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Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst Winter 2016/2017 - Wettertrend vom 13. September

| M. Hoffmann
Ein Tiefdruckausläufer sorgt von Donnerstag bis einschließlich Samstag für einen unbeständigeren Wettercharakter - insbesondere am Samstag sind über den südlichen Regionen teils kräftige und länger andauernde Niederschläge nicht auszuschließen. Die Temperaturen gehen ab Donnerstag zurück und erreichen bis zum Sonntag noch vielfach Werte, welche zwischen +17/+23 Grad, örtlich bis +24/+26 Grad im dann doch angenehmen liegen können (s. Wetter September 2016).

Im Zeitraum vom 18./22. September simuliert das amerikanische und auch europäische Wettermodell eine ganz ähnliche Entwicklung der Großwetterlage, wobei es im Detail darauf ankommen wird, wie sich die Systeme zueinander Positionieren werden. Die Gemeinsamkeit liegt in der Ausdehnung eines Hochdruckkeils des Azorenhochs in Richtung Mitteleuropa. Nach dem europäischen Wettermodell liegt der Hochdruckkeil etwas nördlicher, bleibt mit seinem östlichen Gradienten aber noch vor Deutschland, Österreich und der Schweiz, so dass die Strömungsrichtung aus nördlichen Richtungen kommen kann. Der Wettercharakter wäre demnach leicht unbeständig und mit Temperaturen zwischen +14/+20 Grad mäßig warm.

Das amerikanische Wettermodell simuliert den Hochdruckkeil etwas südlicher, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz zeitweilig vermehrt in den Einflussbereich von Tiefdruckausläufern gelangen können. Mit Wind aus westlichen Richtungen wären demnach über dem Norden mehr Niederschläge und kühlere Temperaturen als über dem Süden zu erwarten. Im Zeitraum vom 22./27. September könnte sich nach diesen Berechnungen zwischen Island und England ein Tiefdrucksystem positionieren, welches auf seiner Vorderseite einen aufstrebenden Hochdruckkeil in Richtung Skandinavien ermöglichen kann. In Folge dessen könnte Deutschland wieder in eine warme, aber auch zunehmend feuchte und zu Schauern und Gewittern neigende Südströmung gelangen.

Eine rasche Umstellung der Großwetterlage zum letzten September-Drittel wird auch heute nicht simuliert. Stattdessen bleibt - wie in den letzten Tagen auch - eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Hochdruckdominanz. Die Kontrollläufe stützen vom 16./18. September eine erhöhte Niederschlagserwartung über dem Süden, Westen und Osten. Darüber hinaus zeigt sich im Zeitraum vom 19./27. September eine nur schwache Niederschlagswahrscheinlichkeit, was eben auf eine erneute Hochdruckdominanz hindeutet. Das Temperaturniveau sinkt jedoch zum 16./17. September vielfach auf ein Jahreszeit-typisches Niveau ab. So liegt das Temperaturspektrum am 20. September zwischen +15/+25 Grad (Mittelwert: +18/+19 Grad über dem Westen, Osten und Norden und +21 Grad über dem Süden) und am 27. September zwischen +11/+25 Grad (Mittelwert: +16/+18 Grad).

Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+14) / normal (+15/+22) / zu warm (>+22), liegen am 20. September bei 20/45/35 und am 26. September bei 25/50/25 und bestätigt die Entwicklung hin zu einem normalen, Jahreszeit-typischen Temperaturniveau.

Das Langfristmodell berechnet für den Oktober eine Temperaturabweichung von +1/+2 Grad über dem langjährigen Mittelwert im deutlich zu warmen und für November mit einer Abweichung von +0,5/+1 Grad im leicht zu warmen Bereich. Im Winter zeigt sich für Dezember eine Abweichung von -0,5/+0,5 Grad im normalen und im Januar und Februar mit +0,5/+2 Grad im leicht zu warmen bis zu warmen Bereich, wobei die südlichen Regionen wärmer als die nördlichen simuliert werden. Nach einem zu warmen Winter 2015/16 folgte ein zu warmen Frühling und Sommer und mit höherer Wahrscheinlichkeit wohl auch ein zu warmer Herbst. Es wäre also aus dieser Sicht nicht verwunderlich, wenn der Winter 2016/17 ebenfalls zu warm ausfallen könnte. Einiges spricht dafür, aber ein kräftiger Wetterwechsel mit einer nachhaltigen Zirkulationsveränderung hat es in der Vergangenheit schon des Öfteren gegeben. Mit anderen Worten: im Winter 2016/2017 ist noch vieles möglich, auch wenn zum heutigen Stand eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen zu milden Verlauf spricht.

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