Die Temperaturen steigen bereits am kommenden Wochenende an und erreichen zum Start in die neue Woche - unter Umständen - über dem Westen schon Werte, welche mit bis +14 Grad im zweistelligen Bereich liegen können. Zur Wochenmitte hin stellt sich langsam eine stürmische Westwetterlage mit viel Niederschlag und Wind ein (s. aktuelle Wettervorhersage). Der Übergangsbereich zwischen kalt und mild kann insbesondere am heutigen Freitag und in der Nacht auf Samstag zu gefährlichen Situationen auf den Straßen führen ( Simulation der zu erwartenden Niederschlagsformen | Unwetterwarnungen | Warnlagenbericht).

Seit ein paar Tagen zeichnet sich ab Mittwoch in den Simulationen des europäischen und auch amerikanischen Wettermodells die Ausbildung einer aktiv-dynamischen Westwetterlage ab, welche auch heute erneut berechnet und somit zunehmend wahrscheinlicher wird.

Der Grund ist ein erneut kräftiger Kaltluftvorstoß zwischen Kanada/Grönland in Richtung Neufundland, was die "Wetterküche" auf dem Atlantik in Gang setzt. Ein Tiefdrucksystem nach dem anderen wird in Richtung Skandinavien entsendet, was das Hochdrucksystem zwischen den Azoren und der Mittelmeerregion in eine passive Lage versetzt. Somit richten sich die Gradienten zwischen tiefem und hohem Luftdruck stringent von West nach Ost aus, was diese dynamische Wetterlage entstehen lassen kann.

So ist im Zeitraum 27./31. Januar mit einer höheren Wahrscheinlichkeit mit Starkwindereignissen zu rechnen, wobei mit sog. Schnellläuferoptionen auch Potential für Extremwindereignisse gegeben ist. Die aktuell berechneten Windgeschwindigkeiten können in tieferen Lagen bspw. am 29. Januar zwischen 30-70 km/h und über exponierten Lagen und entlang der Küste von Nord- und Ostsee zwischen 80-120 km/h erreichen.

Und der Winter? Bei Westwetterlagen kommt es zu drei Wetterphasen: milde Vorderseite, Übergangsphase und einer nachfolgenden kühleren Rückseite. Da die Dynamik und die einzelnen Phasen kurzweilig sind, ist unter Umständen auf der jeweiligen Rückseite der eine oder andere Schnee-, Schneeregen oder Graupelschauer nicht auszuschließen - mit Winter hat das aber nichts zu tun und der zieht sich bei Tageswerten zwischen +1/+10 Grad bis auf die höhere Lagen der Alpen von Deutschland, Österreich und der Schweiz zurück - die Schneefallgrenze schwankt zumeist zwischen 1.000-2.000 Meter. Ob es Anfang Februar wieder kälter wird, oder die aktiv-dynamische Westwetterlage bestehen bleibt, klären wir zusammen mit dem möglichen Major Warming in einem neuen Wettertrend für das Wetter Februar und gegen 21:00 Uhr erfolgt an dieser Stelle eine kurze Aktualisierung der Winterprognose.
Aktualisierung:
Kaum Veränderungen. Beide Wettermodelle bleiben bei einer Abwechslungsreichen Wetterlage Ende Januar, bei der die Temperaturen vielfach im für die Jahreszeit zu milden Bereich liegen. Das kräftige Minor-Warming bleibt auch in den abendlichen Berechnungen erhalten, was die für die Wetterentwicklung Anfang Februar noch Fragen aufwirft. Die Kontrollläufe stützen jedoch mehr und mehr Anfang Februar eine Fortführung der zu milden Temperaturwerte.

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