Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose vom 2. Januar

Der Dauerfrost verabschiedet sich bis zur Wochenmitte weitgehend aus Deutschland, so dass der Grundcharakter unbeständig und zumeist nasskalt ausfällt. Dabei gibt es etwa östlich einer Linie Bremen - Bayerischer Wald häufiger Schneefall zu beobachten, wobei sich in diesen Gebieten auch eine Schneedecke ausbilden kann (s. Schneeprognose).

Zur Wochenmitte liegt zwischen Island und England schon das nächste Tiefdrucksystem der atlantischen Frontalzone bereit, um das Wetter über Deutschland zu beeinflussen. Vorderseitig können relativ milde Luftmassen nach Deutschland geführt werden, was die Temperaturen auf +7/+12 Grad ansteigen lassen könnte - lediglich über dem Norden und Nordosten kann es mit +0/+4 Grad nasskalt bleiben.

Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so spielt die Stark-, bzw. Extremwindentwicklung der letzten Simulationen heute keine Rolle mehr. Stattdessen überquert ein Tiefdruckausläufer nach dem anderen Deutschland von West nach Ost, so dass bei Temperaturen zwischen +4/+8 Grad mit wiederholten Niederschlägen zu rechnen ist und es stellt sich mit Wind aus südwestlichen Richtungen im Zeitraum 8./12. Januar eine Westwetterlage bis Südwestwetterlage ein. Im Zeitraum vom 13./17. Januar kann sich über dem skandinavischen Raum ein Tiefdruckzentrum positionieren und dem Azorenhoch den nötigen Spielraum für eine Ausdehnung in nördliche Richtungen ermöglichen. Das Strömungsmuster dreht auf nordwestliche bis nördliche Richtungen und kalte Temperaturen können über Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden. Wie kalt? In der aktuellen Simulation sollte es verbreitet für Dauerfrost reichen. Kommt auch Schnee? Das ist bei Nord- bis Nordwestwetterlagen durchaus wahrscheinlich und nach dieser Simulation auch bis in tiefere Lagen möglich.

Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so wird die Simulation der Südwest- bis Westwetterlage des amerikanischen Wettermodells bis zum 12. Januar weitgehend bestätigt. Die Temperaturen schwanken dabei zwischen nasskalt und mild.

Die Kontrollläufe bestätigen den unbeständigen Wettertrend im Zeitraum 5./15. Januar mehrheitlich, wobei die Niederschlagserwartung über dem Westen und Süden höher zu bewerten ist, als über dem Osten und Norden. Das Temperaturspektrum liegt am 8. Januar zwischen -2/+12 Grad (Mittelwert: +7 Grad über dem Süden und Westen und +3/+4 Grad über dem Norden und Osten) und am 15. Januar zwischen -6/+10 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad). Insofern werden die teils winterlichen Aussichten des amerikanischen Wettermodells von den Kontrollläufen heute nicht gestützt. Jedoch wird das Szenario einer Nordwest- bis Nordlage in den letzten Tagen immer wieder mit berücksichtigt, so dass eine Wahrscheinlichkeit für den Einzug des Winters - in der "Hochwinterphase Mitte Januar" - bestehen bleibt. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mehrheit der Kontrollläufe eine normale bis zu milde Temperaturtendenz bevorzugt. So liegen die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) am 12. Januar bei 0/30/70 und am 17. Januar bei 25/25/50.

Betrachtet man heute die Simulationen des Polarwirbels, so bleibt dieser bis auf weiteres als instabil zu bezeichnen. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so verlagert sich der aktive Kältepol von Kanada/Grönland bis zum 12. Januar in Richtung Skandinavien/Karasee was zu einer Abschwächung der Wetteraktivität bei Neufundland sorgen kann und dem Azorenhoch Spielräume ermöglicht, sich nach Norden auszuweiten. Aber auch nach dem amerikanischen Wettermodell zeigt sich im Bereich zwischen Kanada/Grönland eine Störung der Kaltluftzuflusses in Richtung Neufundland in der Form, als dass sich zwischen Alaska und Grönland ein Hochdrucksystem bemerkbar machen kann. Auch das ermöglicht die Aufwölbung des Azorenhoch gen Norden. Wie ist das zu verstehen? Es wäre in den kommenden Tagen weiter zu beobachten, wie sich die Hochdruckstruktur auf dem Atlantik verändern mag. Gelingt die Hochdruckblockade auf dem Atlantik, so ist über Mitteleuropa im zweiten Januar-Drittel mit höherer Wahrscheinlichkeit mit winterlichen Witterungsverhältnissen zu rechnen. Der sog. AO-index bleibt bis auf weiteres im negativen Bereich und der NAO-Index bewegt sich ab dem 5. Januar langsam in Richtung neutrale Werte. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 21:00 Uhr an dieser Stelle und einem kurzen Update dieser Wetterprognose zum Winter.
Aktualisierung:
Das amerikanische Wettermodell schwankt in seinen Simulationen heute für das zweite Januar-Drittel zwischen winterlichen und frühlingshaften Witterungsverhältnissen. So wurde heute Morgen eine nasskalte bis winterliche, heute Nachmittag eine winterliche und heute Abend eine "frühlingshafte" Wetterlage für den Zeitraum 7./15. Januar simuliert. Das zeigt, wie groß der Entwicklungsspielraum derzeit noch für das zweite Drittel ist. Die Großwetterlage könnte sich nach der Berechnung von heute Abend auch nach der Großwetterlage vom warmen Dezember orientieren. Der Grund hierfür ist der weiterhin unentwegte Kaltluftzustrom zwischen dem östlichen Kanada und Neufundland - wo die "Wetterküche" für Mitteleuropa liegt - und ein Tiefdrucksystem nach dem anderen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz entsendet. Als relativ gesichert gilt nach den Kontrollläufen der Zeitraum bis zum 7. Januar mit der Luftmassengrenze quer über Deutschland, welche kalte Temperaturen über dem Nordosten von milden über dem Südwesten trennt. Dabei ist die Niederschlagsaktivität über dem Westen und Süden höher als über dem Norden und Osten einzustufen. Im Zeitraum zwischen dem 7./13. Januar zeigt sich ein breiteres Entwicklungsspektrum der Temperaturen, wobei der Temperaturmittelwert eine eher positive Entwicklung bei einer gleichbleibend hohen Niederschlagserwartung annimmt. Erst im Zeitraum zwischen dem 12./17. Januar zeigen sich auch vermehrt kühlere Varianten und der Mittelwert passt sich so langsam seinem für die Jahreszeit typischen Wert an. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums am 10. Januar zwischen +4/+5 Grad über dem Norden und Osten und +7 Grad über dem Süden und Westen und am 16. Januar zwischen +3 Grad über dem Norden und Westen und +5 Grad über dem Süden und Westen. Alles in allem sind die Simulationen heute Abend wenig winterlich, denn auch das europäische Wettermodell simuliert bis zum 12. Januar wenig winterliches für tiefere lagen, wenngleich die Berechnungen sich eher im nasskalten Temperaturbereich abspielen

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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