Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose vom 5. Januar

Die Luftmassengrenze bleibt unter Abschwächung voraussichtlich noch bis zum kommenden Wochenende erhalten und trennt dann höhere Temperaturen über dem Süden und Westen von kalten/nasskalten Werten über dem Norden und Osten. Dazu ist immer wieder mit Niederschlägen der unterschiedlichsten Intensität und entlang der Luftmassengrenze auch Art zu rechnen. Voraussichtlich ist entlang eines breiten Streifens zwischen Bremen - Dresden mit der Ausbildung einer Schneedecke von 0,5/10 cm zu rechnen. (Details s. Wettervorhersage Januar 2016)

Zum Sonntag und auch in den Start in die neue Woche zeigt sich nach den Simulationen beider Wettermodelle ein kräftiges Tiefdrucksystems vor, bzw. über England, welches auf seiner Vorderseite weiter milde Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann. Wie mild kann es werden? Die Temperaturen schwanken im Bereich zwischen +6/+11 Grad über dem Westen und Süden und +2/+6 Grad über dem Norden und Osten. Die Niederschlagsneigung ist insgesamt als hoch zu bewerten. Zum 12. Januar kann sich der Tiefdruckwirbel über die Nord- und Ostsee weiter nach Osten ausdehnen und sich zum 13. Januar über das östliche Skandinavien verlagern. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen in diesem Zeitraum langsam auf die kühle Rückseite des Tiefdrucksystems, so dass bei zumeist nasskalten Werten zwischen -1/+5 Grad die Schneefallgrenze langsam bis auf die mittleren Lagen (400-800 Meter) absinken kann.

Im Großen und Ganzen gleichen sich die Simulationen der Wettermodelle im Zeitraum zwischen dem 13./15. Januar in der Form, als dass sich das Azorenhoch über dem Atlantik nach Norden in Richtung Grönland aufwölben kann. In Folge daraus dreht das Strömungsmuster über Mitteleuropa von Südwest/West auf Nordwest/Nord, was die Zufuhr kühlerer Luftmassen ermöglicht. Ob unmittelbar nach diesem Zeitraum der Winter Einzug halten kann, wird davon abhängen, wie sich das Azorenhoch positionieren wird. Stellt es sich steil nach Norden auf, so wird die atlantische Frontalzone blockiert und über Mitteleuropa kann sich eine nachhaltige Nordlage einstellen, was die Chancen auf winterliche Wetterverhältnisse deutlich erhöht. Bleibt es in "kugelrunder" Position zwischen den Azoren und Island, so gelangt Deutschland in eine nasskalte Nordwestströmung, was in tieferen Lagen die Aussichten auf Winter schmälert und erst ab den mittleren Lagen erhöht. Lässt sich hingegen das Hochdrucksystem weiter nach Osten ab drängen, so ist mit einer zu Nebel neigenden Inversionswetterlage zu rechnen (oben mild unten nasskalt/kalt).

Das Spektrum bleibt breit gestreut, was auch die Kontrollläufe mehrheitlich so unterstützen. Als sehr wahrscheinlich gilt die neuerliche Zufuhr kühlerer Luftmassen im Zeitraum zwischen dem 12./15. Januar. So liegt das Temperaturspektrum am 14. Januar zwischen -3/+10 Grad (Mittelwert: +3/+5 Grad über dem Norden, Westen und Süden und +0 Grad über dem Osten) und am 17. Januar zwischen -8/+9 Grad (Mittelwert: +3 Grad über dem Westen, +2 Grad über dem Norden, +1 Grad über dem Süden und -1 Grad über dem Osten). Der Temperaturtrend zeigt im zweiten Januar-Drittel zunehmend in Richtung Jahreszeit-typische und damit auch winterlich/nasskalte Werte. Deutlicher zeigt sich der Trend anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), welche am 12. Januar bei 0/30/70 (gestern: 0/40/60) und am 18. Januar bei 45/30/25 (gestern: 50/25/25) liegen. Das Entwicklungsspektrum der Kontrollläufe der Höhentemperaturen hat zum 17. Januar eine Differenz von 25 Grad (-15/+10 Grad) aufzuweisen. Für eine Schneefallgrenze Mitte Januar bis in tiefere Lagen hinab wird in etwa eine Höhentemperatur (1.500 Meter) von rund -5/-7 Grad benötigt. Der aktuelle Mittelwert der Kontrollläufe liegt zwischen -3/-7 Grad.

Interessant sind weiterhin die Wetterprognosen des Langfristmodells, welches - zum heutigen Stand - die Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert im Januar zwischen +1/+3 Grad und im Februar zwischen +2/+4 Grad im zu milden bis zu warmen Bereich berechnet - anders formuliert lässt es sich nicht sonderlich von den aktuellen Berechnungen beeindrucken.

Betrachtet man den Polarwirbel, so wird nach dem europäischen Wettermodell zum 11. Januar kurzzeitig ein Polarwirbelsplit simuliert, bei der sich eine gewaltige Hochdruckbrücke vom westlichen China über die der Laptewsee, der Polarregion und Alaska bis weit über die Westküste der USA ausbilden und den Polarwirbel in zwei Polarwirbel trennen kann. Aber auch das amerikanische Wettermodell neigt zu diesen Tendenzen, wenngleich über der Polarregion das Hauptkernfeld des Hochdrucksystems mit bis 1045 hPa zum 13. Januar liegt. Spannend ist bei solchen Entwicklungen immer die Ausprägung der jeweiligen Hochdruckachse, welche binnen kürzester Zeit erfolgen und entscheidend über Winter-, nasskaltes- oder mildes Wetter sein kann. Anders formuliert bleibt auch heute eine Sprunghaftigkeit der Wettermodelle für das zweite Januar-Drittel in den kommenden Stunden und Tage wohl noch erhalten. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 21:00 Uhr an dieser Stelle und einem kurzen Update dieser Wetterprognose zum Winter.
Aktualisierung:
Beide Wettermodelle bleiben ihren Simulationen vom Tage auch am Abend treu und simulieren zum 10./11. Januar das Aufwölben des Azorenhochs auf dem Atlantik, welches nach dem europäischen Wettermodell etwas stärker berechnet wird, als vom amerikanischen Wettermodell. Gleichzeitig positioniert sich über dem skandinavischen Raum ein Tiefdrucksystem, so dass das Zirkulationsmuster auf Nordwest bis Nord drehen kann. So schwanken die Varianten der Wettermodelle ab dem 12./13. Januar bis zum 20. Januar zwischen Winter und nasskalter Witterung, wobei eine winterliche Wetterlage mit Schneefall ab mittleren Lagen (400-800 Meter) im zweiten Januar-Drittel zunehmend wahrscheinlicher wird. Die Kontrollläufe sind mit ihrem Mittelwert der Höhentemperaturen (knapp 1.500 Meter) noch etwas kälter geworden und bewegen sich nun im Zeitraum 13./20. Januar zwischen -4/-8 Grad (für Schneefall bis in tiefere Lagen sollten es -5/-7 Grad sein). Zum Vergleich die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) gegenüber heute Nachmittag, welche am 12. Januar bei 0/40/60 (heute Mittag: 0/30/70) und am 18. Januar bei 75/10/15 (heute Mittag: 45/30/25) liegen. Man muss schon lange zurückblicken (November) um solche eine Mehrheit in den Kontrollläufen für normale / kältere Temperaturvarianten zu finden.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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