Wetter Winter 2015/2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2015/2016 - Wettertrend vom 14. Dezember

Wweiterhin sehen die Wahrscheinlichkeiten für weiße Weihnachten in tieferen und mittleren Lagen äußerst schlecht aus, lediglich in höheren Lagen ergeben sich noch Optionen, wenngleich diese aber auch nicht sonderlich berauschend sind.

Allerdings zeigt - insbesondere das amerikanische Wettermodell - durchaus Ansätze, welche einen Ausweg aus der immer wiederkehrenden und anhaltenden milden Südwestwetterlage zeigen könnten. Zunächst einmal liegt das in der teils kräftigen und unter Umständen auch heftigen Wetterentwicklung kurz vor Weihnachten. Solch eine Wetteraktivität hat auch immer eine Gegenreaktion zur Folge, wobei das noch nicht mit (oder) kühleren Lösungen gleichzusetzen ist. Drei Wetterentwicklungen sind zum heutigen Stand zwischen dem 24./29. Dezember vorstellbar. In der ersten Variante dominiert die Erhaltungsneigung und es ändert sich an der milden bis warmen Südwestwetterlage nichts. In der zweiten Variante könnte die erhöhte Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik im Zeitraum 20./23. Dezember eine Westwetterphase einläuten, welche bis zum 29. Dezember mit unbeständigen Wetter und milden bis nasskalten Temperaturen Bestand haben kann. In der dritten Variante schiebt sich im Bereich Grönlandsee/europ. Nordmeer ein Hochdrucksystem in Richtung Grönland und könnte im Verbund mit tiefen Luftdruck über Barentssee/Karasee und dem Hochdrucksystem kühle/kalte Luftmassen nach Süden führen, so dass sich daraus weitere und durchaus nasskalte bis winterliche Wetterentwicklungen ergeben könnten.

Stand heute ist es eher die sog. Erhaltungsneigung, welche sich nach dem amerikanischen Wettermodell durchsetzen könnte. Eine kurze turbulente Westwindwetterphase im Zeitraum 20./23. Dezember und nachfolgend der wiederholte Aufbau von hohem Luftdruck über Mitteleuropa mit Trogbildung über den Azoren. In Folge daraus dürfte sich zwischen dem 24./29. Dezember in etwa das gleiche Wetter einstellen, wie es aktuell der Fall ist: mild und trocken. Nun werden wir - gerade auch tagesaktuell - immer wieder mit ihren Rückfragen konfrontiert gemäß dem Motto: das ist doch nicht normal und das spielt sich auch immer gleich ab - so etwas gab es "früher" doch nicht.

Die Frage ist aber auch - was ist schon normal - gerade beim Wetter? Eine These dazu: "früher" wechselten sich die Wetterlagen im wöchentlichen bis zweiwöchentlichen Rhythmus ab, heute ist das schon etwas anders. Großwetterlagen bleiben auf einmal über mehrere Wochen bis Monate hinweg konstant bestehen und sorgen auf einen längeren Zeitraum gesehen für das immer gleiche Wetter. Auf der einen Seite steht die Erhaltungsneigung mit fortbestehender Kontinuität und auf der anderen Seite steht das Ausgleichsverhalten, welches später wieder in eine Erhaltungsneigung übergehen kann (vereinf. auf nass und kühl folgt trocken und warm und umgekehrt). Man mag es vielleicht auf den Klimawandel schieben, aber unserer These nach ist schon nachzuvollziehen, dass die zu Grunde liegenden Muster eingefahrener werden - gerade so als ob sich die Systeme zueinander einschwingen, bzw. eingeschwungen haben.

Aber genug der Randdiskussion - wann kommt der Winter? Geht es nach den Kontrollläufen, so ist und bleibt die Ausgangssituation für den Winter schlecht. Kalte Luftmassen strömen unentwegt über das östliche Kanada in Richtung Neufundland und sorgen somit immer wieder für Aktivitäten in der "Wetterküche", bei der die Tiefdrucksysteme immer wieder auf der gleichen Zugbahn über Azoren, Island/England nach Skandinavien geführt werden können. Deutschland, die Schweiz und Österreich liegen somit auf der südöstlichen Gradientenseite der Tiefdruckrinne und somit im warmen Sektor der Südwestwetterlage. Die Mehrheit der Kontrollläufe stützt das Szenario der Erhaltungsneigung mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 27. Dezember zwischen -3/+10 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 29. Dezember zwischen -4/+12 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad). Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit der Erhaltungsneigung? Das Spektrum der Entwicklung der Höhentemperaturen liegt bspw. am 27. Dezember bei rund 15 Grad (zum Vergleich - seriöse Wettervorhersagen, bzw. Wetterprognosen benötigen ein Spektrum, welches sich im Rahmen von 4 Grad bewegt). Anders formuliert ist da noch einiges an Unsicherheiten gegeben und gerade als "Winterfan" sollte man die "Flinte nicht zu schnell ins Korn werfen". Auch wenn die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) am 29. Dezember bei 0/10/90 und am 26. Dezember bei ernüchternden 10/25/65 liegen. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 21:00 Uhr in einem kurzen Update zu den Chancen auf weiße Weihnachten.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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