Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose vom 30. Januar

  • M. Hoffmann
Bis zum kommenden Donnerstag verläuft die Woche teils stürmisch mit viel Niederschlag - insbesondere über den Staulagen. Die Temperaturen sind anfangs noch im deutlich zu milden, sinken jedoch am Mittwoch und Donnerstag in den nasskalten Bereich ab, so dass die Schneefallgrenze auf 600-1.000 Meter absinken kann (s. Wetter Februar).

Nach den aktuellen Berechnungen des amerikanischen und auch europäischen Wettermodells bleibt der sog. "Westdrift" im ersten Februar-Drittel weitgehend erhalten und geht im Zeitraum 6./9. Februar langsam in eine milde Südwestwetterlage über. So können die Tageswerte bei einem weiterhin unbeständigen und teils windigen Wettercharakter auf +6/+12 Grad ansteigen (Vorderseitenwetter). Zum Übergang in das zweite Februar Drittel ergibt sich nachfolgend ein breiteres Entwicklungsspektrum, welches sich im Wesentlichen von drei Varianten unterscheiden kann.

Die erste Variante ist eine Fortsetzung der milden West-, bis Südwestwetterlage. Die zweite Variante wird mit einer nach Süden verlagerten Frontalzone simuliert, so dass die Grundströmung aus nordwestlichen Richtungen kommt und über Deutschland, Österreich und der Schweiz nasskalte Luftmassen führen kann - winterliche Optionen sind ab den mittleren Lagen möglich und ab höheren Lagen wahrscheinlich. Die dritte Variante ist ein meridionales Zirkulationsmuster, bei der die Tiefdrucksysteme über Mitteleuropa von Nord nach Süd ziehen und dabei kühlere Luftmassen nach Süden führen können - winterliche Optionen sind ab den mittleren Lagen, teils bis in tiefere Lagen möglich.

Was ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe stützen in der Höhe weiterhin ein sich normalisierendes - Jahreszeit-typisches - Temperaturverhalten im Zeitraum 9./14. Februar, was in tieferen bis mittleren Lagen nasskalte und in höheren Lagen winterliche Optionen stützt. So liegt das Temperaturspektrum am 9. Februar zwischen -1/+10 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 14. Februar zwischen -4/+15 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad). Wie hoch sind die Wahrscheinlichkeiten für winterliche Verhältnisse bis in tiefere Lagen hinab? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), liegen am 9. Februar bei 10/25/65 und am 14. Februar bei 15/30/55 und weisen nur einen sehr kleinen Spielraum für ein Comeback des Winters bis in tiefere Lagen aus - viel wahrscheinlicher sind nasskalte bis zu milde Temperaturen.

Was ist mit dem Minor Warming in Stratosphärenhöhe? Gestern gab es einen simulierten Ansatz zum Major Warming, welcher in den darauf folgenden Simulationen nicht bestätigt wurde - das Potential hierfür bleibt jedoch erhalten. Die nächste Aktualisierung erfolgt an dieser Stelle gegen 21:00 Uhr in einem kurzen Update der Winterprognose.
Aktualisierung:
Keine Veränderungen: das amerikanische Wettermodell bleibt der Variante einer weitgehend aktiven Westwetterlage bis zum 14. Februar treu. Zwischen durch mal etwas kühler, mal auch etwas milder - insgesamt für die Jahreszeit zu mild. Die Möglichkeit eines normalisierenden Temperaturspektrums zeigt sich erst nach dem 10. Februar. Das europäische Wettermodell neigt in seinen Simulationen im Ansatz zu einer Meridionalisierung ab dem 9./10. Februar, bis dahin ebenfalls mild und wechselhaft. Spannend bleibt es rund um das kräftige Minor Warming in Stratosphärenhöhe mit Potential zum Major Warming. In spätestens 3-4 Tagen sollte es sich entschieden haben, ob daraus ein Major Warming entstehen kann oder ob es beim Minor Warming bleibt. AO Index Wert zeigt im Verlauf des ersten Februar-Drittels eine neutrale bis negative Entwicklungstendenz.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +6,07 +3,38 +2,6 237 l/m² - normal

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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