Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst Winter 2016/17 - Wetterprognose vom 3. November

Ein Tiefdrucksystem sorgt am Samstag für teils kräftige und länger andauernde Niederschläge. Bis zum Sonntag verlagert das Tiefdrucksystem seine Position weiter nach Osten und führt auf seiner Rückseite kühle Luftmassen arktischen Ursprungs nach Deutschland, so dass die Schneefallgrenze auf 400-700 Meter absinken kann, wobei unter bestimmten Voraussetzung auch in Lagen darunter der eine oder andere Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht auszuschließen ist. Allerdings lässt zum Start in die neue Woche die Niederschlagsneigung nach, so dass nur vereinzelt und regional begrenzt mit Niederschlägen zu rechnen ist. Oberhalb etwa 700-900 Meter könnte sich zudem eine dünne Schneedecke ausbilden, da die Höchstwerte ab 700-900 Meter kaum mehr über der 0 Grad Grenze liegen können, sonst sind +2/+8 Grad zu erwarten. In den Nächten steigt insbesondere über den südlichen Landesteilen die Frostgefahr an (Details s. Wettervorhersage November 2016).

Das Tiefdrucksystem, welches im Verbund mit einer Hochdruckbrücke zwischen dem Azorenhoch und einem Hoch über Nordeuropa die kühlen Luftmassen nach Süden führt, sorgt auch in den darauffolgenden Tagen bis etwa zum 11./12. November noch für die Zufuhr kühler Luftmassen. Der voraussichtliche Höhe-, bzw. Tiefpunkt könnte am 9./10. November mit Tageshöchstwerten zwischen +0/+6 Grad erreicht werden, wobei in den Nächten mit -5/+1 Grad verbreitet leichter bis mäßiger Nachtfrost erwartet werden kann - aller höchste Zeit also, um die Pflanzen nun Winterfest zu machen.

Ab dem 10./12. November simulieren die Wettermodelle völlig unterschiedliche Wetterentwicklungen. Das amerikanische Wettermodell baut den hohen Luftdruck über Skandinavien relativ schnell ab, so dass die atlantische Frontalzone sich bis zum 12. November über Skandinavien positionieren kann. Die nachfolgende Tiefdruckrinne verläuft in klassischer Zugrichtung von Neufundland über Island bis nach Skandinavien, was letztlich zu einem westlich orientierten Zirkulationsmuster führen kann. So können bis zum 17. November in rascher Abfolge Tiefdrucksysteme über Deutschland, Österreich und die Schweiz hinweg geführt werden und bei gemäßigten Temperaturen für viel Wind und Regen sorgen.

Anders die Berechnungen des europäischen Wettermodells. Das Hochdrucksystem über Skandinavien bleibt auch über den 10. November hinaus an Ort und Stelle und führt an seinen südlichen Gradienten aus östlichen Richtungen weiterhin kühle Luftmassen nach Deutschland. So steigt die Neigung zu Nebel- und Hochnebel an und die Tageswerte können verbreitet zwischen +0/+5 Grad liegen, bei Dauernebel wäre auch tagsüber örtlich mit Frost zu rechnen.

Grau-trüb und kalt oder unbeständig, windig bei Jahreszeit-typischen Temperaturen, was ist wahrscheinlicher? Die etwa um 3-6 Grad zu kalte Temperaturphase zwischen dem 6./11. November kann als nahezu gesichert angesehen werden. Darüber hinaus berechnen die Kontrollläufe bis zum 17. November einen sich normalisierenden Temperaturtrend. So liegt das Temperaturspektrum am 10. November zwischen -3/+11 Grad (Mittelwert: +3 Grad über Ostdeutschland, sonst zwischen +4/+5 Grad) und am 17. November zwischen +0/+11 Grad (Mittelwert: +5 Grad über dem Osten, sonst +6 Grad). Das alles entspricht durchaus einer für November normalen Wetterentwicklung.

Betrachtet man den AO- und NAO-Index, so haben diese im zweiten November-Drittel eine vom negativen Bereich kommend normalisierende Tendenz vorzuweisen. Somit ist nicht eindeutig zu bestimmen, ob sich die Simulation des europäischen oder des amerikanischen Wettermodells durchsetzen kann - Aufgrund dieser dann doch spannenden Wetterentwicklung erfolgt heute Abend gegen 20:45 Uhr an dieser Stelle eine kurze Aktualisierung zur Winterprognose 2016/17.
Update Wetter Winter 2016 / 17:
Das amerikanische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 6./11. November kaum Veränderungen, wobei durch eine "günstigere" Position des Tiefdrucksystems noch etwas kältere Luft in der Höhe herangeführt werden kann (zwischen -5/-10 Grad in 1.500 Meter Höhe), so dass auch in tieferen Lagen der eine oder andere Schneeschauer nicht ausgeschlossen werden kann. So könnten die Tageshöchstwerte am 9. November zwischen +0/+5 Grad liegen und die 0 Grad Grenze könnte zwischen 500-700 Meter schwanken. Somit wäre die Ausbildung einer Schneedecke ab ca. 500 Meter nicht unmöglich.

Das europäische Wettermodell simuliert eine ganz ähnliche Variante, wenngleich die Höhentemperaturen nicht gar so weit absinken können (-4/-8 Grad) - entsprechend schwankt die 0 Grad Grenze zwischen 500-800 Meter, was aber auch bis auf mittlere Lagen hinab die Ausbildung einer dünnen Schneedecke ermöglichen könnte.

Egal wie man es dreht oder wendet - es wird im ersten November-Drittel nasskalt. Insbesondere in den Nächten ist ab dem 5. November mit teils mäßigen Nachtfrösten zwischen -5/+3 Grad zu rechnen, so dass in den Nächten die Schauer bis in tiefere Lagen hinab als Schneeschauer niedergehen könnten. Die Kontrollläufe stützen den Kältetrend. So wird der Tiefstwert mit einem Temperaturspektrum von -4/+5 Grad und einem Mittelwert von +0/+1 Grad über dem Osten und Norden und +2 Grad über dem Westen und Süden möglicherweise am 9. November erreicht werden können.

Darüber hinaus berechnet das amerikanische Wettermodell - wie bereits tagsüber - eine Abschnürung des Troges über Mitteleuropa mit einer westlich orientierten Grundströmung, so dass unbeständiges, mäßig mildes und windiges Wetter im Zeitraum vom 12./16. November vorherrschend sein kann. Das europäische Wettermodell simuliert jedoch den weitgehenden Erhalt des Troges bis zum 13. November (es bleibt nach dieser Variante nasskalt). AO- und NAO Index haben im zweiten November-Drittel nun eine neutrale bis leicht positive Entwicklungstendenz, was für ein Ende des Trog Mitteleuropa und für eine höhere Wahrscheinlichkeit einer westlich orientierten Großwetterlage spricht.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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