Die Windsituation von Rosenmontag bis Faschingsdienstag bleibt angespannt. In der Entwicklung ist von stürmischen bis hin zu orkanartigen Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h alles möglich. Der Grund für die Unsicherheiten ist die dynamische Wetterentwicklung, bei der Veränderungen auf kleinsten Raum maßgebliche Auswirkungen auf das Wetter in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben können. Auch das Potential für sog. Schnellläufer bleibt erhalten (Orkan). Erst zur Wochenmitte - zum Aschermittwoch - kann sich das Wetter voraussichtlich wieder beruhigen (Details s. aktuelle Wettervorhersage Februar).

Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodell, so bleibt der unbeständige, teils windige Wettercharakter bis Mitte Februar erhalten. Die Temperaturen wechseln sich dabei zwischen einer milden Tiefdruckvorderseite und kühlen Rückseite ab. Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer sind zwischendurch grundsätzlich nicht auszuschließen, jedoch ist in tieferen und mittleren Lagen (400-700 Meter) nicht von winterlichen Verhältnissen auszugehen.

Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so verliert die atlantische Frontalzone im Zeitraum 10./14. Februar zunehmend an Dynamik und die Tiefdrucksysteme zeigen im Ansatz eine "Austrogung" von Skandinavien in Richtung Mittelmeerraum. Gleichzeitig kann das Azorenhoch einen Hochdruckkeil in Richtung Island aufbauen. Somit ist der Wettercharakter in diesem Zeitraum als unbeständig und überwiegend nasskalt zu bezeichnen, die Schneewahrscheinlichkeiten sind in tieferen Lagen schwach, über mittleren Lagen mäßig und höheren Lagen hoch einzustufen. Der Ansatz eines möglichen Trogprozesses über Mitteleuropa ist seit Tagen erstmals ein Indiz auf eine mögliche Wetterumstellung im zweiten Februar-Drittel. Ob sich diese Variante durchsetzen kann, bleibt in den kommenden Stunden und Tage abzuwarten.

Die Kontrollläufe stützen das nasskalte bis milde Temperaturspektrum mehrheitlich. So liegen die möglichen Werte am 12. Februar zwischen +0/+12 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad) und am 17. Februar zwischen -1/+10 Grad (Mittelwert: +5/+7 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), liegen am 13. Februar bei 10/45/45 und am 19. Februar bei 10/25/65 und deuten keine durchgreifende Änderung in Richtung Winter an. Im Hinblick auf das Minor Warming in Stratosphärenhöhe hat sich gegenüber den letzten Tagen nichts verändert. Es bleibt überaus kräftig und erreicht mit +8/+12 Grad seinen vorläufigen Höhepunkt am 7. Februar und kann sich darüber hinaus nicht zu einem Major Warming weiter entwickeln. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 21:00 Uhr an dieser Stelle mit einem Update der Wetterprognose Winter.
Aktualisierung:
Den heute Nachmittag beschrieben Austrogungsprozess Mitteleuropa haben heute Abend beide Wettermodelle im Ansatz in ihren Simulationen mit berücksichtigt. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so geschieht das im Zeitraum vom 16./20. Februar, geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist dieser Ansatz zum 14. Februar zu erkennen. Das mag sich sicherlich in den kommenden Stunden und Tage noch mehrmals ändern, tatsächlich sind das "unterm Strich" jedoch Indizien, welche auf einen Wetterwechsel hindeuten und in den nächsten Tagen näher beobachtet werden müssen. Sind das die Schwankungen, welche sich durch das Warming in Stratosphärenhöhe ergeben können - auch diese Annahme ist zum aktuellen Zeitpunkt Spekulation - jedoch nicht ausgeschlossen. Denn tatsächlich simuliert das amerikanische Wettermodell heute Abend erneut den Ansatz eines Major Warmings. Bis es aber soweit ist, bleibt das Wetter im Zeitraum 4./12. Februar mit hoher Wahrscheinlichkeit westlich orientiert und somit Abwechslungsreich, unbeständig, teils mild, teils nasskalt und in tieferen Lagen unwinterlich.

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