Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst Winter 2016/17 - Wetterprognose vom 2. November

Die Großwetterlage stellt sich um, zunächst noch gemäßigt, ab dem Wochenende dann spürbar. So sind bis zum Samstag gelegentliche Niederschläge - meist in Form von Schauern und im Schwerpunkt über Norddeutschland - zu erwarten. Die Temperaturen gehen etwas zurück und erreichen verbreitet +6/+11 Grad und die Schneefallgrenze kann sich auf 900-1.600 Meter einpendeln. Ab Samstag greift ein Tiefdrucksystem auf Deutschland, Österreich und die Schweiz über, so dass mit einer südlichen Anströmung am Samstag über dem Alpenvorland mit Temperaturen zwischen +10/+15 Grad und trockenem Wetter noch Föhnbedingungen vorherrschen können, während weiter nördlich und im Schwerpunkt entlang eines breiten Streifens zwischen dem Schwarzwald und Berlin teils kräftige und länger andauernde Niederschläge zu erwarten sind. Der Föhn bricht am Sonntag über dem Süden zusammen und nachfolgend ist über diesen Regionen mit teils kräftigen und länger andauernden Niederschlägen zu rechnen, welche im Verlauf des Montags über Ostdeutschland nach Norden abziehen können. Die Temperaturen können von Samstag mit +6/+11 Grad bis zum Montag auf +2/+7 Grad, örtlich bis +9 Grad zurückgehen und die Schneefallgrenze kann auf knapp 600-900 Meter absinken, wobei auch in Lagen darunter Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht auszuschließen sind (Details s. Wettervorhersage November).

Es wird also aller Voraussicht nach spürbar kühler. So liegen die Tageswerte etwa um 3-5 Grad unter dem, was für die Jahreszeit typisch wäre. Betrachtet man die Höhentemperaturen in knapp 1.500 Meter, so liegen diese im Zeitraum vom 6./9. November zwischen -4/-6 Grad und können auch über den mittleren Lagen (400-800 Meter) bei Temperaturen zwischen +0/+4 Grad für den einen oder anderen Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sorgen, während über tieferen Lagen bei +2/+7 Grad es ganz auf die Intensität der Schauer ankommen wird, ob sich etwas Weiß darunter mischen kann. Winterlich könnte es hingegen in Lagen oberhalb etwa 700-1.000 Meter werden.

Schaut man sich die dazugehörige Entwicklung der Großwetterlage an, so liegt nach den Berechnungen der Wettermodelle im Zeitraum zwischen dem 7./10. November ein Tiefdrucksystem im Bereich Frankreich, Deutschland und Skandinavien, welches sich bis zum 10. November in ein Tiefdrucksystem über dem östlichen Skandinavien und ein weiteres über der Mittelmeerregion aufspaltet. Gleichzeitig gelingt es dem Azorenhoch eine Hochdruckverbindung zu einem Hochdrucksystem über dem nördlichen Skandinavien/Barentssee aufzubauen, so dass mit einer nördlichen bis nordöstlichen Grundströmung kühle - ja fast schon kalte - Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können.

Im Zeitraum darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell bis zum 15. November den "Durchbruch" der atlantischen Frontalzone bis über den skandinavischen Raum. In Folge dessen wird die Hochdruckverbindung auf dem Atlantik abgebaut, während die Tiefdruckrinne sich zwischen Neufundland, Island und Skandinavien etablieren kann. Somit dreht das Strömungsmuster von nördliche auf nordwestliche bis westliche Richtungen, was den Wettercharakter über Deutschland, Österreich und der Schweiz wechselhafter, unbeständiger und auch wieder etwas milder werden lassen kann.

Anders sind die Berechnungen des europäischen Wettermodells, welches sowohl das Hochdrucksystem über dem Atlantik, als auch über Skandinavien und dem westlichen Russland bis zum 12. November stabiler berechnet, so dass der Temperaturcharakter über Deutschland deutlich kühler als wie nach dem amerikanischen Wettermodell ausfallen kann. Unter bestimmten Voraussetzungen könnte sich der Hohe Luftdruck auf dem Atlantik weiter nach Osten verlagern und zum 12. November über Deutschland positionieren, was einen typisch grau-trüben Wettercharakter bei Temperaturen um die 0 Grad herum zur Folge haben könnte.

