Sommerlich warm, so zeigen sich die ersten September-Tage bei einer zum Wochenende hin ansteigenden Schauer- und Gewitterneigung, welche örtlich durchaus auch kräftiger ausfallen könnten (s. Wetter September). Doch bereits am 4./5. September nimmt der Tiefdruckeinfluss von Westen her mit einem unbeständigem und kühler werdenden Wettercharakter zu, so dass die Tageswerte am 5. September (Montag) meist im Bereich zwischen +16/+23 Grad liegen könnten.

Das stützt die Wetterprognosen für September der letzten Tage, bei der der Zeitraum 4./5. September als unbeständig und auch etwas kühler in Aussicht gestellt wurde. Die Frage ist nur - für wie lange?

Das amerikanische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 6./8. September eine zunächst mehr oder minder stabile Südwestwetterlage, welche von Südwesten her wieder wärmere, aber auch feuchtere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann, so dass das tägliche Schauer- und Gewitterrisiko erhalten bleiben kann. Im Zeitraum vom 8./12. September kann sich nach diesen Berechnungen ein Hochdrucksystem zwischen der Mittelmeerregion und Deutschland aufbauen. In den gestrigen Berechnungen reichte das Hochdrucksystem noch bis über den skandinavischen Raum, was heute aber nicht mehr der Fall ist. Somit wird das Hochdrucksystem in seiner Stabilität grundsätzlich anfälliger für Störeinflüsse von Tiefdrucksystemen, welche auch im Zeitraum 12./14. September auch zunehmen können.

Anders hingegen sind Berechnungen des europäischen Wettermodells der letzten Tage im Zeitraum vom 5./7. September und dienen als Hinweis, dass eine Hochdruckdominanz im ersten September-Drittel zum heutigen Stand keinesfalls als gesichert angesehen werden kann. So könnte sich das Hochdrucksystem nicht gegen die Tiefdruckausläufer behaupten und spaltet sich in einer Variante in zwei Hochdrucksysteme auf - eines liegt im Bereich nördliches Skandinavien / Barentssee und das zweite liegt im Bereich zwischen den Azoren und England. In diese entstehende Lücke stoßen aus nordwestlichen Richtungen Tiefdrucksysteme in Richtung Deutschland, Österreich und die Schweiz vor, was den Wettercharakter unbeständig und auch "herbstlich" kühl werden lassen könnte. Die zweite Variante könnte eine Westwetterlage sein, bei der sich das Azorenhoch abflacht und das Hochdrucksystem über Skandinavien abgebaut werden kann. In Folge daraus kann sich die atlantische Frontalzone über Skandinavien positionieren und für die kühle, windige und unbeständige (herbstliche) Westwetterlage verantwortlich sein.

Was ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich einen unbeständigeren und auch etwas kühleren Wettercharakter im Zeitraum 4./5. September. Nachfolgend steigt das Temperaturniveau wieder an und liegt mit seinem Mittelwert mit einer Abweichung von +2/+5 Grad über dem langjährigen Mittelwert im zu warmen Bereich. Gleichzeitig schwächt sich die Niederschlagsneigung vom 6./13. September ab und ist als schwach einzustufen. Es gibt derzeitig also nur wenige Signale, welche die Hochdruckdominanz im ersten September-Drittel in Frage stellen.

Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+16) / normal (+17/+22) / zu warm (>+22), liegen am 8. September bei 10/40/50 und am 13. September bei 20/40/40. Auch hier finden sich nur wenig Hinweise für einen Wetterumschwung in Richtung Herbst.

Das Langfristmodell reagiert etwas auf die aktuelle Entwicklung und berechnet den September in seinem heutigen Wettertrend mit einer Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5/+1 Grad normal bis leicht zu warm - in den letzten Tagen lag die Abweichung mit -0,5/+0,5 Grad noch im normalen Bereich. Für Oktober und November werden mit einer Abweichung von -0,5/+1 Grad ebenfalls leicht zu warme Herbstmonate in Aussicht gestellt. Und im Winter - wie wird das Wetter Winter? Hier zeigt sich der Dezember 2016 mit +0,5/+2 Grad zu mild bis zu warm, der Januar 2017 mit -0,5/+1 Grad normal bis leicht zu mild und der Februar 2017 mit einer Abweichung von +1/+2 Grad zu warm. Im Niederschlagsverhalten zeigen sich von September bis Februar kaum Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert.

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