In den kommenden Tagen zeigt sich mit einer erhöhten Schauer- und Gewitterneigung ein unbeständiger Wettercharakter und mit Wind aus nördlichen Richtungen gehen die Temperaturen allgemein zurück. Erst von Dienstag bis Donnerstag kann sich über Deutschland ein Hochdrucksystem aufbauen, welches wieder für einen trockeneren Wettercharakter sorgen kann, allerdings werden mit einer nordöstlichen bis östlichen Wind frischere Luftmassen herangeführt, was in den Nächten durchaus auch zu leichten Bodenfrost führen kann.

Kommt der Winter mit dem ersten Schnee? Nein, allenfalls vielleicht in den Hochlagen der Mittelgebirge! Ein Tiefdrucksystem "tropft" über dem östlichen Europa nach Süden ab und gleichzeitig baut sich von der Mittelmeerregion bis über Skandinavien ein Hochdrucksystem auf. In Folge dessen können kühle Luftmassen über das östliche Europa geführt werden und im weitern Verlauf mit der östlichen Grundströmung auch nach Deutschland gelangen, so dass bei entsprechendem Aufklaren in der Nacht die Temperaturen entsprechend absinken können.

Wie geht es weiter? Das Hochdrucksystem kann das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells noch bis zum 8. Oktober beeinflussen. Im Zeitraum zwischen dem 9./15. Oktober bleibt das Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum bestehen, wird jedoch von der atlantischen Frontalzone zunehmend von Süden her "unterwandert". In Folge dessen dreht die Grundströmung auf südliche bis südöstliche Richtungen und führt wärmere, aber eben auch feuchtere Luftmassen nach Deutschland, was zu einer höheren Niederschlagsneigung führen kann.

Die Simulation des europäischen Wettermodells ist bis zum 11.Oktober der des amerikanischen Wettermodells sehr ähnlich, so dass zum 11. Oktober die Großwetterlage wie folgt aussehen könnte. Ein Hochdrucksystem liegt über dem östlichen Skandinavien / westlichen Russland und ein weiteres über dem Bereich der Azoren in einer steilen Aufwölbung in Richtung Grönland / östliches Kanada. Zwischen beiden Hochdrucksystemen liegen die Tiefdrucksysteme im Bereich zwischen England, Island und Mitteleuropa. Somit meridionalisiert das Zirkulationsmuster zunehmend, was eine windige und unbeständige Westwetterlage weniger wahrscheinlich macht. Stattdessen wird es im Detail darauf ankommen, inwieweit Deutschland, Österreich und die Schweiz vom hohen oder tiefen Luftdruck beeinflusst werden kann.

Die Kontrollsimulationen der Wettermodelle bestätigen den für den Norden, Westen und Süden weitestgehend trockenen Wettercharakter im Zeitraum 5./11. Oktober, während über dem Osten zeitweilige Niederschläge nicht auszuschließen sind. Im Zeitraum zwischen dem 13./16. Oktober nimmt jedoch in ganz Deutschland die Niederschlagswahrscheinlichkeit zu. Das Temperaturspektrum liegt am "kältesten" Tag am 8. Oktober bei +5/+15 Grad (Mittelwert: +9 Grad über dem Osten, sonst +12/+13 Grad) und am 15. Oktober zwischen +9/+20 Grad (Mittelwert: +14/+15 Grad).

Zusammenfassend: hoher Luftdruck wird das Wetter noch im ersten Oktober-Drittel weitgehend über Deutschland beeinflussen können, wenngleich die Grundströmung auf eine kühle Nordost bis Ost Richtung drehen kann. Im Verlauf des zweiten Oktober-Drittels ist die Wahrscheinlichkeit für die Einflussnahme der Tiefdrucksysteme höher einzustufen, als ein Verbleib des hohen Luftdrucks. Allerdings dreht der Wind auf eine südliche bis südöstliche Richtung, was die Temperaturen wieder ansteigen lassen kann. Vergleicht man die Mittelwerte mit den Jahreszeit-typischen Temperaturen, so liegen diese vom 3./10. Oktober um 2/5 Grad im zu kalten Bereich und steigen darüber hinaus vom 11./16. Oktober auf ein normales Niveau an, mit dem Trend auch leicht zu warm auszufallen.

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