Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst Winter 2016/2017 - Wetterprognose vom 11. November

Von Norden her setzt sich in den kommenden Stunden trockeneres und auch sonnigeres Wetter durch, so dass es von Sonntag bis einschließlich Dienstag verbreitet trocken bleiben kann. In den Nächten ist bei Tiefstwerten zwischen -5/0 Grad mit Frost zurechnen. Tagsüber steigen die Temperaturen meist auf +1/+5 Grad an und können örtlich über dem Westen und Südwesten auf +7/+8 Grad ansteigen (Details s. Wettervorhersage November 2016).

Der Grund für den trocknen Wettercharakter ist ein Hochdruckkeil des Azorenhochs, welcher voraussichtlich das Wetter noch bis zum 17. November über Deutschland beeinflussen kann. Zum 17. November positioniert sich nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells zwischen Island und Skandinavien ein recht kräftiges und gradientenstarkes Tiefdrucksystem mit einem Kerndruck von 975 hPa und erstreckt sich von Grönland, über das östliche Skandinavien bis nach England und Deutschland. Gleichzeitig sorgt aber ein Hochdrucksystem über dem westlichen Russland dafür, dass dieses Tiefdrucksystem nicht weiter nach Osten vorankommen kann. In Folge dessen tropft dieses Tiefdrucksystem bis zum 22. November nach Süden in Richtung England, und Spanien ab, während zur gleichen Zeit das Hochdrucksystem sich über das östliche Europa ausdehnen kann. Somit stehen sich tiefer und hoher Luftdruck gegenüber und da sich Tiefdrucksysteme gegen und Hochdrucksysteme im Uhrzeigersinn drehen, kommt es zu einer Anströmung der Luftmassen aus südlichen Richtungen, welche bis zum 25. November Bestand haben kann. Wie warm kann es werden? Tageswerte zwischen +7/+13 Grad wären demnach möglich.

Im Detail wird es jedoch darauf ankommen, wie weit das Tiefdrucksystem nach Osten vorankommen kann, denn geringfügige Veränderungen der Position können andere Wetter- und auch Temperaturverhältnisse zur Folge haben. Beispielsweise berechnet das europäische Wettermodell das Tiefdrucksystem weiter östlich und kann sich zum 19. November direkt über Skandinavien positionieren. Somit wird ein meridionales Strömungsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord) direkt über Mitteleuropa erzeugt, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz für nasskalte Temperaturwerte zwischen +1/+7 Grad sorgen kann.

Was ist im Zeitraum 17./25. November wahrscheinlicher - eine nasskalte oder milde Witterung? Die Kontrollläufe stützen heute eine für die Jahreszeit zu warme Temperaturtendenz bei einer gleichsam gemäßigten Niederschlagsentwicklung in diesem Zeitraum. So liegt das Temperaturspektrum am 20. November zwischen +0/+13 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad über dem Norden und Osten und +7/+8 Grad über dem Westen und Süden) und am 25. November zwischen -3/+12 Grad (Mittelwert: +4 Grad über dem Osten, sonst +5/+6 Grad). Dass es im Verlauf des letzten November-Drittels in der Tendenz wieder kühler werden und damit die Milderung nur von kurzer Dauer sein könnte, veranschaulichen die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+4) / normal (+5/+10) / zu warm (>+11) ganz gut, welche am 21. November bei 20/55/25 und am 26. November bei 45/50/5 liegen können.

Der Polarwirbel wird nach beiden Wettermodellen bis in das letzte November-Drittel hinein in einer wenig stabilen Verfassung simuliert, so dass es entlang der Polarfront zu Wellenbewegungen kommen kann. Mit anderen Worten ist ein windiger und milder Westdrift zum heutigen Stand im letzten November-Drittel weniger wahrscheinlich. Gegen 20:45 Uhr erfolgt an dieser Stelle ein kurzes Update zur Wettervorhersage Winter 2016/17.
Update Wetter Winter 2016 / 17:
Das amerikanische Wettermodell simulierte im Tagesverlauf kaum Veränderungen. So liegt ein Hoch zwischen dem Osten Europas und dem westlichen Russland, während die atlantische Frontalzone vergeblich versucht, sich über den skandinavischen Raum zu positionieren. In Folge daraus gelangt Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zeitraum vom 17./26. November in ein südlich orientiertes Zirkulationsmuster, welches relativ milde Luftmassen aus südlichen Richtungen heranführen könnte.

Ganz ähnlich die Simulation des europäischen Wettermodells, allerdings sind hierbei die Systeme zueinander etwas weiter nach Osten verschoben, was die Niederschlagsneigung erhöht und die Temperaturwerte nicht gar so mild werden lässt.

Im Ergebnis ergibt sich aber aus beiden Simulationen eine meridionale Struktur, bei der Deutschland auf der relativ milden Vorderseite des Tiefdrucksystems, bzw. Trogausbildung liegen kann. Unsicherheiten gibt es im Detail in der Position des Tiefdrucksystems - liegt es nur wenige 100 Kilometer weiter östlich, so könnten im letzten November-Drittel statt milde auch nasskalte Temperaturen vorherrschend sein.

Die Kontrollläufe bestätigen den zu milden Temperaturverlauf im Zeitraum vom 15./26. November - so liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums zwischen +6/+8 Grad und kann mit entsprechender Sonnenscheindauer kurzzeitig auch bis +10 Grad ansteigen. Im Zeitraum vom 15./22. November ist über dem Westen und Norden mit einer erhöhten Niederschlagserwartung zu rechnen, welche nach Süden und Osten und ab dem 23. November in ganz Deutschland nachlassend sein kann.

Kurz zum Polarwirbel: europäisches Wettermodell berechnet weiterhin zum 18./19. eine Dipolausbildung des Polarwirbels. Das amerikanische Wettermodell nur im Ansatz. Die Gemeinsamkeiten der Simulationen liegen in einem wenig stabilen Polarwirbel. Der AO-Index hat eine neutrale bis negative, der NAO-Index eine neutrale Tendenz. Was bedeutet das? Milder Trend wahrscheinlich, kühlere Varianten jedoch zum aktuellen Stand nicht ausgeschlossen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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