Im Verlauf der kommenden Woche wird es noch etwas milder, so dass bis zum Donnerstag die Temperaturen auf +3/+8 Grad über dem Osten und +6/+11 Grad über dem Westen anstiegen können, mit etwas Sonnenschein können auch bis +12 Grad erreicht werden (s. aktuelle Wettervorhersage).

Der Winter zieht sich also aus Deutschland zurück und blickt man auf die simulierte Großwetterlage der Wettermodelle, so kommt dieser auch mit hoher Wahrscheinlichkeit bis Ende Januar nicht mehr zurück. Und dennoch gibt es unterschiedliche Berechnungen, welche entscheidend sein können zwischen ruhigem Hochdruckwetter und einer windigen und ungemütlichen Westwetterlage.

Das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum zwischen dem 28./31. Januar eine Großwetterlage, wie sie noch aus dem Dezember bekannt sein dürfte. Zwischen dem östlichen Kanada und Grönland strömen Kaltluftmassen in Richtung Neufundland nach Süden und treffen dort auf den "warmen" Atlantik. Somit wird in dieser Region die "Tiefdruckproduktion" angeregt, welche in raschen Abständen in Richtung Island und Skandinavien abziehen. Gleichzeitig liegt das Hochdrucksystem über der Mittelmeerregion und sorgt über Deutschland für eine milde Südwestanströmung der Luftmassen, bei der die Niederschlagsneigung über dem Norden höher als über dem Süden ausfallen kann.

Das europäische Wettermodell simuliert das Hoch weiter im Westen über den Azoren mit einem Hochdruckkeil in Richtung Mittelmeerregion. Somit bleibt die Gradientenstruktur flacher von West nach Ost ausgerichtet, so dass Deutschland mehr und mehr in den Einflussbereich der atlantischen Frontalzone gelangen kann. Somit steigt auch die Gefahr von Starkwindereignissen für Ende Januar an, wobei die Temperaturen mit +2/+6 Grad zumeist im nasskalten Bereich verbleiben können.

Die Optionen der aktuellen Simulationen der Temperaturentwicklung sind weitgehend gleich und bleiben unwinterlich. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums der Kontrollläufe etwa um +6 Grad höher als für die Jahreszeit üblich. Ob sich daran Anfang Februar etwas ändern kann und wie sich das Minor Warming in Stratosphärenhöhe entwickelt, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wetter Februar.
Aktualisierung:
Die Wettermodelle bleiben ihren Simulationen weitgehend treu und simulieren von Neufundland über Island bis nach Skandinavien ein Tiefdrucksystem nach dem anderen in Richtung Mitteleuropa. Das Hoch über dem Azoren/Mittelmeerraum flacht sich zum Anfang Februar zunehmend ab, so dass sich eine stringente West-Ost Zirkulation mit Potential für Starkwindereignisse daraus ergeben kann. Die Temperaturen bewegen sich - je nachdem, ob gerade eine milde Tiefdruckvorderseite oder kühlere Rückseite zu erwarten ist - in den ersten Februar-Tagen zumeist im nasskalten bis milden Temperaturbereich. Winter ist in solch einer Konstellation der Großwetterlage nahezu ausgeschlossen, wobei zwischendurch der eine oder andere Schnee-, Schneeregen oder Graupelschauer möglich wäre. Das Minor Warming bleibt in den Simulationen erhalten - ob es jedoch für ein Major Warming reicht, bleibt abzuwarten. Zum Vergleich die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), welche am 1. Februar bei 0/5/95 (heute Mittag: 0/10/90) und am 7. Februar bei 5/25/70 (heute Mittag: 10/35/55) liegen - auch hier wenig winterliche Aussichten.

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