Nach dem stürmischen Wetter am heutigen Rosenmontag und auch Faschingsdienstag beruhigt sich das Wetter ab Aschermittwoch deutlich und mit der Zufuhr kühlerer Luftmassen können die Schneeflocken oberhalb etwa 500-800 Meter wieder "tanzen", während es in tieferen Lagen eher nasskalt bleibt (Details s. Wetter Februar).

An der unbeständigen und nasskalten Wetterlage ändert sich voraussichtlich auch am Wochenende nichts. Die Temperaturen steigen tagsüber verbreitet auf +0/+6 Grad und sinken in den Nächten auf -2/+3 Grad ab. So schwankt die Schneefallgrenze tagsüber zwischen 500-900 Meter und sinkt in der Nacht auf 300-600 Meter ab. Die Ausbildung einer Schneedecke ab mittleren Lagen (500-800 Meter) ist also nicht auszuschließen.

Darüber hinaus simulieren beide Wettermodelle bis zum 17. Februar ein Tiefdrucksystem über Deutschland, welches an seinen westlichen Gradienten kühlere Luftmassen nach Deutschland führt, jedoch den Zustrom noch kälterer Luftmassen über Skandinavien blockiert. Gleichzeitig gelingt es dem Azorenhoch ein Hochdruckkeil in Richtung Grönland zu entsenden um die atlantische Frontalzone zunächst einmal zu blockieren, bzw. zu stören. Das Zirkulationsmuster kippt über Mitteleuropa im Zeitraum 14./17. Februar auf ein meridionales (Nord-Süd, Süd-Nord) Muster. Ob es etwas kälter oder milder werden kann, hängt dabei maßgeblich davon ab, wie sich das Tiefdrucksystem über Mitteleuropa positionieren kann.

Nach beiden Wettermodellen ist das Hoch auf dem Atlantik nicht stark genug, um dem fortdauernden "anrennen" der atlantischen Frontalzone etwas entgegenzusetzen und kippt zum 18. Februar nach Osten weg. Daraus resultieren im wesentlichen drei Wetterentwicklungen. In der ersten Variante flacht das Hochdrucksystem ab und die bisherige Westwindzirkulation übernimmt wieder die Dominanz über das Wettergeschehen über Mitteleuropa. Das Ergebnis dieser Variante wäre eine nasskalte bis milde und windige Wetterlage. In der zweiten Variante verlagert sich die Hochdruckposition über das östliche Europa, so dass die Anströmung der Luftmassen aus südwestlichen Richtungen kommen kann. Mildes, teils warmes Wetter wäre hieraus die Folge. In der dritten Variante verlagert sich das Azorenhoch auf dem Atlantik in "kugelrunder" Position im Bereich zwischen den Azoren und Grönland. Deutschland würde bei einem eintreten dieser Variante auf der östlichen Seite der Hochdruckgradienten liegen, so dass mit einer Nordwestanströmung nasskalte Luftmassen zugeführt werden können.

Zusammenfassend bleiben die Varianten der Wettermodelle für tiefere Lagen im zweiten Februar-Drittel wenig winterlich, wenngleich kurze Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer zwischendurch nicht auszuschließen sind. Die Kontrollläufe stützen das nasskalte Temperaturniveau weitgehend. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums am 15. Februar zwischen +4/+7 Grad und am 21. Februar zwischen +3/+5 Grad. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), liegen am 17. Februar bei 15/35/50 (gestern: 10/55/35) und am 22. Februar bei 5/35/60 (gestern: 10/40/50). Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 21:00 Uhr an dieser Stelle mit einem kurzen Update der Wetterprognose Winter.
Aktualisierung:
Eine im Zeitraum 10./17. Februar verstärkte Neigung zu einem meridionalem Grundmuster wird auch heute Abend von den Wettermodellen favorisiert. Dabei keilt das Azorenhoch nach Norden in Richtung Grönland/Island auf und gleichzeitig liegen über Deutschland Tiefdrucksysteme, welche in der Höhe relativ kalte Luftmassen heranführen. So liegen die Höhentemperaturen zumeist im Bereich zwischen -3/-7 Grad, was zeitweilig die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen zwischen 400-800 Meter absinken lassen kann. Zeitweilige Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sind bei der nasskalten Witterung aber auch in tieferen Lagen nicht auszuschließen. Im Zeitraum darüber hinaus zeigen die Kontrollläufe zunehmend größere Unsicherheiten, wenngleich das Temperaturspektrum mehrheitlich in die milde Richtung zeigt. Das kann und darf zum aktuellen Stand aber noch angezweifelt werden. Warum? Der AO-Index hat eine sehr breites Spektrum, ist aber potentiell negativ berechnet, was auf einen Fortbestand der Instabilität des Polarwirbels hindeutet. Das amerikanische Wettermodell simuliert zum 19./21. auch den Ansatz eines Polarwirbelsplitts Die Frage die sich also stellt: kommt der Winter, bleibt es nasskalt oder setzt sich gar der Frühling im letzten Februar-Drittel durch? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) liegen am 17. Februar bei 20/45/35 (heute Mittag: 15/35/50) und am 22. Februar bei 10/25/65 (heute Mittag: 5/35/60) und zeigen eine deutliche Tendenz für eine milde Temperaturentwicklung. Nichtsdestotrotz simulieren die Wettermodelle aktuell Wetterlagen, welche vor ein paar Tagen noch undenkbar gewesen waren und vieles deutet auf eine Umstellung der Großwetterlage im zweiten Februar-Drittel hin.

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