Die kommende Wetterentwicklung ist als nasskalt zu bezeichnen, wobei sich in Höhenlagen ab 700-800 Meter durchaus auch eine Schneedecke ausbilden könnte - mit anderen Worten: der Winter rückt näher. Die Kontrollläufe stützen das deutlich zu kühle Temperaturniveau im Zeitraum vom 6./10. November mehrheitlich mit einer darüber hinaus langsam ansteigenden Temperaturtendenz, welche sich im Mittelwert dem Jahreszeit-typischen Niveau anpassen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 9. November zwischen -3/+11 Grad (Mittelwert: +3/+4 Grad über dem Süden und Osten und +5/+6 Grad über dem Norden und Osten) und am 15. November zwischen -1/+11 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad über dem Süden und Osten, sonst bei +7/+8 Grad).

Der sog. AO und NAO Index werden bis zur Monatsmitte im negativen Bereich simuliert, haben jedoch die Tendenz sich dem neutralen Bereich anzunähern. Mit anderen Worten ist die nasskalte Witterungsphase bis zur Monatsmitte als wahrscheinlicher als andere Varianten anzusehen. Deutlicher zeigt sich das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+5) / normal (+6/+11) / zu warm (>+12), welche am 12. November bei 40/40/10 und am 17. November bei 55/35/10. Varianten, welche Temperaturen nahe der 0 Grad Grenze ermöglichen könnten, liegen am 12. November bei einer Wahrscheinlichkeit von 10 Prozent und am 17. November von 25 Prozent. Das deutet alles nicht gerade auf einen milden, unbeständigen und teils windigen Durchbruch einer Westwetterlage hin, so dass sich zum heutigen Stand der nasskalte Witterungscharakter mit höherer Wahrscheinlichkeit auch im zweiten November-Drittel fortsetzen könnte. Eines ist aber auch klar - der Winter setzt sich mit Tageshöchstwerten zwischen -12/+4 Grad schon frühzeitig über Skandinavien und dem westlichen Russland fest.

Da die Temperaturen nun gegenüber dem langjährigen Mittelwert weitgehend im neutralen bis negativen Bereich liegen - passt denn das Langfristmodell seine Wettervorhersage an? Nein - so bleibt die Abweichung im November mit -0,5/+0,5 Grad weitgehend im normalen Bereich. Die Winterprognose fällt mit einer Abweichung im Dezember von +1/+2 Grad, im Januar mit +1/+3 Grad und im Februar 2017 mit +1/+2 Grad deutlich zu mild bis zu warm aus. Heute Abend erfolgt gegen 20:45 Uhr an dieser Stelle eine kurze Aktualisierung der Wettervorhersage Winter 2016/17.
Update Wetterprognose Wetter Herbst Winter 2016/17:
Beim amerikanischen Wettermodell im Tagesverlauf kaum Veränderungen in den Simulationen. Hohe Wahrscheinlichkeit eines gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu kalten Temperaturabschnitt im Zeitraum vom 6./11. November mit der Option von Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis auf mittlere Lagen hinab (400-800 Meter) mit erhöhter Neigung zu mäßigen Nachtfrost zwischen -3/+3 Grad. Tagsüber steigen die Temperaturen kaum mehr über die +5 Grad Marke - somit ein eher nasskalter Wettercharakter.

Aber auch das europäische Wettermodell bleibt seiner Variante vom Tage treu und berechnet den Hochdruckkeil zwischen den Azoren, über England bis über das westl. Russland, so dass im Verbund mit einem Tiefdrucksystem von der Mittelmeerregion bis über das östliche Europa im Zeitraum vom 6./12. November stabiler und nachhaltiger als wie nach dem amerikanischen Wettermodell erscheint. In Folge dessen könnte es auch über den mittleren Lagen weiß werden und Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer auch bis auf tiefere Lagen hinab ermöglichen.

Die Kontrollläufe bestätigen im Zeitraum vom 6./11. November Höhentemperaturen zwischen -4/-8 Grad, was für Schneefall bis auf mittlere Lagen ausreichend sein dürfte. Allerdings ist Aufgrund der Nähe zum Hochdrucksystem in diesem Zeitraum nur mit wenig Niederschlag zu rechnen und wenn, dann allenfalls in Form von Schauern.

Für den Zeitraum zwischen dem 11./17. November berechnet das amerikanische Wettermodell die Abschnürung des Trogsystems Mitteleuropa, so dass nachfolgend atlantische Tiefdrucksysteme sich bis über Skandinavien durchsetzen können. Somit steigt die Wahrscheinlichkeit einer aktiv-dynamischen West- bis Nordwestwetterlage an, bei der die ersten Herbststürme nicht auszuschließen wären. Insgesamt bewegt sich das Temperaturspektrum im Zeitraum vom 11./17. Oktober in dem für die Jahreszeit-typischen Bereich.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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