Die kommende Wetterentwicklung zeigt zum Sonntag/Montag den Durchzug einer Störung mit teils kräftigen Schauern und Gewittern mit einem nachfolgenden Temperaturrückgang, so dass am Montag vielfach Werte zwischen +17/+23 Grad erwartet werden können. Nachfolgend setzt sich von Südwesten her mit höherer Wahrscheinlichkeit wieder hoher Luftdruck durch, was im Zeitraum vom 30. August bis 3. September die Niederschlagsneigung abschwächen und die Temperaturen wieder auf ein sommerliches Niveau ansteigen lassen kann (s. Wetter August | Wetter September).

Geht es nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells, so zeigt sich im Zeitraum vom 1./8. September eine erhöhte Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik im Bereich zwischen Neufundland, Island und Skandinavien. Gleichzeitig positioniert sich zwischen den Azoren, der Mittelmeerregion und dem östlichen Europa ein Hochdruckgebiet. Im Verbund beider Wettersysteme kommt es zu einem südwestlich ausgerichteten Zirkulationsmuster und im Detail wird es darauf ankommen, wie weit die Tiefdrucksysteme nach Osten vorankommen werden.

Im wesentlichen ergeben sich für den Zeitraum vom 3./8. September folgende Entwicklungsmöglichkeiten beim Wetter. In der ersten Variante liegt das Hochdrucksystem westlicher, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz größtenteils im Einflussbereich des Hochdrucksystems liegen können. Die Tiefdrucksysteme könnten in dieser Variante frühzeitig vor Mitteleuropa blockiert, bzw. nach Norden abgelenkt werden. In Folge daraus wäre das erste September-Drittel weitgehend von trockenem Wetter und sommerlich warmen Temperaturen geprägt.

In der zweiten Variante liegt das Hochdrucksystem weiter östlich, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz zwischen den Fronten der Tiefdrucksysteme über dem Westen und des Hochdrucksystems über dem Osten liegen kann. In Folge daraus wäre mit einer erhöhten Neigung zu Schauern und Gewittern zu rechnen, welche über dem Nordwesten länger anhaltend sein und auch für etwas kühlere Temperaturen als über dem Südosten sorgen können. Nichtsdestotrotz ist auch diese Variante noch weitgehend als sommerlich zu bezeichnen.

Die dritte Variante zeigt sich mit einem für Deutschland, Österreich und der Schweiz wirkungslosen Hochdrucksystem, welches durch den tiefen Luftdruck weit nach Osten abgedrängt wurde. In Folge daraus positioniert und festigt sich die atlantische Frontalzone über dem skandinavischen Raum, was für Deutschland mäßig warme Temperaturen und einen unbeständigen Wettercharakter zur Folge haben kann.

Das Entwicklungsspektrum ist groß, doch was ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe weisen eine nur schwache bis mäßige Niederschlagserwartung im Zeitraum vom 3./9. September aus und der Mittelwert des Temperaturspektrums sinkt vom 5. September mit +22/+24 Grad bis zum 9. September auf +19/+20 Grad ab, was aber mit der nun fortschreitenden Jahreszeit völlig normal ist.

Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+16) / normal (+17/+22) / zu warm (>+22), liegen am 5. September bei 5/40/55 und am 9. September bei 10/50/40 und bestätigen mehrheitlich die Tendenz für einen normalen bis zu warmen Temperaturcharakter im ersten September-Drittel.

Das Langfristmodell hat sich in seiner heutigen Wetterprognose für die Herbst- und auch Wintermonate kaum Veränderungen vorgenommen. So liegt die Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert im September und Oktober im normalen Bereich, während sie von November, Dezember, Januar und auch Februar im leicht zu warmen bis zu warmen Bereich liegen kann. Im Niederschlagsverhalten gibt es keine sonderlichen Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert - lediglich der Oktober hat zum heutigen Stand eine leicht zu trockene Tendenz.

Anzeige

 

Erzählen Sie es Ihren Freunden, wenn Ihnen unsere Wetterprognosen gefallen