Im Verlauf von Montag bis Dienstag überquert ein Niederschlagsband Deutschland von Nord nach Süd und führt wieder kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz, was ab der zweiten Wochenhälfte wieder nasskalte Temperaturwerte erwarten lässt. So sind Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer teils bis in tiefere Lagen nicht auszuschließen und die Frostgrenze schwankt zwischen 500-800 Meter. So ganz gibt sich der Winter also noch nicht geschlagen (s. Wettervorhersage Februar)..

Betrachtet man die Simulationen der Wettermodelle im Zeitraum zwischen dem 24./27. Februar, so liegt über dem skandinavischen Raum ein Tiefdrucksystem, welches im Verbund mit einem Hochdruckkeil des Azorenhochs in Richtung Island/Grönland kühlere Luftmassen nach Süden führt. Nach dem europäischen Wettermodell wird der Zufluss kühlerer Luftmassen stärker und konsequenter als nach dem amerikanischen Wettermodell simuliert, so dass es in diesem Zeitraum ab den mittleren Lagen durchaus noch einmal winterlich werden kann.

Im Zeitraum zwischen dem 27./29. Februar simulieren beide Wettermodelle eine klassische Vb-Zugbahn eines Tiefdrucksystems von England über Frankreich/Spanien bis über die Mittelmeerregion. So gelingt Vorderseitig die Zufuhr wärmerer Luftmassen, welche sich zum aktuellen Stand nicht über ganz Deutschland ausweiten können. So sind mit höherer Wahrscheinlichkeit über dem Süden mit +5/+10 Grad mildere Werte als mit +1/+5 Grad über dem Norden zu erwarten. Erfahrungsgemäß sorgen solche Mittelmeertiefdrucksysteme für teils kräftige und länger andauernde Niederschläge.

Ist die Zugbahn des Mittelmeertief hingegen südöstlicher, so können im Verbund mit der Hochdruckachse des Hochdrucksystems von den Azoren bis nach Skandinavien kältere Luftmassen aus nordöstlichen Richtungen herangeführt werden. Die Kontrollläufe berücksichtigen die Möglichkeit einer solchen Variante, jedoch ist eine von Süden her voranschreitende Milderung bis Ende Februar wahrscheinlicher, wenngleich die Temperaturen über dem Norden im nasskalten Bereich verbleiben können. Ob sich die Milderung darüber hinaus durchsetzen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Witterungstrend zum Wetter Frühling.

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