Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose vom 10. Januar

Die Differenzen zwischen den Simulationen des amerikanischen und auch europäischen Wettermodells bleiben auch heute erhalten und spiegeln sich mit unterschiedlichen Berechnungen bereits zum Donnerstag kommender Woche auch in der kurzfrist Wettervorhersage wieder (s. aktuelle Wettervorhersage Januar). So simuliert das amerikanische Wettermodell einen kleinräumigen Schnellläufer mit einem Warmluftschub, stürmischen Winden und kräftigen Niederschlagen, während das europäische Wettermodell den Winter langsam bis in tiefere Lagen einziehen lässt.

Auch darüber hinaus simuliert das europäische Wettermodell bis zum 20. Januar weiterhin eine winterliche - teils hochwinterliche - Wetterlage mit sehr niedrigen Temperaturwerten. Wie kalt kann es werden? Simuliert werden Höhentemperaturen (1.500 Meter) zwischen -8/-16 Grad, welche tagsüber für Temperaturen zwischen -9/-3 Grad und bei aufklaren in den Nächten zwischen -5/-10 Grad und über Schnee und "günstigen" Bedingungen bis -15 Grad sorgen könnten.

Das amerikanische Wettermodell schwankt weiterhin, hält aber im Zeitraum 14./18. Januar den Wintereinbruch ebenfalls für die wahrscheinlichste Variante - darüber hinaus erfolgt zwischen dem 19./21. Januar eine kurzzeitige Milderung in den höheren Regionen (+0/+6 Grad), welche sich mit -5/-0 Grad über dem Osten und -1/+4 Grad über dem Westen voraussichtlich nicht überall bis in tiefere Lagen durchsetzen kann. Zwischen dem 21./25. Januar kann sich im Bereich zwischen Spanien, England und Skandinavien ein Hochdruckkeil aufbauen, welcher zum einen die atlantische Frontalzone blockiert und zum anderen auf seinem östlichen Gradienten kalte Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann.

Zusammenfassend tendieren die Wettermodelle für das zweite Januar-Drittel eher zu winterlichen Verhältnissen ab den mittleren Lagen. Ob es auch für die tieferen Lagen unterhalb etwa 300 Meter für Schneefall und Dauerfrost reichen wird, wird sich in den kommenden Stunden zeigen müssen, welche Berechnung der Wettermodelle sich durchsetzen kann/wird. Die Kontrollläufe sind sich mehrheitlich einig und weisen einen Temperaturmittelwert auf, welcher vom 13. Januar mit +5 Grad über dem Westen und Süden und +1 Grad über dem Norden und Osten bis zum 18. Januar auf -2/0 Grad über dem Süden und Westen und -5/-3 Grad über dem Osten und Norden absinken kann. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), liegen am 19. Januar bei 65/25/10 und am 25. Januar bei 20/25/55.

Das Langfristmodell korrigiert sich weiter und weist im Januar 2016 mit einer Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5/+0,5 Grad über dem Norden eine normale und mit +0,5/+2 Grad über dem Süden eine erhöhte Temperaturabweichung aus. Deutlich zu kalt werden mit einer Abweichung von -4/-2 Grad und darunter die Gebiete über Finnland, Schweden und Norwegen simuliert. Für den Februar 2016 werden Abweichungen von +1/+2 Grad im zu milden Temperaturbereich berechnet. Die Niederschlagserwartung liegt nach dieser Simulation im Januar deutlich und im Februar im mäßig positiven Bereich (zu nass). Gegen 21:00 Uhr erfolgt heute Abend an dieser Stelle eine Aktualisierung der Winterprognose.
Aktualisierung:
Beide Wettermodelle simulieren eine winterliche Wetterlage im Zeitraum zwischen dem 13./19. Januar - die Simulation des europäischen Wettermodells ist etwas kälter als die des amerikanischen Wettermodells. So schwankt die Schneefallgrenze nach dem amerikanischen Wettermodell zwischen 100-300 Meter und nach dem europäischen Wettermodell ist Dauerfrost bis in tiefe Lagen zu erwarten. Im Zeitraum zwischen dem 18./23. Januar bleibt das amerikanische Wettermodell bei seiner Variante der langsamen Milderung. Wie mild könnte es werden? Simuliert werden am 22. Januar Werte zwischen +1/+7 Grad. Aber auch das europäische Wettermodell simuliert zum Ende seines Vorhersagezeitraums zum 20. Januar ein "aggressives" Anrennen der atlantischen Frontalzone gegen das blockierende Hochdrucksystem, welches sich bis zum 20. Januar noch behaupten kann. Dauerfrost sollte nach dieser Simulation bis zum 20. Januar wahrscheinlich sein, wenngleich nach diesem Setup im nachfolgenden Zeitraum eine Milderung ebenfalls wahrscheinlich wäre. Die Kontrollläufe stützen die vielfach winterliche Wetterphase im Zeitraum 13./19. Januar. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 18. Januar zwischen -10/+5 Grad (Mittelwert: +0 Grad über dem Westen, -2 Grad über dem Süden und Norden und -5 Grad über dem Osten). Zum Vergleich die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6)gegenüber heute Mittag, welche am 19. Januar bei 75/15/10 (heute Mittag: 65/25/10) und am 25. Januar bei 25/55/20 (heute Mittag: 20/25/55) liegen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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