeichnen ist. Der Grund hierfür ist der instabile Polarwirbel und der Trend zu einem sich über dem Norden positionierenden Hochdrucksystem. Somit können sich unter bestimmten Voraussetzungen die Parameter von nasskalt sowohl in Richtung Winter, als auch in Richtung "Vorfrühling" verändern. Was hinter dieser spannenden Entwicklung steckt, darauf gehen wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend Dezember näher ein.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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