Nach den teils kräftigen Schauern und Gewittern (Gewitterradar) mit örtlichen Unwetterpotential vom Sonntag und in der Nacht auf Montag, beruhigt sich das Wetter zum Dienstag wieder, bevor von Mittwoch bis Freitag sich wieder hoher Luftdruck mit viel Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen durchsetzen kann (s. Wetter September).

Das Hochdrucksystem baut sich nach beiden Wettermodellen im Zeitraum vom 6./12. September im Bereich zwischen der Mittelmeerregion, Deutschland, Polen und Skandinavien auf, so dass die Tiefdrucksysteme vom Atlantik her kommend frühzeitig blockiert werden können. Der Wettercharakter ist im Zeitraum als ruhig, trocken und mit viel Sonnenschein als sommerlich warm zu bezeichnen. So liegt das mögliche Temperatursektrum am 10. September zwischen +22/+30 Grad bei einem Mittelwert von +24/+26 Grad, was in etwa um +4/+7 Grad gegenüber dem Jahreszeit-typischen Wert zu warm sein kann.

Darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell im Zeitraum vom 12./18. September ein größeres Entwicklungsspektrum, was die größere Einflussnahme der atlantischen Frontalzone auf das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht ausschließt. In der aktuellen Simulation greift das erste Frontensystem am 13. September auf Deutschland über, wird jedoch von dem Hochdrucksystem nach Norden abgelenkt. So kann der Wettercharakter zunehmend unbeständiger werden, jedoch werden mit einer südlichen Anströmung der Luftmassen noch mäßig warme bis warme Luftmassen nach Deutschland geführt. Mit anderen Worten entspräche dies dem ersten Versuch der Tiefdrucksysteme das Blockadehoch aufzulösen. Ob es bei einem Versuch bleibt, oder ob das Hochdrucksystem im Anschluss wieder durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.

Was ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe bestätigen das breite Entwicklungsspektrum. So liegen die Höhentemperaturen (ca. 1.500 Meter) am 15. September zwischen +2+/17 Grad und weisen eine Differenz von rund 15 Grad auf. Zum Vergleich: für Wettervorhersagen ist eine Differenz von 2/4 Grad und für Wetterprognosen 4/6 Grad wünschenswert. Der Trend ist jedoch eindeutig: das hohe Temperaturniveau vom ersten September-Drittel kann sich im zweiten September-Drittel mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht halten und sinkt etwa um 4/6 Grad ab, was Tageswerte um die +20 Grad zur Folge hätte und für die Jahreszeit weiterhin etwas zu warm wären.

Das Langfristmodell bestätigt in seiner heutigen Wetterprognose einen gegenüber dem langjährigen Mittelwert um 1 bis 2 Grad zu warmen Temperaturverlauf im September. Der Oktober fällt demnach mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad weitgehend normal und der November mit -0,5/+1 Grad normal bis leicht zu mild aus. Der Dezember und auch der Februar werden mit einer Abweichung von +1/+2 Grad als zu warm berechnet, während der Januar mit -0,5/+1 normal bis leicht zu mild simuliert wird. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich der September und Oktober im Trend normal bis leicht negativ (zu trocken), während die Monate von November bis Februar keine sonderlichen Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert aufweisen, im Trend aber positiv ausfallen können (zu nass). Möchte man hieraus eine Interpretation ableiten, so wäre der September und Oktober noch weitgehend hochdruckdomminiert, während von November bis Februar Tiefdrucksysteme das Wettergeschehen im Winter 2016/17 dominieren könnten.

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