Die nasskalte Temperaturentwicklung der kommenden Tage wird auch heute erneut simuliert, so dass die Schneefallgrenze bis zur Wochenmitte bis auf die mittleren, teils auch tieferen Lagen absinken kann - der Schwerpunkt der Niederschläge liegt zum aktuellen Stand über den südlichen und östlichen Landesteilen und in den Nächten ist wieder vermehrt mit Frost und glatten Straßen zu rechnen (Details s. Wetter Februar).

Verantwortlich für die Kaltluftadvektion ist ein Mittelmeertief, welches unter Abschwächung bis zum Donnerstag den Nordosten von Deutschland erreicht haben kann. Solche Zugbahnen sind nicht auf den Kilometer genau zu berechnen und haben auch im sog. Nowcastbereich noch Potential für Veränderungen.

Im Zeitraum zwischen dem 18./27. Februar simuliert das amerikanische Wettermodell relativ rasch die Auflösung des Trogansatzes (Cut-Off-Prozess) und "zieht" das Mittelmeertief zurück in das Zentraltief zwischen Island und England, so dass im Verbund mit dem kräftigen Azorenhoch mildere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz geführt werden können. Wie mild? Simuliert werden bspw. am 23. Februar Werte zwischen +8/+14 Grad. Da steckt also auch eine Menge an Energie dahinter, welche für den Luftmassenaustausch verantwortlich ist und das äußerst sich im Zeitraum vom 20./22. Februar in Form von Windereignissen, wobei nach der aktuellen Simulation auch Potential für Starkwindereignisse vorhanden ist.

Das europäische Wettermodell simuliert einen ganz ähnlichen Ansatz, wobei zum 23./24. Februar sich erneut eine nasskalte Nordwestwetterlage einstellen könnte.

Beide Wettermodelle haben eines gemeinsam - wenig bis kaum winterliche Chancen für tiefere Lagen und sollte die Milderung wie berechnet auch eintreten, so ist auch in höheren Lagen mit einem Rückgang der Schneedecke zu rechnen. Die Kontrollläufe weisen gegenüber den letzten Tagen kaum Veränderungen auf und bestätigen die nasskalten Temperaturwerte bis zum 20.Februar mehrheitlich und darüber hinaus den gegenüber den Jahreszeit-typischen Werten positiven Temperaturtrend. So liegt das Temperaturspektrum am 20. Februar zwischen +0/+10 Grad (Mittelwert: +3/+4 Grad) und am 28. Februar zwischen -1/+15 Grad (Mittelwert: +6/+7 Grad). Die nächste Aktualisierung erfolgt an dieser Stelle heute Abend gegen 21:00 Uhr mit einem kleinen Update der Wettervorhersage Winter.
Aktualisierung:
Beide Wettermodelle sind sich bis zum 22. Februar weitgehend in der Wetterentwicklung einig. Nach der nasskalten Temperaturphase mit Schnee bis auf mittlere Lagen hinab, kann es zwischen dem 19./22. Februar deutlich milder werden. Der Grund hierfür ist die Beendigung des Trogansatzes, bei der die atlantische Frontalzone die Dominanz über das Wettergeschehen über Mitteleuropa übernimmt. Das geschieht in Form einer relativ windigen Westwetterlage, bei der teils sehr milde Luftmassen herangeführt werden können. So können die Tageshöchstwerte bspw. am 21. Februar zwischen +8/+14 Grad liegen. Im Zeitraum darüber hinaus differenzieren sich die Wettermodelle in ihren Berechnungen. Das amerikanische Wettermodell hält die Westwindzirkulation aufrecht, so dass sich bis Ende Februar das Tauwetter auch in höheren Lagen durchsetzen kann. Geht es nach der Simulation des europäischen Wettermodells, so kann das Zirkulationsmuster zwischen dem 22./24. Februar über Mitteleuropa erneut eine meridionale Struktur annehmen und ein nasskaltes (normales, Jahreszeit-typisches) Temperaturempfinden herbeiführen. Die Kontrollläufe stützen die Milderung zum 20./22. Februar mehrheitlich und auch darüber hinaus liegen die Wahrscheinlichkeiten für eine zu milde Temperaturtendenz höher, als eine normale oder gar zu kalte.

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