Die langsame aber doch stetige Milderung setzt sich am kommenden Wochenende durch und sorgt am Sonntag z.T. auch schon über den östlichen Landesteilen für leichte Plusgrade, während die Werte über dem Westen bereits auf +2/+6 Grad ansteigen können (Details s. aktuelle Wettervorhersage).

Soweit stimmen die Wettermodelle mit ihren heutigen Simulationen überein. Darüber hinaus berechnen ebenfalls beide Wettermodelle bis Ende Januar keine weitere Abkühlung, so dass die Tageswerte sich verbreitet mit +0/+5 Grad, über dem Westen auch bis +7 Grad zumeist im nasskalten bis milden Bereich bewegen können.

Betrachtet man allerdings die Details, so ist dieser Wettertrend keineswegs so klar, wie er sich in der Simulation darstellt. Entscheidend über kalte oder milde Werte ist und bleibt die Hochdruckposition. Dieses Hochdrucksystem wird sowohl nach dem amerikanischen als auch europäischen Wettermodell im Bereich zwischen der Mittelmeerregion und dem östlichen Europa simuliert, sodass Deutschland, Österreich und auch die Schweiz auf die milde Südwest bis Südanströmung der Hochdruckgradienten gelangen kann. Liegt das Hoch hingegen über Deutschland, so ist eine Inversionswetterlage möglich und liegt es weiter westlich, so ist eine nasskalte Nordwest- bis Nordanströmung wahrscheinlicher. Deutlicher zeigen sich die Differenzen des Temperaturspektrums, welches am 25. Januar zwischen -8/+12 Grad (Mittelwert: +4 Grad über dem Westen, +1/+2 Grad über dem Süden und Norden und -1 Grad über dem Osten) und am 28. Januar zwischen -13/+12 Grad (Mittelwert: +3 Grad über dem Westen, +0/+1 Grad über dem Norden und Süden und -4 Grad über dem Osten) liegen kann. Niederschläge sind zwar möglich, jedoch zeigt der Niederschlagstrend im Zeitraum 25./31. Januar nur eine schwache Niederschlagsneigung.

Vieles spricht also für eine Hochdruckdominanz in den letzten Januar-Tagen und ob kalte oder milde Werte erwartet werden können entscheidet die Hochdruckposition. Welche Variante wäre denn wahrscheinlicher? Blickt man auf die Verhältnisse der Kontrollläufe und vergleicht diese mit des gestrigen Werten von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), so liegen diese am 25. Januar bei 35/40/25 (gestern: 45/35/20) und am 31. Januar bei 25/40/35 (gestern: 45/35/20). Die Wahrscheinlichkeit von Jahreszeit-typischen, bzw. etwas zu hohen Temperaturen ist demnach höher einzustufen als zu kalte Varianten. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem ersten Witterungstrend für das Wetter Februar 2016 mit einem Ausblick auf ein mögliches Major-Warming in Stratosphärenhöhe und im Laufe des Abends erfolgt an dieser Stelle eine Aktualisierung der Wetterprognose Winter.
Aktualisierung:
Das Hochdrucksystem bleibt nach beiden Wettermodellen bis Ende Januar in einer für Deutschland, Österreich und die Schweiz dominanten Position, so dass es der atlantischen Frontalzone nicht gelingen mag unser Wetter maßgeblich zu beeinflussen. Mit dem hohen Luftdruck kann sich bereits zum kommenden Wochenende eine Milderung von West nach Ost durchsetzen, was die Tageswerte im Zeitraum 25./30. Januar über dem Westen auf +4/+8 Grad, über dem Süden auf +2/+6 Grad, über dem Norden auf +2/+4 Grad und über dem Osten auf -2/+1 Grad ansteigen lassen kann. Die Niederschlagsneigung ist über dem Norden und Osten höher zu bewerten, als über dem Süden und Westen, so können die möglichen Niederschläge über dem Osten noch vielfach bis in tiefere Lagen als Schnee niedergehen. Das kräftige Minor Warming mit ernstzunehmenden Ansatz für ein Major-Warming wird weiterhin im Zeitraum 27./31. Januar simuliert.

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