Aktiv-dynamisch, so lässt sich das Wetter in den kommenden Tagen wohl am besten beschreiben. Nach einer ruhigen Wetterphase am Donnerstag und Freitag nimmt der Wind am Wochenende zu und kann - zum aktuellen Stand - über dem Nordwesten auch für Starkwindereignisse sorgen, bei dem orkanartige Windböen nicht auszuschließen sind. Mit dem Wind wird es mild, bevor zum Wochenstart der Wind nachlässt, auf nördliche Richtungen dreht und nachfolgend wieder kühlere Luftmassen nach Deutschland führen kann (s. Wettervorhersage Februar).

Im weiteren Verlauf gibt es in den Simulationen der Wettermodelle noch immer unterschiedliche Berechnungen, was zeigt wie unsicher die kommende Wetterentwicklung noch ist.

Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so bleibt der Zeitraum zwischen dem 23./25. Februar noch überwiegend von einer nasskalten Witterung geprägt, bei der z.T. auch Schnee-, Schneeregen und Graupelschauer bis in tiefere Lagen möglich sind. Im Zeitraum zwischen dem 26./29. Februar keilt das Azorenhoch nach Norden in Richtung Island auf und lässt auf seinen östlichen Hochdruckgradienten ein Tiefdrucksystem nach Süden "abtropfen". Dies geschieht in einer westlichen Position noch vor Mitteleuropa, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz in den Einflussbereich einer südlichen Vorderseitenströmung gelangen können. Im weiteren Verlauf kippt zum 28./29. Februar der Hochdruckkeil in Richtung Skandinavien und schnürt somit den Trogansatz ab. In Folge daraus verbleibt Deutschland in einer gradientenschwachen aber milden Wetterstruktur.

Differenziert zeigt sich die Simulation des europäischen Wettermodells, dessen Berechnungen zunächst einmal der des amerikanischen Wettermodells ähnlich sind, jedoch die Trogansatz östlicher positioniert ist und somit eine Fortdauer der nasskalten Witterung mit Schneeoptionen ab den mittleren Lagen bis Ende Februar zur Folge haben kann.

Was ist wahrscheinlicher? Die Konstante findet sich in den Kontrollläufen wieder, welche bereits seit Tagen eine nasskalte Witterung bis zum Monatsende favorisieren und damit der milde Variante des amerikanischen Wettermodells nicht folgen, bzw. unterstützen. So liegt das Temperaturspektrum am 24. Februar zwischen +1/+8 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad) und am 29. Februar zwischen +2/+14 Grad (Mittelwert: +6/+7 Grad). Eine winterliche Wetterlage bis in tiefere Lagen hinab ist demnach wenig wahrscheinlich und erst ab den höheren mittleren Lagen zwischen 700-900 Meter möglich. Gibt es noch Potential für Veränderungen? Auch die gibt es und hängen maßgeblich davon ab, wie stark und in welcher Position der sog. Cut-Off Prozess (Trogansatz) von statten gehen wird. Die nächste Aktualisierung erfolgt an dieser Stelle heute Abend gegen 21:00 Uhr mit einem kleinen Update der Wettervorhersage Winter.
Aktualisierung:
Die ganz milden Varianten sind tagsüber weitgehend aus den Simulationen der Wettermodelle verschwunden, so dass sich der Trend der Kontrollläufe bestätigt. Beide Wettermodelle simulieren zuvor jedoch noch die sehr milde Sturmtiefentwicklung für das kommende Wochenende, bei der am Sonntagnachmittag, bzw. auch Spätnachmittag auch Starkwindereignisse über dem Nordwesten von Deutschland möglich sind (simuliert werden Spitzenwindgeschwindigkeiten von 70-110 km/h). Zum Start in die neue Woche bis Ende Februar kippt das Strömungsmuster auf nordwestliche Richtungen und ist der aktuellen Wetterlage relativ ähnlich. Die Tageswerte pendeln zumeist zwischen +1/+7 Grad und können kurzzeitig mal darüber, mal auch darunter liegen und die Schneefallgrenze schwankt tagsüber zwischen 400-800 Meter und in den Nächten zwischen 100-600 Meter. Zusammenfassend ist - mal abgesehen vom Wochenende - ein nasskalter Wettercharakter bis Ende Februar nun deutlich wahrscheinlicher geworden.

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