Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose vom 2. Februar
Das Wetter bleibt in den kommenden Tagen turbulent und insbesondere am Mittwoch und Donnerstag kann der Winter kurzweilig mit einer Schneedecke ab den mittleren Lagen zurückkehren und in den Alpen von Deutschland, Österreich und der Schweiz für einen kräftigen Neuschneezuwachs sorgen. Allerdings zeigt sich zum kommenden Wochenende schon die nächste Milderung mit einen nachfolgenden Sturmtief zum Sonntag/Montag (s. Wettervorhersage Februar).

Wir sind in den letzten Tagen häufiger gefragt worden, wie denn das Wetter am Rosenmontag und Faschingsdienstag werden kann. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell wird es wohl unbeständig und auch windig werden. So zeigt sich nach den heutigen Berechnungen am Rosenmontag eine erhöhte Neigung zu stürmischen Böen, welche am Dienstag etwas nachlassen können - es bleibt aber weiterhin windig. Die Temperaturen liegen mit +3/+7 Grad im überwiegend nasskalten Bereich und die Schneefallgrenze kann zwischen zwischen 600-1.100 Meter schwanken. So sollte in den höher gelegenen Skiregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz ein weiterer Zuwachs der Neuschneedecke möglich sein.

Das europäische Wettermodell simuliert einen ganz ähnlichen Ansatz, wobei der Wind am Montag nicht gar so kräftig ausfällt, wie nach dem amerikanischen Wettermodell. Veränderungen hinsichtlich der Windentwicklung zum Karneval sind in den kommenden Stunden also noch möglich.

Darüber hinaus sind sich die Wettermodelle bis zum 12. Februar weitgehend einig. Die atlantische Frontalzone entsendet ein Tiefdrucksystem nach dem anderen in Richtung Mitteleuropa, so dass bei nasskalten bis milden Temperaturen mit weiteren Niederschlägen gerechnet werden kann. Die Windaktivität bleibt erhalten, schwächt sich jedoch im Zeitraum 10./12. Februar weiter ab.

Von winterlichen Verhältnissen ist in tieferen, teils auch mittleren Lagen bis 700 Meter nicht auszugehen. Zeigen die Wettermodelle darüber hinaus Ansätze für ein Comeback des Winters? Ansätze sind da, wenngleich der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland intakt bleibt und somit eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein westlich orientiertes Zirkulationsmuster besteht. Deutlicher zeigt sich das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), welche am 12. Februar bei 5/50/45 und am 17. Februar bei 10/45/45 liegen und nur wenig Chancen auf winterliche Verhältnisse bis in tiefere Lagen aufweisen.

Was macht die Entwicklung des Polarwirbels? Die bleibt nahezu unverändert. Das kräftige Minor Warming in Stratosphärenhöhe erreicht zum 7. Februar mit +8 Grad (Ausgangstemperatur von -72 Grad; Temperatursprung 80 Grad) seinen vorläufigen Höhepunkt und kann sich - zum heutigen Stand - danach nicht zu einem Major Warming weiterentwickeln - Potential für ein Major Warming bleibt jedoch weiterhin bestehen. Insbesondere der Anstieg auf bis +8 Grad ist selbst für ein kräftiges Minor Warming außergewöhnlich stark und es ist mit Erstaunen zu beobachten, dass sich das Warming nicht zu einem Major Warming weiterentwickeln kann. Die Erfahrung zeigt aber auch, dass dieser Prozess schlagartig mit gravierenden Veränderungen in den tieferen Luftschichten von statten gehen kann und die bisher als "wahrscheinlich" angenommene Wetterentwicklung ad absurdum stellt. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 21:15 Uhr an dieser Stelle mit einem Update der Wetterprognose Winter.
Aktualisierung:
Das Auf und Ab bleibt in den Simulationen erhalten. Zur Wochenmitte kühler mit Schneeoptionen ab den mittleren Lagen. Zum Wochenende milder, bevor zum Rosenmontag die Temperaturen sich wieder abkühlen und mit +2/+7 Grad zumeist im nasskalten Bereich liegen können. Daran wird sich auch bis zum 13. Februar nach den aktuellen Berechnungen kaum etwas verändern. Der Grund hierfür ist der äußerst aktive Westdrift, welcher seinen Ursprung in der Kaltluftzufuhr auf den Atlantik bei Neufundland hat. Insbesondere zur Karnevalszeit vom 7./9. Februar sind Starkwindereignisse möglich, wenngleich das amerikanische Wettermodell zum Faschingsdienstag / Aschermittwoch auch Extremwindereignisse berechnet. Das europäische Wettermodell ist da etwas zurückhaltender, so dass in dieser Entwicklung noch Veränderungen möglich sind.

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