Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst - Winter 2016/17 - Wetterprognose vom 12. Oktober

Ein Hochdrucksystem über Skandinavien sorgt in den kommenden Tagen für eine zunehmend östliche, kurzweilig auch südliche Anströmung der Luftmassen, was die Niederschlagsneigung über dem Süden und Westen weiter zurück gehen lässt, während es über dem Nordosten (etwa östlich der Linie Bremen - Hof) teils längere Zeit neblig trüb, hochnebelartig oder stark bewölkt bleiben und mit einer schwachen Niederschlagserwartung - meist in Form von Sprühregen - gerechnet werden kann. Die Temperaturen steigen mit einer zunehmenden Sonnenscheindauer etwa südlich der Linie Bremen - Hof auf +14/+18 Grad an, während es nördlich davon mit +7/+13 Grad kühler bleiben kann (s. Oktober 2016).

Im Zeitraum vom 16./18. Oktober berechnet das amerikanische Wettermodell eine allmähliche Abschwächung des Hochdrucksystems über Skandinavien, so dass ein Tiefdrucksystem über England und Deutschland bis zum 21. Oktober sich bis über die Mittelmeerregion positionieren kann. In Folge daraus könnte der Wettercharakter über Deutschland, Österreich und der Schweiz wechselhafter und auch etwas kühler werden. Am 23. Oktober liegt nach diesen Berechnungen jeweils ein Tiefdrucksystem über den Azoren, Island, England und Deutschland, während über dem östlichen Europa/westliches Russland und im Bereich zwischen den westlichen Azoren und Grönland jeweils ein Hochdrucksystem befinden kann. Eine typische Westwindwetterlage ist Aufgrund dieses Zirkulationsmuster weniger wahrscheinlich und sollte sich diese Positionierung der Wettersysteme bewahrheiten, so wäre im Zeitraum vom 24./27. Oktober mit einer relativ milden, aber auch unbeständigen Südwestwetterlage über Deutschland, der Schweiz und Österreich zu rechnen.

Das europäische Wettermodell stützt in seinen Simulationen die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells nur bedingt. Auch hier schwächt sich das Hochdrucksystem über Skandinavien ab und verlagert sich über das westliche Russland. So gibt es im Zeitraum vom 17./21. Oktober für die Tiefdruckausläufer mehr Spielraum, sich über Mitteleuropa zu positionieren, was ebenfalls zu einem unbeständigen und mäßig warmen Wettercharakter führen kann. Allerdings zeigt sich in dieser Berechnung kein Tiefdrucksystem über dem Azoren. Stattdessen rückt das Azorenhoch in steiler Achsausrichtung weiter nach Osten vor und strebt eine Hochdruckverbindung mit dem Hoch über dem westlichen Russland an. Sollte dies gelingen, so wäre mit typischen Oktoberwetter Anfang des letzten Oktober-Drittels zu rechnen: nach Nebelauflösung vielfach sonnig und trocken.

Der Temperaturtrend zeigte in den letzten Tagen stets nach oben und festigte sich zum letzten Oktober-Drittel in einem für die Jahreszeit weitgehend normalen bis leicht zu kühlen Niveau. Daran hat sich heute nichts geändert. So liegt das Temperaturspektrum am 20. Oktober zwischen +8/+16 Grad (Mittelwert: +12 Grad über dem Norden und Osten und +13 Grad über dem Süden und Westen) und am 27. Oktober zwischen +4/+20 Grad (Mittelwert: +9/+11 Grad über dem Süden und Osten und +12/+13 Grad über dem Norden und Westen). Deutlicher zeigt sich das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+9) / normal (+10/+16) / zu warm (>+17), welche am 22. Oktober bei 30/60/10 und am 27. Oktober bei 50/45/5 liegen. Die Niederschlagsneigung steigt nach den Kontrollsimulationen ab dem 18./19. Oktober an und ist darüber hinaus bis zum 27. Oktober als schwach bis mäßig zu bezeichnen. Zusammenfassend schwächt sich mit höherer Wahrscheinlichkeit das Hochdrucksystem über Skandinavien im zweiten Oktober-Drittel ab und langsam aber stetig setzt sich mit einem unbeständigeren Wettercharakter tiefer Luftdruck im letzten Oktober-Drittel über Mitteleuropa durch, so dass zu warme Temperaturwerte weniger wahrscheinlich als normale oder zu kühle sind.

Betrachtet man den aktuellen Temperaturmittelwert der bereits vergangenen Oktober-Tage, so liegt der Temperaturüberschuss gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit +0,2 Grad im normalen Bereich. Sollten sich die Simulationen der Wettermodelle für das letzte Oktober-Drittel bewahrheiten, so wäre mit einer normalen bis leicht zu kühlen Temperaturabweichung im Oktober zu rechnen. Das Langfristmodell bestätigt diese Variante mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -2/-0,5 Grad im leicht zu kalten bis zu kalten Bereich. Für November liegt die Abweichung zwischen +0,5/1 Grad im leicht zu milden, während über die Wintermonate von Dezember 2016 bis Februar 2017 die Abweichung mit +0,5/+2 Grad im leicht zu milden bis zu warmen Bereich liegen kann. Das Langfristmodell hält sich recht "hartnäckig" an einen zu milden Verlauf des Wetter Winter, wenngleich die Randfaktoren für den Winter noch andere Möglichkeiten offerieren.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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