Sehr schön sieht man auch heute wieder das Tiefdrucksystem direkt über Deutschland, diesmal in der Niederschlagsprognose, welche wie ein "Auge" aussieht. Noch "schöner" zeigt es sich aber im Wolkenradar, bzw. im Wolkenfilm wie nahezu Ortsfest sich das Tiefdrucksystem über Deutschland eindreht. So bleibt es in den kommenden Tagen bis Sonntag vielfach stark bewölkt und mit zeitweiligen Niederschlägen ist zu rechnen, welche regional sehr unterschiedlich ausfallen können. Am Sonntag kann sich kurzweilig ein ruhigerer Wettercharakter durchsetzen, bevor sich zum Start in die neue Woche weitere Tiefdruckausläufer bis nach Deutschland durchsetzen und für einen erneut unbeständigen Wettercharakter sorgen können. Die Temperaturen bleiben mit +4/+11 Grad, örtlich bis +13 Grad bis zum Sonntag im für die Jahreszeit zu kühlen Bereich, was die Schneefallgrenze auf 1.100-1.800 Meter absinken lassen kann (Schneeprognose). Erst am Montag und Dienstag könnte sich zum heutigen Stand voraussichtlich über Süddeutschland spürbar wärmere Luftmassen durchsetzen, während es über dem Norden herbstlich frisch bleiben kann (Details s. Wettervorhersage Oktober).

Das für lange Zeit wetterbestimmende Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum verlagert im Zeitraum vom 25./31. Oktober seine Position weiter nach Osten über das westliche Russland, während zeitgleich die atlantische Frontalzone versucht, sich über Skandinavien zu positionieren. Ob das gelingen mag, darf weiterhin bezweifelt werden, da die Tiefdruckaktivität zwischen Grönland und Island außerordentlich intensiv ist, was wiederum einen Hochdruckkeil des Azorenhochs in Richtung Mitteleuropa "zieht", so dass sich zum 26./27. Oktober ein autarkes Hochdrucksystem zwischen England und Deutschland entwickeln könnte. Somit wäre der Wettercharakter vom 26./30. Oktober als relativ ruhig und überwiegend trocken zu bewerten, wobei es am 26./27. Oktober über dem Nordosten von Deutschland noch Niederschläge geben kann.

Da sich das Hochdrucksystem westlich von Deutschland, Österreich und der Schweiz zu positionieren scheint, dreht die Grundströmung auf nördliche Richtungen, was im Zeitraum vom 27./31. Oktober die Temperaturen wieder absinken lassen kann. Im Detail bleibt diese Entwicklung aber noch abzuwarten, da sich bei geringfügiger Verschiebung des Hochdrucksystems die Temperaturen noch in die eine oder andere Richtung verändern können.

Und im Trend? Die Kontrollläufe weisen Ende Oktober einen Temperaturtrend aus, welcher gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu kalt ausfallen kann. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums am 31. Oktober zwischen +6/+8 Grad. Sollte sich das Hochdrucksystem noch weiter nach Westen verlagern, so könnte es Anfang November nochmals spürbar kühler werden - mehr dazu gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter November 2016.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!