Nach dem doch eher durchwachsenen Wochenende setzt sich bereits zum Montag von Süden her hoher Luftdruck durch, so dass nach teils zäher Nebelauflösung die sonnigen Anteile wieder zunehmen können. Die Temperaturen bleiben aber voraussichtlich mit +11/+16 Grad über dem Osten und +14/+19 Grad über dem Westen im nur mäßig warmen Bereich (s. Wetter Oktober).

Verantwortlich für den weitgehend trockenen Wettercharakter zum Start in die neue Woche ist ein Hochdrucksystem, welches sich bis zum 5. Oktober über dem skandinavischen Raum positionieren und bis zum 10./12.Oktober sich dort auch stabilisieren kann. In Folge dessen sind drei unterschiedliche Wetterentwicklungen möglich.

In der ersten Variante baut das Hochdrucksystem über Skandinavien eine Hochdruckverbindung zum Hochdrucksystem über den Azoren und der Mittelmeerregion auf, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz im relativ warmen und auch trockenen Einflussbereich des Hochdrucksystems liegen können.

In der zweiten Variante wird ein Tiefdrucksystem über dem östlichen Europa durch das Skandinavienhoch "abgekapselt", so dass im Verbund beider Wettersysteme mit einer östlichen Grundströmung hohe Wolkenfelder mit etwas Niederschlag aus östlichen Richtungen herangeführt werden können. So wäre die Wahrscheinlichkeit für ein paar Sonnenstrahlen über dem Westen höher einzustufen, als über dem Osten, wo teils hochnebelartige Bewölkung den Sonnenschein verhindern kann.

In der dritten Variante wird das Skandinavienhoch von Westen her "unterwandert", was über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einer erhöhten Niederschlagsneigung führen kann. Diese Konstellation wäre zudem anfällig für sog. Vb-Wetterlagen (Mittelmeertief).

Welche der Varianten ist am Wahrscheinlichsten? Die Kontrollläufe bestätigen für den Westen, Norden und Süden einen überwiegend trockenen Wettercharakter im Zeitraum vom 5./11. Oktober. Lediglich über dem Osten zeigt sich eine mäßig hohe Niederschlagserwartung, was für die zweite Variante mit dem "abgekapselten" Tiefdrucksystem über dem östlichen Europa spricht. Das Temperaturspektrum liegt am 7. Oktober zwischen +5/+23 Grad (Mittelwert: +10 Grad über dem Osten, sonst +14/+15 Grad) und am 13. Oktober zwischen +8/+20 Grad (Mittelwert: +14/+15 Grad). Zusammenfassend bestätigt sich nach den Kontrollläufen im weiteren Verlauf des ersten Oktober-Drittels weiterhin die Hochdruckdominanz, wenngleich der Osten von einem über dem östlichen Europa liegenden Tiefdrucksystem beeinflusst werden könnte.

Und das zweite Oktober-Drittel? Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells, so schwächt sich der hohe Luftdruck über Mitteleuropa allmählich ab, während die atlantische Frontalzone von Westen mehr Einfluss auf das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz nehmen kann. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+12) / normal (+13/+19) / zu warm (>+20), liegen am 10. Oktober bei 25/60/15 und am 15. Oktober bei 25/50/25 und bestätigen einen weitgehend normalen Temperaturtrend bis Mitte Oktober. Mit anderen Worten: das erste Oktober-Drittel könnte weitgehend hochdruckdominiert ausfallen, während es im zweiten Oktober-Drittel zunehmend herbstlicher werden kann.

Das Langfristmodell berechnet im Oktober 2016 eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel von +0,5/+1 Grad im leicht zu warmen Bereich. Der November und Dezember könnten mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad normal und im Trend auch leicht zu warm ausfallen, während der Januar und Februar 2017 mit +0,5/+2 Grad leicht zu mild bis deutlich zu warm ausfallen können. In der Niederschlagserwartung des Langfristmodells zeigt sich der November auffallend positiv (zu nass), während sonst kaum Auffälligkeiten gegenüber den Sollwerten zu erkennen ist.

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