Tiefdrucksysteme sorgen ab heute Nachmittag zunächst über dem Südwesten, ab Freitag dann auch über ganz Deutschland für einen unbeständigen Wettercharakter bei zurückgehenden Temperaturen. So liegen die Werte von Samstag bis einschließlich Dienstag meist im Bereich zwischen +15/+20 Grad und können je nach Sonnenscheindauer, bzw. Niederschlagssituation auch darunter, bzw. darüber liegen. Zum Start in die neue Woche kann die Schauerneigung nachlassen, so dass es bei einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken verbreitet trocken bleiben kann (Details s. Wetter September 2016).

Der Grund für die nachlassende Niederschlagsneigung zum Start in die neue Woche ist ein Hochdruckkeil des Azorenhochs, welches sich bis über Deutschland erstrecken kann. Das amerikanische Wettermodell berechnet im Zeitraum von Dienstag bis einschließlich Freitag den Erhalt des Hochdruckkeils, während sich von Westen her das nächste Tiefdrucksystem nähert. So kommt es zwischen beiden Systemen zu einer südwestlichen Anströmung der Luftmassen, was die Temperaturen über Deutschland, Österreich und der Schweiz bis zum Freitag mit +16/+22 Grad wieder etwas ansteigen lassen kann. Voraussichtlich ab Freitag schwächt sich der Hochdruckkeil ab, was es dem Tiefdrucksystem ermöglicht weiter nach Osten voranzukommen und das Wetter über Deutschland mit Regen und zurückgehenden Temperaturen bis zum 26. September beeinflussen. Im Zeitraum darüber hinaus kann sich zwischen dem 26./30. September ein neuerlicher Hochdruckkeil des Azorenhochs in Richtung Mitteleuropa ausbilden und im weiteren Verlauf eine - zum heutigen Stand - stabile Hochdruckbrücke mit dem Kontinentalhoch über dem westlichen Russland aufbauen. Die Tiefdrucksysteme könnten mit dieser Hochdruckbrücke bereits auf dem Atlantik blockiert werden, so dass in Folge daraus mit einem typischen "Altweibersommer" zu rechnen wäre.

Das europäische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 20./25. September eine ganz ähnliche Wetterentwicklung. Anders jedoch wie bei der Simulation des amerikanischen Wettermodells entsteht keine Hochdruckbrücke zwischen dem Azoren- und Kontinentalhoch, sondern der Hochdruckkeil strebt über Deutschland nach Skandinavien und blockiert somit die erhöhte Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik in gleicher Weise. Zum 24./25. September könnte sich der Hochdruckkeil zu einem eigenständigen Hochdrucksystem mit Kern über Deutschland ausbilden. Etwas andere Voraussetzungen, aber in etwa der gleiche Effekt auf das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Kontrollläufe stützen einen weitgehend trockenen Wettercharakter im Zeitraum vom 19./23. September. Darüber hinaus steigt von Süd nach Nord die Niederschlagswahrscheinlichkeit an und bewegt sich über dem Süden im leichten bis schwachen, sonst im schwachen bis mäßigen Bereich. Die Ausbildung eines Hochdrucksystems ist nach den Kontrollläufen zum letzten September-Drittel zwar wahrscheinlich, aber keinesfalls gesichert. Das Temperaturspektrum liegt meist im Bereich zwischen +11/+25 Grad bei einem Mittelwert, welcher sich mit +16/+17 Grad im Jahreszeit-typischen Bereich bewegen kann. Anders formuliert: die Hitzewelle endet am Wochenende und nachfolgend normalisiert sich mit hoher Wahrscheinlichkeit das Temperaturniveau.

Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+14) / normal (+15/+22) / zu warm (>+22), liegen am 25. September bei 30/45/25 und am 30. September bei 25/50/25 und bestätigt die Entwicklung hin zu Jahreszeit-typischen Temperaturwerten.

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